Bernd Perplies entfacht den „Zorn der Shafakk“

Hui, was habe ich diesem NEO dieses Mal entgegengefiebert! Der Cliffhanger am Ende von 213 war ja doch etwas fies. Umso fieser der erneute Cliffhanger am Ende von 214 mit dem Hinweis, dass der im nächsten nicht aufgelöst wird. *grummel* Aber ich greife vor…

Wie ein gewisser Entenfreund auf Twitter sagte: „Nein, das ist NICHT Gucky!“ 😉

Worum geht es in „Der Zorn der Shafakk“?

Fröhliches Gespoilere ab hier:

Zur Erinnerung, Gucky, Kosum, Tekener und ein paar Techniker waren auf der wracken KORRWAK unterwegs, welche in eine Doppelsonne zu stürzen drohte. Sie retteten einen Überlebenden und trafen am Ende auf einen Shafakk – einen Angehörigen der Militär-Elitetruppe des Compariats. Gucky konnte seine Tarnung mit einem EMP stören und war anschließend verstört. – CLIFFHANGER –

Es stellt sich nun heraus, dass der Shafakk ein zu groß geratener Mausbiber in schwarzer Optik ist! Er gebärdet sich jedoch weiterhin so aggressiv und wild, dass Gucky ihm telekinetisch den Hals umdrehen muss um seine Mitstreiter zu retten – wortwörtlich den Hals umdrehen…

Wieder auf der FANTASY, wird das Schiff von drei Shafakk-Raumern aufgebracht. Der Protektor tut seinen Job und beschützt seine Mannschaft, indem er den richtigen Schluss zieht und den Angreifern mit Stärke und Unbeugsamkeit sowie einer Drohung begegnet. Die Shafakk haben aber offensichtlich auch großes Interesse am Linearantrieb und Rhodan handelt aus, dass er dem Ober-Shafakk technische Details in Aussicht stellen würde, wenn dieser freies Geleit garantiert.

Er verschafft sich soweit Respekt, dass die Fantasy nicht aus dem Raum gepustet, sondern in ein nahes System abgeschleppt wird. Dort werden die Terraner in eine riesige Raumstation gebracht, welche von rund 14.000 Shafakk bevölkert wird. Die Mannschaft muss das Schiff verlassen und wird in Zellen gesperrt, Shafakktechniker rücken an um die FANTASY – angeblich – zu dekontaminieren. In Wirklichkeit wollen sie natürlich dem Antrieb auf die Pelle rücken.

Gucky bleibt als stille Reserve an Bord, kann die Shafakk aber nur kurz aufhalten und teleportiert fluchtartig aus dem Schiff, als er erkennt, dass er auf verlorenem Posten steht. Er materialisiert direkt vor den Füßen eines ILT, was bei den Shafakk als Schimpfwort gilt und übersetzt Missgeburt bedeutet. Der Ilt ist etwas kleiner als die Shafakk, allerdings noch immer größer als Gucky.

Nach kurzen Missverständnissen schließt sich der Ilt Gucky an, da seinesgleichen von den Shafakk wie sozialer Abfall behandelt werden. Die Shafakk sind ein ausgesprochen kriegerisches, aggressives und streng hierarchisches Volk.

Gucky teleportiert zu Rhodan und Co., sie planen die Flucht, da sich keiner weiter um die Terraner zu kümmern scheint. Also bricht Gucky mit Rhodan, dem Ilt, Mentro Kosum und einem Techniker auf um die Fesselfelder um die FANTASY zu lösen. Dabei finden sie heraus, dass die Shafakk Klone aus Brutwaben sind. Der Ilt erklärt aber, dass sie nicht fremdgesteuert, sondern selber auf der Suche nach ständiger Optimierung sind.

Letztlich finden sie nach vielen Hindernissen und Problemen einen Weg in einen Kontrollraum. Dort erwartet Gucky und seine Mitstreiter die nächste Überraschung: ein Kreellblock in dem vier Gestalten eingeschlossen sind. Eric Leyden, Abha Prajapati, Luan Perparim und Erics Katze Hermes!

