Die Expokraten brennen ein Feuerwerk ab, und zwar „Am Ende aller Tage“

Große Vorfreude, große Erwartungen und ein wenig Skepsis ob der vielen offenen Fragen hielten sich im Vorfeld dieses Epochenfinales bei mir die Waage. Die Vorfreude war durchaus berechtigt, die Erwartungen wurden zu großen Teilen erfüllt, allerdings hatte auch meine Skepsis ihre Berechtigung. Aber dazu später mehr.

Worum geht es in „Am Ende aller Tage“?

Der Titel passt hervorragend zu einem Roman, der die Ereignisse von 85 Millionen (Handlungs-) Jahren abschließt, oder? Ich persönlich fand das sehr treffend. Natürlich geht es im Staffel- und Epochenfinale um den Abschluss des großen Feldes um den Konflikt zwischen ANDROS und ES, das Ende des sogenannten Ringens, darum, ob die Menschheit weiter existieren darf oder pulverisiert wird und ein bisschen auch darum, welche Haupt- und Nebenfiguren noch über die Klinge springen müssen. Ganz viel Stoff für ganz knappe 160 Seiten wie ich finde.

Die ausführliche Zusammenfassung findet ihr wir immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Am_Ende_aller_Tage

Wie hat mir „Am Ende aller Tage“ gefallen?

Vorneweg: insgesamt sehr gut! War der Abschluss perfekt? Nein, aus meiner Sicht nicht…aber wer oder was ist schon wirklich perfekt? War der Abschluss spannend, unterhaltend, mitreißend und im Großen und Ganzen rund und gelungen? Aus meiner Sicht definitiv! Unsere Expokraten haben hier ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Um das etwas klarer zu besprechen muss ich (zumindest ein wenig) spoilern:

Dass unser guter, alter Perry irgendwie überlebt war wohl so ziemlich jedem, der in irgendeiner Weise mit der Materie vertraut ist, klar. Wie er das schafft, fand ich persönlich etwas eigen, siehe unten, aber klar war es. Dass Tuire Sitareh über die Klinge springen soll oder muss, wurde vorher oft genug erwähnt. Allerdings bleibt diese Tür – zumindest einen winzigen Spalt breit – offen, denn sein endgültiger Tod wurde nicht erwähnt! Ich glaube zwar nicht daran und es wäre auch schwierig, das glaubhaft zu verkaufen, aber ein wenig hoffe ich noch immer, dass der olle Aulore wieder auftaucht. Ich mochte diese Figur immer sehr gerne.

Insgesamt kommt das Finale mit erstaunlich wenigen – bestätigten – Toten aus, nämlich mit genau einem: Huang Wei, der für ein Täuschungsmanöver von ES in den Tod ging. Alle anderen sind wohlauf.

Die verschiedensten Handlungsfäden wurden von Rüdiger und Rainer in diesem Band zusammengeführt. Angefangen von der Frühzeit von NEO bis hinein in die aktuelle Staffel. Ich finde, dass die beiden das sehr schön gelöst haben und tatsächlich das Spielfeld einmal komplett freigeräumt haben für die neue, kommende Epoche. Mir hat dieser NEO wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich habe ihn „in einem Rutsch“ gelesen, was bei mir eher selten vorkommt. Ein paar kleine ABERs gibt es dann allerdings doch noch:

Was war nicht ganz so gelungen?

Mir fehlten ein paar Dinge in diesem Abschluss. Zunächst einmal: wo zur Hölle sind Eric Leyden, Abha Prajapati und Luan Perparim? Die wurden mit Tro Khon so effektvoll aus der Handlung geschrieben, dass ich mir absolut sicher war, dass sie irgendwie mit einem Knalleffekt im Abschlussband auftauchen. Aber keiner davon, auch nicht Tro Khon. Am Ende dachte ich, ich habe ein paar Seiten ausgelassen. Das hat mich ziemlich irritiert und ich hoffe, dass diese Figuren wieder auftauchen, denn sie stillschweigend zu vergessen würde mich wirklich ärgern. Das macht ihr nicht liebe Expokraten oder? Ihr wollt mich nicht ärgern, oder? 😉

Dann ist da diese Sache mit dem Geschenk von Avandrina di Cardelah auf dem Mars. Da war doch was? Ich dachte auch hier, dass wir noch mehr erfahren, vermute und hoffe aber stark, dass das in NEO 200 erfolgt. Hier kann ich noch ganz gut akzeptieren, wenn das später geklärt wird, beim Leyden-Team bin ich – wie gesagt – mehr irritiert.

Ein weiterer offener Handlungsfaden: dieses komische Artefakt aus NEO 188, welches Icho Tolot damals unter Einsatz seines Lebens und eines seiner Herzen Massmer Tronkh entwendet hat. Danach hat man von dem Ding nie mehr gehört! Dabei schien es in dem Roman so ungemein wichtig und geheimnisvoll. Was war das denn? Da habe ich seitdem drauf gewartet, denke aber, dass ich auch weiter warten werde…und zwar erfolglos. 😦

Zu guter (oder schlechter) Letzt: Rhodans Rettung durch Atlan und Mirona. Ganz ehrlich ist das für mich irgendwie haarsträubend an selbigen herbeigezogen gewesen. Es herrscht das absolute hyperphysikalische Chaos, die Verrytsphäre ist angeblich das einzige Schiff, welches sich Palagola nähern kann und das dabei nicht sofort zerbröselt. Es wird sogar explizit erwähnt, dass auch Schaltschiffe der Meister der Insel Probleme bekommen…und dann, kurz vor Perrys Exitus finden die beiden Turteltauben den Terraner in seinem ultimativen Anti-ANDROS Schiffchen, welches auseinanderfällt und retten ihn per spontan aufgebautem Halbraumtunnel, Millisekunden bevor es tatsächlich pulverisiert wird…

Mir war das zu viel seltsamer Zufall. Versteht mich nicht falsch, ich weiß selber keine viel bessere Lösung, aber diese war mir zu konstruiert. Allerdings muss ich es auch nicht besser machen, ich bin ja kein Autor, geschweige denn Expokrat. 😉

Fazit:

Bei aller Kritik – ich finde die muss erlaubt sein – hat mich NEO 199 wahnsinnig gut unterhalten und hat die meisten Handlungsfäden zu einem würdigen und sinnvollen Abschluss gebracht. Es gab das nötige Feuerwerk, es gab Pathos, es gab Überraschungsmomente (wenn auch nicht so viele wie ich dachte) und es gab ein happy End. Wie gesagt würde ich nicht von perfekt sprechen, von sehr gut aber allemal. Daher für das Staffel- und Epochenfinale:

8 von 10 Punkten.

Nun ist die Vorfreude auf NEO 200 angesagt…Kolonien, das heißt Siganesen, Plophoser, Epsaler und viele mehr. Dazu Tekener und „der Mann aus Glas“. Was für NEO-Aussichten! 🙂

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Kai Hirdt schildert das „Duell der Bestien“

Ich habe bereits am Sonntag den 14.04. die Leseprobe in wenigen Zügen „inhaliert“ und war wie elektrisiert (ja, ich bin ein Poet, das reimt sich 🙂 ). Das Warten auf den gedruckten NEO im Briefkasten war anschließend fast eine Qual, hat sich aber gelohnt.

