Aventurien – Die Wettfahrt nähert sich der Halbzeit

Im November 2018 schrieb ich über meine „Offtopic-Reise“ durch Aventurien. Diese durchaus faszinierende Wettfahrt geht natürlich weiter. Da ich inzwischen auch Band 5 – Schlagengrab gelesen habe, ist es mal wieder Zeit für ein Zwischenfazit finde ich.

Bekanntlich schreiben Bernhard Hennen und Robert Corvus gemeinsam an diesem epischen Wettstreit zweier thorwalscher Drachenführer. Episch ist das Ganze allemal – auch was die Umfänge der einzelnen Bücher angeht. Während bei Band 1 noch überschaubare 496 Seiten zu lesen waren, steigerten sich die beiden Autoren fast kontinuierlich. Besagter Band 5 lag nun bei 624 Seiten, während es bei Band 6 (672 Seiten) und dem gerade erschienenen Band 7 – Rosentempel (736 Seiten) weiter steil nach oben geht. Bei dieser Tendenz landet Band 12 bei locker 1200 Seiten. 😉

Episch ist aber auch die Geschichte…wäre ja auch traurig wenn nicht. Auf konstant hohem bis sehr hohem Unterhaltungsniveau geht der Wettstreit zwischen Asleif Phileasson und Beorn Asgrimmson weiter. Spannend ist für mich dabei vor allem die Entwicklung der „langfristigen“ Charaktere und ihre stetige Wandlung. Immer wieder hat man als Leser kleinere oder größere „AHA-Momente“ oder nette Erweiterungen im Wissen um bestimmte Mitglieder der beiden Ottajaskos. Dazu kommen fast schon unzählige Nebenfiguren, die den Leser ein oder zwei, manchmal auch drei Bände begleiten. Unerwartete Tode, Ränkespiele, Spione und sogar Liebe und Herzschmerz bringen die bei diesem Umfang nötige Würze hinein.

Als alter DSA-Spieler reizt mich natürlich auch der Wiedererkennungswert Aventuriens und man merkt deutlich, dass beide Autoren absolute Kenner dieser Fantasywelt sind. Für mich ist die Phileasson-Saga schon jetzt eine der großartigsten Reihen in diesem Genre und gespannt starte ich demnächst mit Band 6 in das „Totenmeer“. Das wohl!

Hier findet man übrigens noch ein paar mehr Informationen zur Reihe:

http://www.phileasson.de/

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Star Trek – Ja, ich gucke noch!

Ich hatte ja vor einer ganzen Weile angekündigt eine Art „Star Trek-Marathon“ zu machen und alle Serien und Filme in der chronologisch korrekten Reihenfolge anzusehen.

Wie das in der Realität halt so ist, es kommt ständig was dazwischen und man kommt nicht halb so schnell voran wie gedacht. Zwei Perry Rhodan Serien und ein großer Stapel Bücher verschiedenster Autoren und Themen spielten da durchaus eine Rolle…aber ich schweife ab.

Star Trek? Ja, ich bin noch dabei. Zwar noch nicht wesentlich viel weiter, aber da ich in den letzten Tagen einigen Folgen von „Enterprise“ angesehen und Staffel 1 beendet habe, traf ich grade den Entschluss heute ein paar Worte zu verlieren.

Als großer TNG und DS9-Fan war ich ja anfangs echt skeptisch was „Enterprise“ betraf, aber ich muss sagen, die erste Staffel hatte durchaus eine hohe Qualität und ihren ganz eigenen Reiz. Speziell wenn „zukünftige“ Technologien, Entwicklungen etc. angedeutet werden, springt mein kleines Trekkie-Herz höher.

Ich denke ich werde dann doch regelmäßiger als bisher versuchen ein oder zwei Folgen zu schauen…wenn da nicht ständig neue, vielversprechende Bücher wären.

Trotzdem werde ich mich bemühen und ab und zu ein wenig berichten. Bis dahin: Live long and prosper!

Star Trek – Die Reise beginnt

Neben meiner Leidenschaft für den Herrn Rhodan bin ich auch seit ich denken kann ein kleiner Trekkie. In der Kindheit und Jugend waren es vor allem Captain Jean-Luc Picard und seine Crew, deren Abenteuer ich im schnöden Fernseher verfolgt habe. Später kamen Kinofilme, Deep Space 9 und Kurztrips zu Voyager etc. hinzu. Was ich aber noch nie gemacht habe, ist Star Trek in chronologischer Reihenfolge komplett zu gucken. Der Aufwand ist zwar nicht ganz so massiv wie der, den Martin in seinem Heftehaufen betreibt, aber trotzdem ein ziemlicher Berg wenn man davor steht.

Warum also nicht neben der üblichen, literarischen Reise durch die Fantastik auch eine filmische durch das Universum von Archer, Kirk und Picard folgen lassen dachte ich mir? 🙂

Zusätzlicher Effekt ist, dass ich auch die Serien, welche ich früher etwas vernachlässigt habe, endlich kennenlerne. Star Trek Enterprise oder die „Animated Series“ beispielsweise.