Wie hat mir „ Der Zorn der Shafakk “ gefallen?

Ganz ehrlich, ich fühle mich durch diesen NEO und seinen Vorgänger für vieles entschädigt, was mir in der letzten Zeit nicht so gut gefallen hat. Der Zorn der Shafakk hatte für mich so ziemlich alles, was ein guter NEO braucht: eine gut durchdachte Story, Handlungsfäden, die weitergesponnen werden, überraschende Elemente und ein gutes Stück „Sense of Wonder“ – auch wenn der in NEO etwas anders funktioniert als in der EA.

Alles in allem ein großartiger Beitrag von Bernd Perplies, auch schriftstellerisch hat mich der Roman wirklich überzeugt. Ich habe ihn am Stück weg und ohne das Gefühl von Längen gelesen. Für mich der beste Roman der Staffel, auch noch stärker als der Vorgänger von Rainer Schorm. Großes Kino und ein Höhepunkt seit NEO 200!

Was war nicht ganz so gelungen?

Fehlanzeige, ich kann, will und darf hier und heute nicht meckern! 🙂

Fazit:

Eigentlich habe ich oben schon alles gesagt. Es war mir ein Genuß!

9,5 von 10 Punkten. Top!

Rainer Schorm und „Der letzte Flug der KORRWAK“

Nach dem für mich persönlich etwas enttäuschenden NEO 212 stand nun mit dem Nachfolgeband von Expokrat Rainer Schorm gefühlt direkt im Anschluß an – für 212 habe ich außergewöhnlich lang gebraucht.

Dieser fliegende Knochen nennt sich KORRWAK. Wobei ich selber erstmal an eine Ente dachte…

Worum geht es in „Der letzte Flug der KORRWAK“?

Die Fantasy empfängt auf ihrem Flug Richtung Lashat ein Notsignal. Da es auf dem Weg liegt beschließt Mr. R. zu helfen und man fliegt schnurstracks in ein Höllensystem mit zwei umtriebigen Sonnen, die grade versuchen ein fremdes, offenbar hilfloses Schiff zu grillen.

Das Erkundungsteam findet vor allem leere Räume, abgestorbene Würmer und ein extrem widerstandsfähiges Baumaterial des Schiffes vor – sowie einen Überlebenden und einen Angreifer, welcher – allein oder als Reisegruppe – den Rest der Besatzung abgeschlachtet hat.

Der Überlebende wird auf die FANTASY gebracht, eine Technikerin wird von einbrechenden Sonnenenergien quasi instant desintegriert und ein weiterer Techniker wird überraschend vom übriggebliebenen Angreifer aufgeschlitzt. Überraschend deshalb, weil der Gutste unsichtbar ist und dabei mit ziemlich scharfen Messern rumfuchtelt.

Letztlich wird die Zeit knapp, da das Schiff von den Sonnen zerstört zu werden droht und das Team kämpft noch gegen den Angreifer. Gucky kann ihn mit einem EMP-Impuls überwältigen und er wird sichtbar. Alle sind völlig schockiert uuuund CLIFFHANGER! 🙂

Wie hat mir „Der letzte Flug der KORRWAK“ gefallen?

Ich fand den Roman – vor allem verglichen mit dem Vorgänger – wirklich unterhaltsam und gut. Rainer Schorm schaffte es, bei mir ein dauerhaftes „Was kommt gleich?“-Feeling zu etablieren. Später im Verlauf hatte ich ständig Bilder aus Alien und Predator vor Augen, da die Stimmung des Romans düster und etwas mysteriös-bedrohlich war.

Das hat mir sehr gut gefallen. Wirklich klasse fand ich den Sleeker Woggrill, der ein so abstrus fremdartiges Lebewesen ist, dass es mir eine blanke Freude war. Großes Kino!