Worum geht es in „Duell der Bestien“?

Es geht stark Richtung Staffelfinale, ach was sage ich, Richtung Epochenfinale! Icho Tolot, Andromeda, Perry weiter im „Gedächtniskoma“, Thora als besorgte und oft giftige Ehefrau, Mirona Thetin, Masmer Tronkh und vieles mehr in einem Taschenheft. Leute, das war ein Feuerwerk! Hier geht’s zur Handlungszusammenfassung:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Duell_der_Bestien

Wie hat mir „Duell der Bestien“ gefallen?

Dass ich ein Fan von Kai Hirdt bin ist wahrscheinlich inzwischen bekannt. Auch dieser Roman nimmt sich da nicht aus, ich fand ihn großartig. Das Finale der Staffel ist eingeleitet, die Vorarbeit wurde mit Bestnote geleistet, nun wird der Abschlussroman der beiden Exposéautoren zeigen, ob diese Epoche zu einem „runden Ende“ kommt. Aber bleiben wird bei NEO 198: Kai Hirdt nimmt sich in seinem Werk viele Dinge gleichzeitig vor. Er rekapituliert in Kurzform die Ereignisse und bekannten Hintergründe seit (mindestens) METEORA. Er führt ein paar weitere Hintergründe in die Handlung ein, bringt einen Handlungsstrang um Tolot und Tronkh zu Ende und leitet furios und dramaturgisch gekonnt in ANDROS‘ Heimat die finale Auseinandersetzung ein. Ich hatte einen riesigen Spaß beim Lesen, bin hoch erfreut, wie die einzelnen Fäden der letzten 100 Bände langsam zusammenfinden und bin hochgespannt auf NEO 199, in dem hoffentlich auch noch die letzten, großen offenen Fragen dieser Epoche beantwortet werden. Ich erwarte keine Antwort auf jede Kleinigkeit, aber doch auf die vielen großen und mittelgroßen Fragen. 😉

Was war nicht ganz so gelungen?

Da kann ich wenig benennen. Vielleicht könnte man argumentieren, dass durch die hohe Dichte an zu verpackender Themen der Roman etwas „vollgestopft“ wirkt, allerdings habe ich persönlich das nicht als schlimm empfunden. Ja, die Packungsdichte der Informationen war schon hoch, aber genau das erwarte ich ja irgendwie im mit diesem NEO eingeleiteten Staffelfinale. Ergo: diese „Kritik“ ist eigentlich keine…

Fazit:

Was soll ich noch sagen? Kai Hirdt überzeugt mich wie (fast) immer vollständig und es war mir eine Freude diesen NEO zu lesen. Meine Vorfreude auf NEO 199 und danach NEO 200 ist gewaltig, meine Erwartung allerdings ebenso. Kai Hirdt hat die Messlatte auf jeden Fall sehr hoch gelegt.

Das „Semifinale“ der Epoche bekommt von mir 9,5 von 10 Punkte.

Ruben Wickenhäuser reist mit uns in die Eastside und dort entsteht „Der Dimensionsblock“

Ich muss ja sagen, ich mag die Blues. Auch wenn sie bei NEO Azaraq statt Jülziish heißen sind mir die Tellerköpfe sympathisch. Worüber ich mich schon vorab besonders gefreut habe war, dass mit Ruben Wickenhäuser ein Autor diesen Roman verfasst hat, dessen Beitrag aus der Blues-Staffel mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist.

Worum geht es in „Der Dimensionsblock“?

Tja…die Handlung spielt in der Eastside der Milchstraße bei den Azaraq. Wenn wir uns zurückerinnern und überlegen, was die Verbindung zur aktuellen Handlung sein könnte, ist es kaum ein Spoiler, wenn ich verrate, dass es um Moloch und das Suprahet geht. Was da aber genau passiert und was ein Dimensionsblock eigentlich ist, erfahrt ihr hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Der_Dimensionsblock

Wie hat mir „Der Dimensionsblock“ gefallen?

Ruben Wickenhäuser hat definitiv ein Händchen für Azaraq! Ich finde die Charakterisierung dieses Fremdvolkes gelingt ihm auch in diesem NEO genauso hervorragend wie in seinem Erstlingswerk. Sowohl Verhalten und Gedankengänge von Tagrep Kerrek, als auch seine Verwunderung über das Verhalten der Menschen sind wirklich toll geschildert. Die Kultur, welche sich klar sich in den beschriebenen Bereichen klar gegenüber dem uns bekannten abgrenzt ist faszinierend.

Alles in allem ist dem Roman anzumerken, dass der Autor mit ganz viel Liebe zum Detail seinen Charakteren Leben eingehaucht hat. Fast alle Personen sind glaubhaft mit Stärken und Schwächen sowie mit Sorgen und Gedanken abgebildet. Das war wirklich toll zu lesen!

Neben dem Azaraq ist auch die Charakterisierung von Faktor VII großartig gelungen. Die Figur bekommt eine erhebliche Tiefe und darf hoffentlich noch häufiger eine gewisse Rolle spielen.

Was war nicht ganz so gelungen?

Dazu muss ein kleiner SPOILER her: Alexander Kapescu und sein völlig irrationales Verhalten am Ende! Da stapft der Typ echt komplett allein los, nur weil er einen Dickkopf hat und obwohl er genau weiß, wie gefährlich dieser Azaraq-Urwald ist? Really? Letztlich war das Ergebnis absehbar und irgendwie hat es mich auch wenig erschüttert…ich dachte nur „Selber schuld du Vollpfosten…“ 😉

Außerdem hatte der Roman meines Erachtens schon ein paar Längen. Ruben hat zwar schon versucht diese sinnvoll zu füllen, aber der Informationsgehalt war zum Teil schon niedrig. Im Endeffekt war hier wohl oft der Weg das Ziel. Nicht immer per se schlecht, aber mir war das anteilig zu wenig.

Fazit:

Die Gesamthandlung und damit das sich anbahnende Staffelfinale hat der Roman – wenn wir ehrlich sind – nicht wesentlich vorangetrieben. Aber das musste er meines Erachtens auch nicht. Trotz Kapescu und der beschriebenen Längen war es für meinen persönlichen Geschmack ein überdurchschnittlich guter NEO. Ruben Wickenhäuser versteht es seine Charaktere bunt und authentisch zu schildern sowie ihnen eine Tiefe zu geben, die durchaus bemerkenswert ist für 160 Seiten. Vielleicht darf er beim nächsten NEO wieder etwas mehr die Rahmenhandlung voranbringen, das würde mich freuen.

Dafür gibt es gute 7 von 10 Punkten.

Rüdiger Schäfer erzählt die Geschichte von „Tuire“

Im Laufe der Zeit hat sich Tuire Sitareh, der mysteriöse Aulore ohne Gedächtnis, aber dafür mit einem geistigen Begleiter der Sorte „Extrasinn – aber irgendwie anders“, zu einem meiner Lieblingscharaktere bei NEO entwickelt. Immer irgendwie geheimnisumwittert und sich selbst nicht geheuer, hat er mir immer viel Spaß gemacht. Nun heißt der aktuelle NEO „Tuire“, es war also klar um wen es gehen wird. Die Vorfreude war bei mir persönlich riesig , zumal mit Rüdiger Schäfer auch noch einer meiner liebsten NEO-Autoren auf dem Cover steht. Gute Voraussetzungen!