Der Cliffhanger am Ende lässt natürlich viel Raum für Spekulation, ich persönlich denke mir grade meinen Teil dazu, wer da enttarnt wurde, werde hier aber noch die Klappe halten.

Was war nicht ganz so gelungen?

Also wenn ich hier etwas schreiben muss, würde ich sagen, dass der Roman etwas brauchte um „in Gang“ zu kommen. Allerdings finde ich das auch nicht wirklich schlimm, da sich so die Stimmung und Atmosphäre aufbauen konnte.

Also eigentlich habe ich nicht wirklich Kritik. 🙂

Fazit:

Ein für mich rundum stimmiger und in seiner Atmosphäre großartiger NEO. Natürlich ist das Tempo eine ganze Weile gemächlich, was nicht jedem gefallen dürfte, aber ich fand ihn so wie er ist wirklich spitze.

Für diesen – aus meiner Sicht – tollen Beitrag bekommt Rainer Schorm 8,5 von 10 Punkten.

Susan Schwartz und die „Welt der Hoffnungslosen“

Lang hat es dieses Mal gedauert, NEO 213 ist schon halb durch und die Rezension zu 212 folgt erst heute. Warum? Private Gründe, reduzierte Gesundheit (fiese Männergrippe!) und – leider die Lust zu diesem NEO etwas zu schreiben.

Das Titelbild fand ich erstmal sehr schön – dabei blieb es aber leider auch.

Worum geht es in „Welt der Hoffnungslosen“?

Im Großen und Ganzen ist das schnell zusammengefasst: Man findet ein weiteres System mit einem schreienden Stern, beschließt den abzuschalten statt einfach daran vorbeizufliegen und landet erstmal auf dem falschen von zwei Planeten. Dort werden die mit Dunkelleben Infizierten des Kompariats abgeladen und sich selbst überlassen, da das eigentlich halbwegs human gedachte System nicht funktioniert.

Nach Startproblemen kommt es zur Verständigung mit einigen Todgeweihten, die es durch Symbiose mit der hiesigen Natur geschafft haben länger zu überleben und es stellt sich heraus, dass Planet Nummer 2 anzufliegen ist. Außerdem wird ein weiterer Oproner gerettet, dessen Aufgabe es war für Ordnung zu sorgen, der aber stattdessen lieber eine Runde im Tiefschlaf verbracht hat – in der Hoffnung auf bessere Zeiten.

Auf Planet 2 wird der Stein „gemutet“ und weiter geht die Reise.

Wie hat mir „Welt der Hoffnungslosen“ gefallen?

Da ich an dieser Stelle immer die positiven Aspekte beschreibe, fange ich auch damit mal an:

Die Welt der Hoffnungslosen an sich wurde von Susan Schwartz wie gewohnt liebevoll ausgestaltet und plastisch beschrieben. Die Protagonistin auf Seiten der Hoffnungslosen war anfangs durchaus interessant, wurde dann aber lieder ewig nicht erwähnt und am Ende wurde sie mir zu flach.

Was war nicht ganz so gelungen?

In diesem Roman leider so einiges. Ich habe mit der gesamten Handlung nicht viel anfangen können. Die erste Frage die sich mir stellte war, warum fliegen die nicht einfach weiter? Das wurde dann beantwortet mit „wir würden zu lange im Bereich des schreienden Steins bleiben.“ Während der Mission zog sich die FANTASY dann ein Stück aus dem System zurück und dadurch ging es dann. Etwas eigenwillig, aber was solls. Dann schien mir die gesamte Mission irgendwie völlig ungeplant. Rhodan und Co. laufen einfach mal drauflos, sind relativ unbedarft und rennen so natürlich dann doch in eine so gaaaanz überraschende Gefahr. Am Ende ist recht schnell alles Friede, Freude, Eierkuchen und der olle Stein wird von Tekener ausgeschaltet (ja, er musste sich anstrengen, aber so ganz schwierig wars nicht…).

Am meisten stört mich aber aktuell, dass die vorher beschworene Transitionsallergie von Perry plötzlich kaum noch eine Rolle spielt. Bisher wurde es so dargestellt, dass ihn jede Transition umbringen könnte. Plötzlich hüpft die FANTASY aber wieder fröhlich durch das All. Es wird zwar immer mal wieder gesagt, dass das nicht ideal für ihn ist, aber die Dramatik ist dahin.

Fazit:

Leider kann NEO 212 nicht an den sehr guten Vorgänger anschließen. Ich hatte wirklich meine Probleme beim Lesen und auch dabei mich zu diesen Zeilen zu motivieren. Nach der Welt der Hoffnungslosen stirbt aber meine Hoffnung auf Besserung nicht.

Für NEO 212 gibt es aufgrund oben beschriebenen Kritikpunkten leider nur 3 von 10 Punkten.

Rüdiger Schäfer berichtet über den „Krieg in meinem Kopf“

Ich bleibe aktuell beim YouTube-Format. Habe da irgendwie meinen Spaß dran. Hier findet ihr, was ich zum Staffelfinale zu erzählen habe. DIeses Mal mit einer ausdrücklichen SPOILERWARNUNG! Ich fasse in dem Video die Handlung grob zusammen. Wer ihn also noch nicht gelesen hat, sollte vielleicht den mittleren Teil auslassen. 😉

Trotz mehr Licht bleibt der Bond-Bösewicht-Eindruck irgendwie erhalten. Naja, ich habe es versucht…

Susan Schwartz schickt zwei Geschwisterpaare in den „Einsatz auf Ertrus“

Ertrus! Ick freu mir! Irgendwie mochte ich die riesigen Kolonisten von der Hochschwerkraftwelt schon immer gern, da ist es mir eine besondere Freude, dass sie in NEO nun auch endlich eine Rolle spielen. Dementsprechend groß war auch die Spannung und die Vorfreude auf den neuen NEO von Susan Schwartz.

Ronald der alte Zocker…auf Ertrus macht er weiter. Das Titelbild finde ich mal wieder sehr gelungen.

Worum geht es in „Einsatz auf Ertrus“?

Der Titel verrät ja grundsätzlich schon so einiges und viele weitere Dinge kann man sich als fleißiger NEO-Leser selbst zusammenreimen. Unserem Perry fehlen Hyperkristalle, damit er mit einem mysteriösen neuen Schiffchen einmal quer durch die Milchstraße düsen kann, um seine fiese Mischung aus Lashatviren, Dunkelleben und stotterndem Zellaktivator in den Griff zu bekommen. Was liegt also näher, als dem bösen Geminga-Kartell ein paar Gemingakristalle abjagen zu lassen? Und wer wäre dazu besser geeignet als die Agenten 007 und…ach ne, Thomas und Farouq Rhodan da Zoltral – die sollten sich auch Nummern geben lassen, die Namen sind sperrig, speziell für die Handlungszusammenfassungen bei der #Perrypedia…

Da sich ein gewisser Ronald Tekener – seines Zeichens Spieler, Alkoholiker, Kleinkrimineller und Hondrohasser – auch ganz gut in diesen Kreisen auskennt, aber nicht ohne seine Schwester losziehen will, werden es also zwei Geschwisterpaare die in den Einsatz gehen. Der Grundstein ist gelegt, auf ins Abenteuer nach Ertrus. Was da dann genau passiert erfahrt ihr wie immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Einsatz_auf_Ertrus

Wie hat mir „Einsatz auf Ertrus“ gefallen?