Worum geht es in „Tuire“?

Das geht – glaube ich – durch ohne als Spoiler zu gelten: es geht um die Lebensgeschichte von Tuire Sitareh. Dieses Mal die vollständige Lebensgeschichte. Bruchstücke haben wir nach und nach ja immer mal wieder bekommen, aber hier liegt sie nun offen vor uns: die Story des mysteriösen Auloren. Wir erfahren heuer sogar was ein „Aulore“ eigentlich ist. Das fand ich ja beim Lesen irgendwie grandios gelöst. 🙂

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Tuire

Wie hat mir „Tuire“ gefallen?

Ehrlich gesagt bin ich beim Schreiben dieser Zeilen noch minimal unschlüssig. An sich würde ich sagen, das war ein sehr starker NEO den Rüdiger da (mal wieder) abgeliefert hat. Die Story hat mich fast durchgehend gefesselt, Tuire Sitareh ist – sagte ich das schon? – ein cooler Charakter, wir werden durch Höhen und gaaaanz tiefe Tiefen seines Lebens geführt und am Ende ist sein Mysterium für den Leser gelöst.

Tuire bekommt in diesem Roman noch mehr Tiefe als er ohnehin schon hatte, flüchtige Bilder seiner Vergangenheit aus vorigen Romanen bekommen einen sinnvollen Kontext – das hat Spaß gemacht.

Was war nicht ganz so gelungen?

Ich fand die Entwicklung des Charakters schon grundsätzlich toll beschrieben, an zwei oder drei Stellen aber irgendwie für meinen Geschmack zu „sprunghaft“…mir fällt kein besseres Wort dafür ein.

Dazu folgender, kleiner SPOILER:

Tuire durchlebt mindestens zwei Mal von jetzt auf gleich sehr gegensätzliche Emotionen wie „Ich bin ein schlimmer Loser“ zu „Ich nehme mein kosmisches Schicksal an, schaka wir schaffen das!“.

Auch wenn sowohl Ernst Ellert als auch Avandrina di Cardelah sicherlich so ihre eigenen, ganz speziellen Möglichkeiten haben, schien mir das doch „per Handauflegen“ irgendwie sehr abrupt.

Dann das Ende des Romans…

Auch hier SPOILERWARNUNG: Ich muss gestehen, dass ich das Ende nur bedingt verstanden habe. ES gesteht Thora, dass er bzw. sie eigentlich gekommen ist um der Arkonidin „persönlich“ zu sagen, dass Tuire und Perry sterben müssen, damit ANDROS besiegt werden kann. Okay…das kann er ja machen, aber warum erzählt er vorher die ausführliche Lebensgeschichte von Tuire Sitareh? Das erschließt sich mir irgendwie nicht zu 100%, aber wer bin ich, dass ich ES verstehen will? 😉

Fazit:

Insgesamt, den Schluss vielleicht mal etwas ausgeklammert, ein wirklich guter NEO. Vielleicht nicht ganz so grandios wie der Vorgänger, aber trotzdem weiter auf dem sehr hohen Niveau der Bestien-Staffel. Rüdiger Schäfer kriegt von mir für „Tuire“ daher

8,5 von 10 Punkten.

Rainer Schorm schickt uns in die „Abgründe der Zeit“

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, hat inzwischen mitbekommen, dass ich mit Romanen von Rainer Schorm häufiger so meine Mühe habe. In diesem Fall war das aber komplett anders. Aus meiner persönlichen Sicht der beste NEO aus seiner Feder – Chapeau!

Worum geht es in „Abgründe der Zeit“?

Ohne groß zu spoilern: Haluter und Bestien! Hach war das ein großartig. Ich liebe diese riesigen, brutalen, vierarmigen Biester und ihre kleinen sanftmütigen Schwestern. 😉 Außerdem geht natürlich Perrys Mission weiter und wir erfahren was „zuhause“ im Sol-System so vorgeht. Da sitzen ja schließlich auch noch einige wichtige Handlungsträger wie Thora, ihre Kinder oder NATHAN rum. Der Teil um ANDROS und NATHAN ist allerdings schnell abgefrühstückt und stattdessen gibt es die faszinierende Geschichte der Haluter serviert.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Abgr%C3%BCnde_der_Zeit

Wie hat mir „Abgründe der Zeit“ gefallen?

Ich schrieb es bereits, das war meiner Meinung nach der bisher beste Roman von Rainer Schorm. Die Geschichte der Haluter als solche war faszinierend. Eingebettet in der Form, die er hier gewählt hat war es der Hammer! Ich bin restlos zufrieden und freue mich immer noch, dass die Bestienstaffel insgesamt bisher so viel Spaß macht. Großes Kino. Ich würde hier ja gern noch mehr lobhudeln, aber zum einen würde ich dann ins spoilern abgleiten und zum anderen muss ich jetzt Andreas Eschbachs „Perry Rhodan – Das größte Abenteuer“ weiterlesen. 😉

Was war nicht ganz so gelungen?

Eigentlich habe ich hier nix zu schreiben…ist das schlimm? Ich denke nicht. Die Winzigkeiten, die es vielleicht gab spare ich mir an der Stelle einfach mal. 🙂

Fazit:

Geile Nummer, die (noch mehr) Lust auf den Rest der Staffel macht. Rainer Schorm, den ich schon häufiger kritisiert habe, liefert hier richtig ab und der Roman verdient sich

9,5 von 10 Punkten.

Kai Hirdt gewährt „den letzten Blick auf Sol“

Wenn Kai Hirdt als Autor auf einem Perry Rhodan oder Perry Rhodan NEO Roman steht, sind meine Erwartungen inzwischen ziemlich hoch, denn er versteht es so gut wie jedes Mal ganz großes Kino zu liefern. In diesem Fall liefert er den letzten Blick auf Sol, welcher – so viel vorweg – spektakulär war!

Worum geht es in „Der letzte Blick auf Sol“?

Ohne zu spoilern: den letzten Blick auf Sol bekommt eine Person, die zumindest für mich, an dieser Stelle absolut unerwartet in die Handlung platzte. Prinzipiell spitzt sich die Situation im Solsystem weiter zu, die wichtigen Handlungsträger versammeln sich nach und nach in der Heimat der Terraner und es ist inzwischen deutlich zu spüren, dass wir auf den Höhepunkt der letzten einhundert Bände zusteuern.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Der_letzte_Blick_auf_Sol

Wie hat mir „Der letzte Blick auf Sol“ gefallen?