Als erstes einmal ein riesengroßes Lob an Uschi Zietsch aka Susan Schwartz für die detaillierte Beschreibung des Kreitsystems sowie von Ertrus an sich inklusive der Besonderheiten von Flora und Fauna des Planeten. Auch die Vorbereitung auf den Einsatz mit langsamer Steigerung des Atmosphärendrucks und der Schilderung der Schutzausrüstung fand ich spitze. Das hat der Kolonie einfach noch viel mehr fremdartigen Charme gegeben und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dazu fängt Ronald Tekener an, mir als (NEO-)Figur immer mehr Spaß zu machen. In der EA war er nie so ganz „mein“ Charakter, aber hier macht er echt Freude. Seine Schwester finde ich immer noch doof, aber das ist völlig okay, denn es muss auch Figuren geben, die man als Leser mal nicht mag. 😉

Kleiner Spoiler: Die ertrusischen „Kampfratten“ haben mir irgendwie auch gefallen. Zwar nicht sonderlich originell, aber die Vorstellung war trotzdem spannend.

Insgesamt hatte ich während des gesamten Romans wirklich viel Lesespaß, ausgesprochen sehr wenige bis gar keine Längen und eine spannende, gut choreografierte Handlung, die an Ende mit einer Wende daherkommt, die ich tatsächlich so nicht erwartet habe. Für mich ein wirklich toller NEO!

Was war nicht ganz so gelungen?

Da fällt mir eigentlich nur eines ein: ich persönlich hätte mir mehr direkt handelnde Ertruser gewünscht. Diese spannenden Riesenbabys waren leider nur eine Randnotiz und durften am Ende ein bisschen rumballern. Das wäre aber hier nur das Tüpfelchen auf dem i gewesen und fällt nicht so serh ins Gewicht.

Fazit:

Ein wirklich gelungener NEO von Susan Schwartz. Es geht langsam aber sicher auf das Staffelfinale zu und ich freue mich drauf!

Susan verdient sich dafür spektakuläre 9 von 10 Punkten. 🙂

Für Arno Endler ist die „Letzte Hoffnung Mimas“

Arno Endlers Beiträge zu Perry Rhodan NEO hatten mich bisher noch nicht so vom Sockel gehauen. Dieses Mal war das – bis auf ein paar kleinere Schönheitsfehler – anders!

Das Titelbild gefiel mir ausnahmsweise so gar nicht – normalerweise liebe ich die Bilder von Dirk Schulz. Irgendwie entspricht Sud nicht ansatzweise meiner Vorstellung…aber so ist das manchmal. 🙂

Worum geht es in „Letzte Hoffnung Mimas“?

Unser aller Perry klappt nach einer Transition einfach zusammen und zeigt seltsame Symptome. Die Ärzte sind ratlos und schaffen ihn nach Mimas, wo aber aufgrund anderer Umstände grade Chaos herrscht. Da ist guter Rat teuer, bzw. die passende Therapie schwierig. Wer es nicht abwarten kann ohne den Roman selbst zu lesen erfährt hier mehr:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Letzte_Hoffnung_Mimas

Wie hat mir „Letzte Hoffnung Mimas“ gefallen?

Der Roman schließt für mich qualitativ an den hervorragenden 205er NEO von Rüdiger Schäfer an. Hochspannender, Medizin-Thriller mit Wendungen, Irrungen und Wirrungen. Neue Informationen, ein kleiner Cliffhanger am Ende und wirklich tollen Charakteren mitsamt ihren Geschichten. Mir haben hier vor allem die „kleinen Charaktere“ Spaß gemacht, welche eine Rolle abseits des ganz großen Geschehens hatten, wie der Imarter Segue, der wie ein Verrückter für seine Kolonialbrüder kämpft und in Gewissenskonflikte gebracht wird. Wirklich toll beschrieben. Auch Der Chefarzt der CREST II, Dr. Drogan Steflov, hat einiges an Profil gewonnen und ist ein spannender Protagonist geworden.

Insgesamt also wirklich großer Lesespaß und dank des Cliffhangers große Vorfreude auf NEO 207!

Was war nicht ganz so gelungen?

Zwei Dinge: Ferronen schwitzen nicht, sie spucken! Also können sie auch schwerlich nach Schweiß riechen…das hat die Pilotin der ALEXANDER FLEMING aber in diesem Roman gleich zweimal hinbekommen. 😉

Schlimmer fand ich persönlich den Namen des Chefarztes. Das hat mich wirklich genervt, weil ich zwischendurch schon dachte ich bin selber vielleicht zu blöd es mir korrekt zu merken: der Gute heißt Drogan, nicht Dragon, oder? Aber egal wie, es wurde ständig im Wechsel verwendet. Das hat den Lesefluss bei mir echt gestört und ist etwas, das eigentlich hätte auffallen müssen. Wenn es einmal passiert…okay. Zweimal…naja, Schwamm drüber. Aber ein Wechsel bei fast jeder Erwähnung des Vornamens? Das ist nicht so angenehm zu lesen.

Fazit:

Bis auf die formalen Fehler war das ein toller Medizin-SF-Thriller und der beste NEO, den ich bisher aus der Feder von Arno Endler gelesen habe. Danke für die tolle Unterhaltung! 🙂

Ich gebe dafür 8,5 von 10 Punkten. 🙂

Oliver Plaschka stellt uns Ronald „Tekener“ vor!

Bekannte Namen aus der Erstauflage führen bei mir stets zu großer Freude – in diesem Fall zu großer Vorfreude. Ronald Tekener, in der EA bekanntlich seit einiger Zeit dahingemeuchelt, wird bei NEO also eingeführt. Obwohl der EA-Tekener nie so völlig mein Fall war, blieb doch die Spannung, was hier mit ihm passiert. Immerhin ist er eine der ganz großen Figuren und im Paralleluniversum auch ein Zellaktivatorträger der weit über tausend Bände die Handlung mitgeprägt hat. Speziell die großen Tekener-Fans – teilweise aus der EA ausgestiegen dank seines Dahinscheidens – sollten vielleicht dann doch mal einen Blick in NEO werfen, oder? 😉

Ronald Tekener – Über das Cover gab es zuvor geteilte Meinungen, ich persönlich finde es gut getroffen.

Worum geht es in „Tekener“?

Na…dreimal dürft ihr raten… 😉

Spaß beiseite, der gute Ronald ist ja – aus den vorherigen NEOs bekannt – in der Hand von Iratio Hondro. Das findet sein Schwesterherz natürlich weniger erquickend und sucht verzweifelt nach jeder Spur. Unterstützung bekommt sie von den Rhodan-Bengeln, welche inzwischen zugegeben ziemlich erwachsen sind. Die haben aber als Agenten der Abteilung III eigentlich ein anderes Ziel, nämlich Hondro selbst. Ganz nebenbei erfahren wir auch noch ein bisschen was zur Familiengeschichte der Tekeners. Genauere Inhaltsangabe gibt’s wie immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Tekener_(PR_Neo-Roman)

Wie hat mir „Tekener“ gefallen?

Wie schon der Vorgänger von Ruben Wickenhäuser, bekommen wir auch hier als Leser eine Art SF-Agententhriller mit einigem Tempo, Action und durchaus kurzweiliger Story geboten. Ronald Tekener fand ich persönlich schön charakterisiert und er bekam eine gute Einführung in NEO, auch – oder vielleicht auch grade weil – er in vielen Bereichen so ganz anders daherkommt als der Tek aus der EA. Trotzdem erkennt man ihn in bestimmten Situationen schon wieder. Die Teile, die direkt Ronald Tekener gezeigt haben, haben mir viel Freude gemacht. Was mir hier auch ganz gut gefallen hat war die Schilderung von Iratio Hondro. Der finstere Geselle hat irgendwie mehr Substanz bekommen und entwickelt sich zu einem Bösewicht, den ich auch charakterlich ernstnehmen kann (von seinen Fähigkeiten ist er ohnehin ernstzunehmen)…

Was war nicht ganz so gelungen?