Bis auf eine winzige Kleinigkeit (siehe unten) war dieser Roman hervorragend! Unerwartet auftauchende Akteure, Action vom Feinsten und das angekündigte Zusammenführen von Handlungsfäden beginnt ganz deutlich. Viele Puzzleteile bewegen sich in Kais Roman schon deutlich aufeinander zu, ohne schon das komplette Gesamtbild zu enthüllen. Das ist großartig und lässt mich schmachtend zwei Wochen warten, bis es weiter geht. Nachdem ich mit der letzten Staffel ein wenig gehadert habe, gefällt mir die Bestien-Staffel bisher wirklich gut. Ich denke, das wird ein großes Feuerwerk und die nächste Epoche kann von „Altlasten gereinigt“ ganz neu durchstarten. Auch darauf werden schon erste kleine Hinweise eingestreut wie mir scheint, denn Kai erwähnt (Achtung Minispoiler!) dass inzwischen Menschen beginnen bzw. mit dem Gedanken spielen, mithilfe von genetischen Anpassungen Welten zu kolonisieren, die eher ungünstige Lebensbedingungen vorhalten. Ich will NEO-Ertruser, NEO-Siganesen und ähnliche Völker! Hihi. 🙂

Was war nicht ganz so gelungen?

Achtung (Mini-)Spoiler:

Das Verhalten von Icho Tolot ist für mich zunächst nicht ganz nachvollziehbar. In NEO 191 ist er derjenige, der das Leyden-Team auffordert ihn auf eine wichtige Mission zu begleiten, hier lässt er sie nun zurück um Orcus allein anzufliegen und die Menschen vor der Bestie zu schützen. Das passt leider mal wieder nicht so recht zusammen. Auch wenn sein seltsames Verhalten später verständlich wird, hätte er sie dann doch gar nicht erst mitnehmen sollen oder? Ansonsten habe ich wirklich nichts zu mosern und das ist auch zugegeben etwas kleinlich. 😉

Fazit:

FINALEEEE, OHOHOHOOOOO! So fühlt es sich inzwischen wirklich an und ich freue mich auf die restlichen sieben Teile dieses Finales. Das wird – da bin ich ganz sicher – großartig! Ich hoffe nebenbei, dass Kai Hirdt noch einen weiteren Roman zur Bestienstaffel beitragen darf. Nichts gegen die anderen Autoren, das soll keineswegs abwertend klingen, aber ich liebe seine Romane. Ist natürlich ein wenig persönlicher Geschmack. 🙂

Für diesen großartigen NEO vergebe ich großartige 9,5 von 10 Punkten.

Rüdiger Schäfer schließt die Staffel und „Das Suprahet erwacht“

Hui, das war wirklich NEO vom Feinsten mit allem was dazu gehört: Spannung, Action, Emotionen, Geheimnisse, Konflikte und vielem mehr. Aber zunächst zum Inhalt, der diesmal in der Zusammenfassung länger ausfällt…einfach weil wahnsinnig viel erzählt wurde!

Worum geht es in „Das Suprahet erwacht“?

Das sagt im Prinzip schon der Name, das große Übel, was seit mehreren NEOs droht, geschieht nun also tatsächlich…doch der Reihe nach!

Perry Rhodan beobachtet von der MAGELLAN aus, wie terranische und azaraqsche Raumer gemeinsam versuchen, in die richtige Position zu gelangen um mithilfe des Katlyk die Arche der Memeter, die AVEDANA-NAU zu bergen. Nach einiger Zeit, in der die physikalischen und hyperphysikalischen Zustände des Systems immer problematischer werden und einige Schiffe der Azaraq zerstört werden, gelingt die Befreiung tatsächlich.

Die Arche steigt von Impos auf und gewinnt langsam Abstand. Als in der Zentrale der MAGELLAN die ersten Jubelrufe laut werden, geschieht das Undenkbare: ein Energieausbruch von Moloch trifft die Arche, welche zum Teil explodiert und zum Teil auseinanderbricht. In Schockstarre beobachtet Rhodan die Katastrophe, Conrad Deringhouse ist der Erste, der sich fängt und eine Rettungsmission initiiert, denn die Bruchstücke sind teilweise mehrere hundert Meter groß, so dass die Hoffnung auf Überlebende realistisch erscheint.

Perry Rhodan ist entgegen seines Rufes als Sofortumschalter länger handlungsunfähig als viele seiner Offiziere und hadert mit dem Schicksal der Menschheit, als aus dem Nichts der Aulore Tuire Sitareh mitsamt Darojib vor ihm auftaucht und ihn „mitnimmt“.

Rhodan und Sitareh erscheinen unvermittelt in der Zentrale der Arche, welche Rhodan kurz zuvor noch hat auseinanderbrechen sehen. Leyden und Tolot eröffnen ihm, dass durch das Erwachen des Suprahet die Raum-Zeit denaturiert ist und sich Raum von Zeit trennt, was physikalisch eigentlich unmöglich ist. Dadurch existieren jedoch mehrere Realitäten nebeneinander und es besteht noch eine gewisse Hoffnung für die Menschheit. Sitareh drängt zum Aufbruch in die Katakomben von Impos, da er dort einen zweiten „Zeitträger“ benötigt und diesen in Rhodan vermutet.

Nachdem sie den Uterus der unterimposischen Memeteranlage betreten haben, stößt Sitareh plötzlich einen markerschütternden Schrei aus und sein Darojib verfärbt sich von blau in blutrot. Als Rhodan auf ihn zugeht, wird er in die Stadt ohne Himmel versetzt – jene Stadt, in welcher er im Juni 2049 das letzte Duell mit Agaior Thoton ausgefochten hatte. Auf der Suche nach dem Grund seines Hierseins, wandert er durch die Stadt, die ein zukünftiges Terrania darstellt. Er vermutet, dass ES seine Finger im Spiel hat und ruft nach dem Geisteswesen, erhält jedoch keine Antwort. Irgendwann trifft er ein junges, schwarzhaariges Mädchen von dreizehn oder vierzehn Jahren. Sie erschreckt vor ihm, wie er vor ihren nachtschwarzen Augen. Als sie sich doch an ihn herantraut, sagt sie ihm, dass sie Nathalie heißt.

Rhodan ringt um seine Fassung und sucht nach Ähnlichkeiten mit seiner Tochter. Er ruft sich ins Gedächtnis, dass seine Nathalie auf dem Mars auf ihn wartet und dass diese Version eine Kopie sein muss. Genau diesen Gedanken teilt er dem Mädchen mit, welches traurig und abwehrend reagiert.

Nachdem sie sich wieder angenähert haben, möchte Nathalie ihm etwas zeigen und führt ihn zu einem silbrigen See, in dessen Mitte ein Strudel wirbelt. Nathalie wird immer schwächer, flüstert Rhodan noch etwas ins Ohr und stirbt in seinen Armen. Er lässt ihren leblosen Körper in den See gleiten und gibt ihm einen Impuls Richtung Strudel.