…aber leider fand ich den Rest der Story recht wenig packend. Jessica Tekener geht mir ehrlicherweise gehörig auf den Zeiger. So eine uneinsichtige Zicke. Aber auch Farouq Rhodan ist kaum besser. Was mir hier nicht ganz so gut gefallen hat war außerdem die Schilderung von Plophos. Sicherlich gab es von Oliver Plaschka einen Gesamteindruck von New Taylor und ein bisschen was an Zusatzinfos über Flora und Fauna, allerdings war das für meinen Geschmack atmosphärisch ein Level unter dem was Ruben zwei Wochen vorher abgeliefert hat. Während Olymp mir Gänsehaut bereitete, weil es so realistisch erschien, ist Plophos irgendwie…austauschbar. Das fand ich schade, aber vielleicht ist das ja nur mir so gegangen.

Fazit:

„Tekener“ war für mich leider nicht der erhoffte Roman mit Knalleffekt, aber auch bei Leibe kein schlechter NEO. Die eine oder andere Feinheit fehlte mir schon, speziell in der Beschreibung von Plophos, aber ich würde den Roman ganz subjektiv in die gehobene NEO-Mittelklasse einordnen. Vielleicht hat der Titel auch einfach meine Erwartungen zu hoch getrieben. 😉

Daher vergebe ich hier 6,5 von 10 Punkten.

Ruben Wickenhäuser ermittelt in Sachen „Geminga-Morde“

Ich hatte mich im Vorfeld wirklich auf diesen Roman gefreut, ich mag einfach den Stil von Ruben Wickenhäuser. Auch nach der Lektüre muss ich sagen, dass Ruben als Autor einen tollen Job gemacht hat. Sein vierter Beitrag zu NEO hat mir viel Spaß gemacht.

Das Titelbild passt atmosphärisch perfekt zum Roman!

Worum geht es in „Die Geminga-Morde“?

Im Großen und Ganzen um die Jagd nach Iratio Hondro durch die Rhodan-Bengels. Jessica Tekener – die Frau mit dem berühmten Nachnamen – spielt ebenfalls eine Rolle. Das Ding spitzt sich nach hinten natürlich zu und…ach lest selber wenn ihr Spoiler wollt 🙂 :

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Die_Geminga-Morde

Wie hat mir „Die Geminga-Morde“ gefallen?

Atmosphärisch fand ich diesen Roman einfach großartig. Ruben Wickenhäuser versteht es auch in seinem vierten NEO eine dichte und sehr detailliert ausgeschmückte Welt zu erschaffen. Olymp war als Leser fast schon haptisch spürbar – ganz großes Kino. Inhaltlich war es durchaus spannend, hatte eine interessante Nebenfigur und war stimmig. Insgesamt machte die Story mir den Eindruck eines gut gemachten Agententhrillers mit SF-Anstrich, hat mir gefallen. Hatte natürlich irgendwie auch etwas von den alten Planetenromanen. 🙂

Was war nicht ganz so gelungen?

Ich habe nicht viel zu meckern, das einzige, was ich am Ende sagen muss ist: der Schluss war eigentlich absehbar und ich habe nicht wirklich etwas anderes erwartet. Fast jeder andere Ausgang hätte mich überrascht, daher fand ich persönlich die Story etwas zu vorhersehbar. Abgesehen davon empfinde ich die Figur der Jessica Tekener aktuell noch als etwas wechselhaft und unausgereift. Das mag aber daran liegen, dass wir noch nicht so wirklich viele Hintergründe kennen. Sie ist interessant, aber überzeugt mich noch nicht wirklich.

Fazit:

Ein toll geschriebener NEO mit dichter und packender Atmosphäre. Mir fehlte ein wenig der Überraschungseffekt, aber trotzdem hat NEO 202 mir viel Spaß beim Lesen gemacht. Ich hoffe nun natürlich in NEO 203 „Tekener“ auf den ganz großen Knaller, wenn der „echte“ Tekener – nicht seine Schwester – wirklich die NEO-Bühne betritt.

Hondro mag ich noch immer nicht, allerdings hat er dieses Mal nicht so penetrant genervt wie in NEO 201 😉

Ich war sehr gut unterhalten, hatte Spaß beim Lesen und mag nicht zu viel mosern. Daher vergebe ich hier sehr gute 8 von 10 Punkten. 🙂

Michelle Stern und Lucy Guth sind auf der „Mission auf Mimas“

Neue Epoche, neue Staffel, neue Autorin. Passt, also gespannt ran ans Werk. Mission auf Mimas klang als Titel erstmal nach einem geheimen Einsatz auf dem Saturn-Mond. Im Nachhinein finde ich den Titel irgendwie unpassend, aber dazu später mehr.

Das Titelbild vermittelt einen netten Eindruck des Medomondes Mimas

Worum geht es in „Mission auf Mimas“?

Wie der Titel verrät, spielt ein Großteil der Handlung auf Mimas, wo – wie in der Erstauflage – ein großer medizinischer Komplex entstanden ist. Der im Vorgänger gefangengenommene Iratio Hondro liegt da paralysiert herum und wird unerlaubterweise einfach wach. Dann bricht natürlich das eine oder andere Chaos aus, aber dazu lest ihr hier mehr:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Mission_auf_Mimas

Wie hat mir „Mission auf Mimas“ gefallen?

Wenn ich ganz ehrlich bin nicht ganz so gut. Ich hatte etwas zu kämpfen, fand den Einstieg recht zäh und das Thema, welches den Roman wie ein roter Faden durchzieht, ist auch nicht so ganz meins. Das bedeutet nicht, dass NEO 201 schlecht geschrieben oder total verrockt ist, aber ich hatte ganz persönlich so meine Mühe.

Was mir gefallen hat, war vor allem, dass es weitere Hintergrundinformationen zu den Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte gab. Drei Träger der ominösen Winterschlaf-Zellaktivatoren wurden kundgetan, die Entwicklung der terranischen Mutanten wird in eine neue (alte) Richtung gelenkt und es werden biografische Daten zu einem gewissen Iratio Hondro offenbart. Das war neben der Haupthandlung schön eingeflochten.

Was war nicht ganz so gelungen?

Fangen wir beim Titel an: der erschließt sich mir nicht ganz, wer hat denn da auf Mimas eine „Mission“? Aus meiner Sicht wäre „Jagd“ oder „Chaos“, von mir aus auch „Alarm“ oder „Flucht von Mimas“ passend gewesen, aber sei es drum.

Wichtiger ist – und an dieser Stelle folgen kleine SPOILER – dass das Thema der geistigen Beeinflussung mich nur bedingt fesseln kann, das war in der EA auch schon seit jeher so. Overhead, Suggestoren, Hypnos und auch die ollen Cappins waren mir immer suspekt. Das Ganze wurde zwar von den beiden Autorinnen ordentlich geschildert, trotzdem hat es mich nicht so ganz mitgenommen. Die ungeheure Macht, die Hondro scheinbar besitzt, erscheint mir im ersten Moment etwas „too much“. Ich bin gespannt, was sich daraus noch entwickelt und wie diese Verdunklung erklärt wird, aber die Gabe an sich gefällt mir wenig. Trotz alledem glaube ich, dass aus Hondro ein interessanter Antagonist werden kann, wenn es gelingt, seine Fähigkeiten nicht zu sehr ausufern zu lassen. Wobei ich das eben hier schon fast zu viel fand.

Fazit:

Thematisch nicht ganz meins, „handwerklich“ gut geschrieben und trotz aller Kritik ein ordentlicher Einstieg für Lucy Guth. Ich hoffe sie bekommt die Chance ihr Können in thematisch anders ausgerichteten NEOs erneut unter Beweis stellen zu können.

Aufgrund der oben beschriebenen persönlichen Abneigung gegen das Hauptthema und die aus meiner Sicht übertriebene Darstellung Hondros gibt es von mir heute nur 4,5 von 10 Punkten. Aber wie gesagt habe ich große Hoffnung, dass daraus etwas wachsen kann, was mir auch wieder mehr Spaß bereitet. 😉