Erneut wird Rhodan von einem Augenblick zum anderen in eine neue Umgebung gezerrt. Er leidet für eine nicht definierbare Zeit unglaubliche Schmerzen. Irgendwann meldet sich ES bei ihm und erklärt, dass die Kommunikation schwierig ist und sie sich beeilen müssen. Rhodan, der Antworten haben will, macht dem Geisteswesen Vorwürfe. ES versucht ihm die aktuellen Ereignisse in einen größeren Kontext zu setzen. ANDROS versucht die Entstehung des Suprahet zu forcieren, denn er möchte mit seiner Hilfe sowie der eines weiteren, noch nicht entstandenen Suprahet eine neue Realität entwerfen, in welcher er ohne Qualen leben kann. Denn ANDROS ist ein Zwitterwesen aus dem Einsteinraum und dem Creaversum, leidet durch diese Situation hier wie dort unendlich große Qualen. Auch ES leidet, allerdings nicht so massiv wir ANDROS. ES möchte die Ruptur bis auf den letzten Riss schließen, in der Hoffnung „das Leben an sich“ zu schützen. Weiterhin erfährt Rhodan, dass ANDROS die Allianz auf die Memeter, die Lidurii und später auf die Arkoniden und die Menschheit losgelassen hat. Es sollte um jeden Preis verhindert werden, dass die Rupturen geschlossen werden. ES bezeichnet jedoch ANDROS nicht als böse, sondern sagt, ANDROS würde das was er tut für das Richtige halten. Rhodan will noch mehr Hintergründe wissen, ES antwortet jedoch ausweichend. Lediglich die Frage nach Nathalie beantwortet ES: Nathalie würde das gleiche Licht in sich tragen wie Rhodan und die Nathalie aus der Stadt ohne Himmel sei eine mögliche Zukunftsversion von Rhodans Tochter. Er solle sich jedoch nicht sorgen, er werde bis dahin noch viele schöne Stunden mit ihr erleben. Damit entlässt er Rhodan, welcher plötzlich wieder vor Sitareh steht. Er weiß mit einem Mal, was zu tun ist: er muss mit Tuire in den energetischen Strudel im Bereich der Hallendecke um dort das Initial wieder in den korrekten Schwingungsrhythmus zu versetzen und die Memeter-Mondemaschine zu reaktivieren.

Widerwillig fliegt Sitareh mit ihm in den Strudel, welcher die Realität zu verzerren scheint. Irgendwann erreichen die beiden das Initial, welches sich als riesigen, mehrere Kilometer durchmessende Kugel mit einer Kerbe – welche eigentlich eine tiefe Schlucht ist – zeigt. Nach der Landung erreichen sie nach kurzer Zeit eine Säule. Sitareh berührt sie und sinkt in die Säule ein. Rhodan, der zusehen muss, wie der Aulore komplett versinkt, folgt ihm mit einem schlechten Gefühl.

In der Zeit läuft in der MAGELLAN-Realität die Rettungsaktion weiter. Rund sechzigtausend Terraner konnten bisher aus den Trümmern der Arche geborgen werden. Deringhouse rechnet damit, dass es am Ende etwa einhunderttausend Menschen werden. Allerdings tun sich damit neue Probleme auf, denn wenn die Energieversorgung der Schlafzapfen nicht gewährleistet werden kann, müssen die Terraner geweckt werden und alle diese Menschen logistisch und medizinisch zu versorgen scheint vollkommen unmöglich.

Rhodan findet sich in einer Umgebung wieder, die ihn stark an eine Unterwasserwelt erinnert. Er versucht eine schemenhaft erkennbare Stadt zu erreichen, wird dabei immer schwächer und bemerkt, dass er explosiv altert. Er vermutet, dass das Initial die Energie seines Zellaktivators nutzt und dadurch die eigentlich nach zweiundsechzig Stunden eintretende explosive Zellalterung auslöst. Er verliert das Bewusstsein im festen Glauben zu sterben, aber die Menschheit gerettet zu haben.

Als er wieder erwacht, befindet er sich auf der DOLAN. Sitareh erklärt ihm, dass er das gleiche erlebt hat, dass die Alterungserscheinungen aber nur temporär waren. Das Suprahet ist wieder inaktiv, der Weltraum im Ovisystem hat sich beruhigt und die AVEDANA-NAU steht unangetastet im Raum. Die DOLAN fliegt die MAGELLAN an.

In einer Einsatzbesprechung am Tage vor dem Heimflug in das Solsystem, werden verschiedene Punkte erläutert. Als erstes wird bekanntgegeben, dass durch die Havarie der AVEDANA-NAU und die Energieprobleme beim Start rund dreieinhalb Millionen Menschen ihr Leben verloren haben. Das sind zwar nur 0,03% der elf Milliarden, aber trotzdem eine gewaltige Zahl. Die Blues nähern sich an und scheinen auf eine friedliche Zukunft zuzusteuern. Rhodan hat ihnen einen Handelsvertrag angeboten und möchte nach Rückkehr eine entsprechende Expedition in die Eastside schicken. Der Rückflug wird rund zwei Wochen dauern, da der direkte Weg durch sternenreiche Abschnitte der Milchstraße führen würde. Man nimmt also einen Umweg. Die AVEDANA-NAU wird die MAGELLAN begleiten, da Rhodan die Menschheit nicht noch einmal verlieren will. Die Memeter ihrerseits sind nicht gewillt, die Position von Vimana, jenem geheimnisvollen Paradiesplaneten bekanntzugeben, waren aber einverstanden ins Solsystem zu folgen. Zuletzt folgt die Sensation: die Memeter sind mit der Arche in der Lage, die Strahlung von Sol wieder in die ursprüngliche Form zu bringen, so dass Terra wieder bewohnbar wird. Angeblich sei dies vor vier Jahren, zum Aufbruch der Arche, noch nicht möglich gewesen, da die Veränderung zu frisch war.

Als die Hälfte der Strecke geschafft ist, wird eine sehr bewegende Gedenkfeier für die gefallenen Kameraden der MAGELLAN sowie die verstorbenen Menschen der Arche abgehalten. Ein symbolisches Mahnmal mit exakt so vielen mikroskopisch kleinen Kunstdiamanten wie verlorenen Schläfern wird dabei von Deringhouse und Rhodan von der Zentrale zur Zeremonie getragen.

Bei der Ankunft im Solsystem meldet sich NATHAN bei Rhodan, blockiert sämtliche Kommunikationskanäle, liest den Speicher der MAGELLAN aus und beteuert, dass er nur Kontakt aufnehmen und Rhodan helfen wolle. Er würde nur das Wohl der Menschheit im Sinn haben.

Nach einem emotionalen Wiedersehen mit seiner Familie überzeugt Rhodan den Rat der terranischen Union, dass die Reparatur der Sonne durch die Memeter und die Wiederbesiedlung der Erde der einzig sinnvolle Weg sein kann. Die Memeter halten ihr Versprechen, die Sonne verliert ihre tödliche Strahlungskomponente und die Rückführung der Menschen beginnt. Nach mehreren Monaten ist es geschafft und die Erde wird wieder von Menschen bevölkert, die durch diese Tragödie eine andere Mentalität entwickelt haben: sie halten zusammen, jeder hilft jedem und kulturelle Unterschiede sind keine Kluft mehr. Die Menschheit scheint endlich auf dem Weg zu einer Einheit zu sein.

Kurz darauf meldet sich erneut NATHAN bei Rhodan. Die geheimnisvolle Mondintelligenz, welche aus dem Zusammenspiel verschiedener Ereignisse entstanden ist, warnt ihn vor dem falschen Spiel der Memeter.

Rhodan nimmt nach Hinweis von NATHAN Kontakt zu den Memetern auf und konfrontiert sie damit, dass sie einhunderttausend Menschen zurückgehalten haben, offensichtlich in der Absicht sie unbemerkt mitzunehmen. Daraufhin versuchen die Memeter das Solsystem zu verlassen. NATHAN greift auf Rhodans Befehl und gegen den Willen von Maui John Ngata ein und bringt die Arche auf Kurs Richtung Sonne. Mit einem Bluff, lieber die Menschen zu opfern, als sie den Terroristen zu überlassen, bringt Rhodan die Memeter dazu, sich doch an die Abmachung zu halten. Ngata droht ihm mit Konsequenzen. Nachdem sich Rhodan einige Tage später bei ihm entschuldigte, ist die Beziehung der beiden wieder einigermaßen rehabilitiert.

Wieder in seinem Haus am Goshunsee führt Rhodan ein weiteres Gespräch mit NATHAN und fragt ihn zum wiederholten Male nach seiner Herkunft. Auch dieses Mal antwortet die Mondintelligenz ausweichen, sagt aber, dass die Erklärung, ES habe ihn geschickt eine logische Möglichkeit wäre.

Wie hat mir „Das Suprahet erwacht“ gefallen?

Zunächst mal hat mir gefallen, dass Rüdiger Schäfer die Erklärung dafür liefert, warum die Hornschreckwürmer wieder aktiv sind! Das ist nachvollziehbar beschrieben und hätten diese wenigen Sätze in NEO 179 gestanden, hätte ich mich weniger ärgern müssen und hätte auch weniger gemeckert. 🙂

Der Roman war randvoll mit Hintergrundinformationen, spektakulären Eröffnungen aber auch einer faszinierenden Einzelromanstory. Rüdiger Schäfer versteht es, die Fäden geschickt zusammenzuführen und in mir Lust auf die kommende Staffel auszulösen.

Ohne Übertreibung kann ich sagen, dass dies der beste NEO seit langer Zeit war und einer der besten, die ich bisher überhaupt gelesen habe. Natürlich bleiben Fragen offen, das muss aber auch so sein. Viele Handlungsstränge werden vollendet, die Erde ist endlich wieder Thema, die Menschheit ist zurück und ich bin rundum zufrieden.

Ein weiterer hervorragender Teil des Romans war die wirklich emotionale und rührende Beschreibung der Gedenkfeier sowie des Wiedersehens von Rhodan und seiner Familie. Das war großes Kino und hat mich tatsächlich tief berührt!

Was war nicht ganz so gelungen?

Da fällt mir bei diesem Roman beim besten Willen nichts ein… 🙂

Fazit:

Was sollte ich nach obigem Lobgesang anderes als die Höchstpunktzahl geben? 10 / 10 Punkten!

Rainer Schorm im „Seuchenschiff der Azaraq“

Ich habe lange überlegt, wie ich in diesem Fall einsteige und bin mir immer noch nicht sicher, was ich zum Einstieg schreiben soll. Es könnte vielleicht „Stolperstart mit furiosem Finale“ passen. Ich muss sagen, dass ich nach den ersten dreißig Seiten frustriert war und den Roman erstmal zur Seite gelegt habe. Warum erkläre ich später. Danach wurde es aber von Kapitel zu Kapitel besser und Rainer Schorm hat zum Schluss noch einiges rausgerissen…zum Glück.

Worum geht es in „Seuchenschiff der Azaraq“?

Wir haben in NEO 179 drei Handlungsstränge, die erzählen, wie es den drei handlungsrelevanten Gruppen ergeht. Da wären zum Einen Perry Rhodan, Julian Tifflor, Sud, Gucky und der Tentra Jepprafomm, welche im Weltraum innerhalb des Ovisystems agieren, Eric Leyden und Icho Tolot an Bord der memetischen Arche sowie Tuire Sitareh und Tim Schablonski in den Kavernen von Impos.

Perry Rhodan:

Als die FERNAO zurückkehrt und die fünfhundert Apasos-Raumer mitbringt, steht im System der Sonne Ovi eine gatasische Kriegsflotte von rund zehntausend Einheiten. Angeführt wird diese von Perry’s „altem Bekannten“, dem Gataser Tagrep Kerrek, welcher immer noch wegen des Diebstahls des Kreellblocks mit Tuire Sitareh im Inneren schlechte Laune hat. Die Raum-Zeit scheint massiv beschädigt, im ganzen System gibt es immer wieder rote Blitzentladungen. Diese stellen Risse im Kontinuum dar. Eine Raumschlacht droht, als das Seuchenschiff auf der Bildfläche erscheint. Rhodan erfährt durch abgehörten Funk, dass Kerrek’s Sohn auf dem Schiff ist und an Choroba nemoc leidet. Kurzerhand begibt er sich mit Tifflor, Sud, Gucky und Jepprafomm in einen Risikoeinsatz, fliegt zum Seuchenschiff und heilt den Sohnemann. Das anschließende Gespräch mit Kerrek hat die erhoffte Wirkung, die Wut des Gatasers verraucht und die Flotte zieht ab. Krise im All ist bewältigt.

Eric Leyden / Icho Tolot

Die beiden Wissenschaftler versuchen auf der Arche der Memeter die Besatzung zu erwecken. Die Erweckung wird mit Hilfe von Oxford auch eingeleitet. Ein Einbruch von Hornschreckwürmern stört sie dabei und bedroht die schlafenden Terraner. Da erscheint der Wächter von Impos, jenes Konglomerat von Bewusstseinen alter Memeter, welches Rhodan, Leyden und Co. schon im Physcore trafen. Es bereinigt kurzerhand die Hornschreckwurmgefahr und erklärt, dass Sitareh zwingend den Darojib benötigt um seinen Auftrag erfüllen zu können. Daraufhin wird dieser per Halbraumtunnel erst auf die AVEDANA-NAU – wo Oxford ihn sich erfolglos aneignen möchte – und anschließend in die Kavernen zu Sitareh transportiert. Als dies erledigt ist, wird die Erweckungsprozedur fortgesetzt und die Memeter erwachen.

Tuire Sitareh / Tim Schablonski

Sitareh und Schablonski versuchen in den Kavernen von Impos die Memetermaschinen vollständig zu reaktivieren. Dazu fehlen ihnen allerdings zwei Voraussetzungen: das technische Verständnis und, dass die Arche den Mond verlässt. Auf der Suche nach dem Zentrum der Anlage – dem Uterus – begegnen den beiden Hornschreckwürmer, welche von der Anlage neutralisiert werden und „Zeitkreell“. Das Zeitkreell ist die Miniaturversion der roten Blitze im All. Im Uterus angekommen stehen die beiden kurz davor aufzugeben, als auch ihnen der Wächter erscheint. Er erklärt Sitareh, dass er erstens den Darojib braucht und zweitens einen weiteren „Zeitträger“. Sitareh hadert mit sich selbst, da er den Darojib nie wieder anlegen wollte. Allerdings ist dieser ja weit weg auf der MAGELLAN und unerreichbar, was unweigerlich ein Scheitern bedeuten muss. Als die Lage vollkommen verloren scheint, öffnet sich der Halbraumtunnel und der Darojib erscheint. Trotz größtem Widerwillen legt er ihn an.

Wie hat mir “ Seuchenschiff der Azaraq “ gefallen?

Insgesamt relativ gut mit Abstrichen. Durch die drei Handlungsstränge wurde die Gesamthandlung – endlich mal wieder – deutlich vorangetrieben und auf das Staffelfinale vorbereitet. Der Handlungsstrang um Rhodan und die erkrankten Blues war tatsächlich berührend. Auch die Zwangslage von Tuire Sitareh wurde von Rainer Schorm sehr plastisch beschrieben und hat mich bewegt. Leyden und Tolot waren verhältnismäßig wenig zu lesen und hier gab es meinen größten Kritikpunkt und für mich persönlich das Ärgernis, welches dazu führte, dass ich eine Pause einlegen musste. Dazu hier mehr:

Was war nicht ganz so gelungen?

Die Hornschreckwürmer! Was sollte das denn? In NEO 177 werden die Biester schlafen gelegt und rühren sich durch die teilweise reaktivierten Anlagen auf Impos nicht mehr. Davon ist plötzlich keine Rede mehr und diese kleinen Vielfraße beißen sich durch die Arche als wäre nie etwas gewesen. Es wird nur darauf verwiesen, dass die Hyperschallemitter wohl mal wieder ausgefallen seien. Keine Erklärung, ob die Wirkung nur temporär war, ob die unterimposischen Anlagen wieder schweigen oder was auch immer der Auslöser sein könnte, dass die Hornschreckwürmer wieder aktiv sind. Die Dinger dringen dann sogar in die Kavernen vor und greifen Sitareh und Schablonski an. Ganz ehrlich bin ich der Meinung, dass so ein Fehler – sei es fehlende Erklärung oder einfach falsch beschrieben – nicht passieren sollte. Schon gar nicht einem der beiden Exposéautoren persönlich. Klar, Fehler passieren, aber das war ein ganz schöner Klops, der mir einfach erstmal den Spaß verdorben hat. Das ist schade.

Einen weiteren, kleineren Fehler gab es dann noch in Zusammenhang mit Tuire Sitareh, welcher ja bekanntlich seit mehreren Jahren bei den Terranern ist und dessen Sprachverständnis ganz am Anfang hervorgehoben wurde. Er konnte sich damals in kürzester Zeit auch ohne Translator verständigen. Rainer Schorm schreibt ihm aber auf den Leib, dass er einen Translator nutzt, welcher dann Begriffe verwendet, die Sitareh entschuldigend als „terranische Entsprechungen“ betitelt. Wozu sollte Sitareh im Gespräch mit Schablonski einen Translator brauchen? Kein schlimmer Fehler, aber auch solche Kleinigkeiten stören mich als Leser.

Fazit:

Schwierig ist die Wertung für mich in diesem Fall. Der gesamte Roman war nicht schlecht und wie oben beschrieben: Fehler passieren. Allerdings hat mir das echt ein wenig die Leselaune „versaut“, daher muss ich was dafür abziehen. Letztlich zog sich diese fehlerhafte Beschreibung über viele Seiten und durch zwei Handlungsstränge und war damit keine kleine Sache. Daher für einen an sich ordentlichen NEO mit einem – für mich persönlich – größeren Ärgernis 5,5 / 10 Punkten.

Oliver Plaschka und die Rückwärts-Blues

Ich möchte heute mal mit einem, wie ich finde, spannenden Stilmittel beginnen, dass Oliver Plaschka nutzte. Er hat in die eigentliche Story um die Arche der Memeter und den Versuch diese zu retten, eine Geschichte um ein paar Blues eingebaut, die auf Impos abstürzten und sich in die Kavernen retteten. Dabei verloren nach und nach bis auf drei Blues alle ihr Leben. Die drei erreichten Stasiskapseln und werden viertausend Jahre später von Eric Leyden und Tuire Sitareh wieder aufgeweckt. Aufgebrochen waren sie um das „schwarze Ei“, also das Ovisystem zu finden – als letztes Abenteuer von zwölf todgeweihten Individuen, denn alle litten unter Choroba nemoc.

Das spannende an dieser Nebengeschichte ist, dass Plaschka sie rückwärts erzählt und mit „Zehnter Gesang“ startet, so dass der Leser zuerst erfährt, dass sich die Blues in die Stasis begeben. Ich war zuerst ein wenig irritiert, fand aber nach und nach immer mehr Gefallen daran, die fehlenden zeitlich vorgelagerten Elemente zu erfahren. Das hat Spaß gemacht.

Worum geht es in „Die Kavernen von Impos“?

Tja…worum geht es? Ich fühlte mich irgendwie ein wenig in den Vorgängerroman von Madeleine Puljic zurückversetzt. Denn es passierte wieder recht wenig. Kurz zusammengefasst: Rhodan sitzt mit den Eisbrechern in der Arche fest und verteidigt sie gegen die Hornschreckwürmer, wo es gerade nötig wird.

Leyden, Sitareh und Tolot dringen in die Kavernen unter Impos vor, suchen nach einer Möglichkeit, die Abwehrmechanismen zu reaktivieren und das Erwachen des Suprahet zu verhindern. Dabei entdecken sie eine weitere Form von Kreellwesen, welche Leyden aufgrund ihrer gestaltwandlerischen Fähigkeiten „Morphos“ nennt. Diese helfen letztlich dabei, die Anlage teilweise zu reaktivieren und die Arche im letzten Moment davor bewahren, von den Hornschreckwürmern überrannt zu werden.

Die drei geretteten Blues vom Gelege der Apaser werden von Tifflor behandelt und von der Choroba nemoc befreit. Rhodan setzt seine Hoffnung auf die drei Blues um an ausreichend Katlyk zu kommen, damit die Arche aus dem Kreell befreit werden kann. Außerdem sollen Tolot und Leyden die Memeter erwecken sowie Sitareh mit einem Team aus Technikern und Robotern erneut in die Kavernen steigen um die Anlage komplett zu reaktivieren.

Wie hat mir „Die Kavernen von Impos“ gefallen?

Aufgrund des Aufbaus fand ich den Roman kurzweilig und durchaus spannend. Oliver Plaschka versteht es, die im vorigen Roman aufgebaute Stimmung beizubehalten, die Hornschreckwurmbedrohung ist noch immer „spürbar“ und man wartet mehr oder weniger sehnsüchtig darauf, dass Tolot, Leyden und Sitareh eine Lösung finden.

Toll fand ich die kleine Nebenstory um die Bluesgruppe, welche chronologisch „falschrum“ erzählt wurde.

Was war nicht ganz so gelungen?

Nun…ich muss leider sagen, dass mir jetzt langsam wirklich etwas den Handlungsfortschritt fehlt. Im letzten Roman war das durch die Stimmung noch ausgeglichen und ich kann gut mitgehen, wenn ein NEO mal mehr die Stimmung als die Handlung aufbaut, aber auch in diesem ging es gefühlt einfach nicht vorwärts.

Ich hoffe und glaube ganz fest daran, dass in den drei abschließenden Romanen der Staffel mehr passiert und dass die Handlung doch wieder Fahrt aufnimmt. In der Regel ist das ja gegen Staffelende immer der Fall. Ich bin auf jeden Fall gespannt, da wir mit NEO 178 ja Impos wieder zu verlassen scheinen.

Fazit:

Im Prinzip ist alles gesagt, ein ordentlicher Einzelroman von Oliver Plaschka, kreativer Einbau der „Zweitgeschichte“ aber in Bezug auf die Gesamthandlung war mir das wirklich etwas zu wenig.

Daher gibt es an dieser Stelle von mir „nur“ 5,5 / 10 Punkten. Als Einzelroman, ohne ihn in den Gesamtkontext einzuordnen, würde ich vermutlich mehr geben, gefühlt lag das Problem nicht bei Oliver Plaschka, sondern beim Exposé. Aber auch das ist okay, nicht jeder Roman / jedes Exposé kann immer jeden Leser vom Hocker hauen. 🙂

Madeleine Puljic und die „Arche der Schläfer“

Was am Strand auf Fehmarn begann, endete heute auf meinem heimatlichen Sofa…draußen war es einfach viel zu warm!

Es ist ja inzwischen ein relativ offenes Geheimnis, dass ich unter den NEO-Autoren neben Kai Hirdt besonders Madeleine Puljic schätze (ohne die Leistungen der anderen Autoren schmälern zu wollen, einen tollen Job machen alle). Der – für mich persönlich – aktuelle Roman war nun ein weiteres Exemplar von Madeleine und was soll ich sagen, er hat mir auch in diesem Fall gut gefallen. Ich bin damit übrigens nur noch einen Roman im Rückstand! *juhu*

Worum geht es in „Arche der Schläfer“?

NEO 176 spielt auf Impos, einem der zweiundvierzig Monde von Moloch, auf welchem die DOLAN mitsamt Rhodan, Tolot, Sitareh und Leyden ja im Vorgänger-NEO mehr oder weniger notgelandet ist. Rhodan‘s Team befindet sich zu Beginn bei den Eisbrechern, also der Gruppe von Erwachten aus der Arche.

Handlungstechnisch passiert insgesamt gar nicht so viel, denn man kann die Handlung wie folgt zusammenfassen:

Beim Versuch die Arche wieder flott zu bekommen, stellen Rhodan und Co. in der Zentrale, welche sie mühsam erreichen fest, dass das ohne einen Memeter nicht so einfach ist, da sie die Stasiskapseln der elf noch schlafenden Memeter nicht öffnen können ohne sie eventuell in die Luft zu jagen. Da der einzige wache Memeter – Oxford – aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität nicht dabei war, müssen sie also zurück. Dabei erzählt einer der Eisbrecher – Ambrose Escher – seine Geschichte, denn er war auf Terra einer der Memeterpropheten. Dabei erfahren wir, dass er sich fremdgesteuert fühlte und gegen den Einfluss anzukämpfen versuchte. Allerdings zunächst vergeblich.

Auf dem Rückweg wird die Gruppe – wie zuvor auf dem Hinweg auch – von Hornschreckwürmern angegriffen und entkommt nur knapp. Tolot macht sich auf den Weg zur DOLAN um dort Waffen zu produzieren, der Rest der Gruppe harrt aus und verteidigt die Arche gegen die Hornschreckwürmer. Kurz bevor diese den Kampf gewinnen, gelingt es Tolot, Hyperschallwaffen einzusetzen und die kleinen Beißer in Schach zu halten. Dabei entdeckt er zufällig auch noch künstlich angelegte Gänge und Räumlichkeiten unter der Oberfläche von Impos. Offenkundig durch die Memeter angelegt.

Die zuvor als dumm geltenden Hornschreckwürmer erweisen sich in den Kämpfen als ganz und gar nicht dumm und zeigen strategisches Denken. Außerdem berichtet Escher in zwei weiteren Episoden, wie er es am Ende – kurz vor Abreise aus dem Sol-System – schaffte sich dem Memetereinfluss zu entziehen, fast zu fliehen und wie er ein Gespräch der Memeter mitbekam. In diesem Gespräch tauschen sich zwei dieser Wesen darüber aus dass die Menschen willkommene Auffrischungen für den Genpool seien und Escher bekommt außerdem mit, dass ein dringender Notruf eingeht, der die Arche in das Moloch-System beordert, da das Gefängnis des „Suprahet“ zu versagen droht.

Am Ende öffnen Tolot, Sitareh und Leyden einen Zugang zu den „Kavernen von Impos“, was gleichzeitig natürlich der Titel von NEO 177 ist. 🙂

Ach ja, zwischendurch kämpft Sitareh mal wieder gegen den Einfluss von Memetertechnik, nämlich den des Darojion von Oxford. Das ist eine Art abgespeckte Darojib-Version, die nur einen Arm bedeckt. Oxford seinerseits denkt, Sitareh will ihm das Gerät abnehmen und findet ihn daher nicht mehr ganz so sympatisch…

Wie hat mir NEO 176 – „Arche der Schläfer“ gefallen?

Ausgesprochen gut fand ich die vermittelte Stimmung. Madeleine Puljic versteht es, das Gefühl der Bedrohung durch die Hornschreckwürmer allgegenwärtig aufrecht zu erhalten. Die Reaktionen der verschiedenen Handlungsträger sind allesamt unterschiedlich und glaubwürdig in ihren Motiven beschrieben. Den Schreibstil mag ich ja ohnehin, da habe ich nichts zu meckern.

Außerdem bekommen wir in kleinsten Portionen Hintergrundinformationen über die Memeter, die große Bedrohung im Hintergrund und das System. Alles sehr fein zu lesen!

Was war nicht ganz so gelungen?

Es gab die eine oder andere Stele, die ich nicht ganz rund fand. Beispielsweise, dass Taravat, die KI der DOLAN, nicht auf die Idee kam, die Kommunikation nach außen wiederherzustellen und sei es nur einseitig, nämlich so, dass Tolot das Schiff anfunken kann. Wie sollte der arme kleine Haluter denn Taravat‘s Meinung nach das Schiff betreten, wenn er sich nicht bemerkbar machen kann um eine Schleuse zu öffnen? Eigentlich nur mit Gewalt, was er dann ja auch gezwungen ist zu tun…

Außerdem war es vom reinen Inhalt schon relativ dünn. In ganz kurz: Team versucht Arche zu starten, geht nicht. Hornschreckwürmer greifen an, Tolot rennt zur DOLAN, kommt mit Waffen zurück und rettet alle.

Klar, es gab dazwischen noch einige nette Hintergrundinfos und gaaaanz viel Stimmung und Charakterbeschreibung, allerdings hätte ein wenig mehr „Gesamthandlung“ enthalten sein können.

Fazit:

Auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte gefunden habe, war das ein wirklich guter NEO. Madeleine Puljic schreibt einfach – für meinen Geschmack – tolle Romane und hat das mit „Arche der Schläfer“ erneut bewiesen.

Aufgrund der kleineren Schwächen gibt es 8 / 10 Punkten. Etwas schwächer als die Vorgänger aber trotzdem auf wirklich gutem Niveau.