Meine lange Reise habe ich bereits begonnen und habe mir die ersten zehn Episoden von Captain Archers Crew in der Enterprise zu Gemüte geführt. Was soll ich sagen? Meine anfängliche Skepsis ist erstmal verflogen, Archer und seine Offiziere gefallen mir von Folge zu Folge besser und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe, als ich die Serie früher boykottierte. Naja, wird ja jetzt nachgeholt. 🙂

Großen Spaß hatte ich bisher vor allem bei Folge 5 der ersten Staffel „In guter Hoffnung“. Eine etwas andere Kultur, ein schwangerer männlicher Offizier und natürlich Klingonen. Super!

Ich werde zukünftig ab und zu hier ein wenig über meine Star Trek Reise erzählen, auch wenn das natürlich aus Sicht des eigentlichen Seitenthemas etwas „offtopic“ ist. 😉


Ausflug nach Aventurien – Das wohl!

Heute, bevor der nächste Perry Rhodan NEO ansteht, einmal ein wenig „Offtopic“:

Beim ColoniaCon traf ich unter anderem auf Robert Corvus und auch wenn ich aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr dem Thorwalerchor beiwohnen konnte, rief doch genau dieser ein Kribbeln in mir hervor, welches ich schon fast verloren geglaubt hatte.

Thorwaler, die Wikinger Aventuriens – der Rollenspielwelt, welche in meiner Jugend in zahllosen Abenden Ziel unserer fantastischen Reisen war! Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr bewusst, dass „Das schwarze Auge“ überhaupt noch in irgendeiner aktuellen Form existiert, hatte ich diese wunderbare Welt doch vor vielen Jahren aus dem Blick verloren.

Aber das Feuer war geweckt und kurze Zeit später lag zunächst Band 1 der Phileasson-Saga auf meinem Nachtschrank und wartete darauf, gelesen zu werden.

Was soll ich sagen? Bernhard Hennen und Robert Corvus haben es geschafft, dass ich nicht nur Band 1 – „Nordwärts“ in einem Zug verschlungen habe und nach mehr lechtzte, nein, inzwischen habe ich unsere alte DSA-Gruppe (teilweise) reaktiviert und meine Frau als neue Reckin hinzugefügt. Man mag es kaum glauben, aber auch mit Mitte / Ende Dreißig ist ein Ausflug nach Aventurien noch immer ein faszinierendes Erlebnis, das wohl!

Auch Band 2 – „Himmelsturm“ habe ich inzwischen gelesen, Band 3 und 4 liegen bereit und ich bin sicher, dass ich der Ottajasko von Asleif Phileasson bis zu ihrem letzten Gefecht folgen werde. Schon allein, weil die Romane eine hervorragende Ergänzung sind um die Kampagne in unserer DSA-Runde als Spielleiter ebenfalls zum Erfolg zu führen.

Allerdings kann ich die Phileasson-Saga ohne Übertreibung als hervorragende Fantastikserie weiterempfehlen. Nicht nur ehemalige DSA-Recken werden ihre helle Freude haben, sondern jeder, der Spaß an Zauberern, Elfen und klirrenden Klingen hat, das wohl!

In diesem Sinne: Swafnir zum Gruße und mögen die Zwölfe eure Wege segnen! 😉

Das Unglück Mensch

Heute schreibe ich mal einige Zeilen zu einem Nicht-NEO-Roman, aber immerhin geschrieben von Madeleine Puljic – ihres Zeichens NEO-Autorin- ich komme einfach nicht davon weg…

Gemeint ist natürlich Madeleines „Darwin’s Failure 1 – Das Unglück Mensch“. Der Name sagt es bereits, das ist der erste Teil von angekündigten zwei Teilen. Klar, dass auch Teil 2, wenn erschienen, gelesen werden muss. Teil 1 ist aber durchaus als Einzelroman lesbar, auch wenn man dann mit einem offenen Ende zurückgelassen wird.

Worum geht’s?

Die Handlung spielt im Stadt-Moloch Noryak, einer Millionenstadt in gefühlt nicht allzu ferner Zukunft. Die Gesellschaft hat sich in mehrere Schichten gespalten, wobei die Oberschicht durch Gentechnik optimiert oder gleich komplett durch diese erschaffen wurde. Die Unterschicht, die sogenannten „Natürlichen“, sind auf klassische Weise gezeugt und geboren worden. Sie werden von den Optimierten und Klonen als minderwertige Arbeitskräfte in Fabriken mit – sagen wir mal vernachlässigten Arbeitssicherheitsvorschriften – eingesetzt.

Als dritte Partei, irgendwo dazwischen existiert noch eine Art von christlicher Kirche, welche sich um die Ärmsten der Armen kümmert, aber wie das bei christlichen Kirchen so üblich ist, Dreck am Stecken hat.

Diese explosiven Voraussetzungen bewirken eine ebenso explosive Entwicklung…

Wie war’s?

Ich muss zugeben, dass ich mit den ersten fünzig bis sechzig Seiten etwas kämpfen musste. Sehr unterschiedliche Figuren, ein Universum in welches ich reinfinden musste, extrem düstere Stimmung und Verhaltensweisen, die im ersten Moment schwer einzuordnen waren.

Danach allerdings gibt Madeleine Puljic ordentlich Gas, führt Figuren zusammen, die Atmosphäre wird immer bedrohlicher und düsterer und sie spart auch nicht an Schockmomenten. Man könnte jetzt vermuten, dass die Autorin aufgrund ihres Perry Rhodan-Backgrounds auch das „Voltzen“ dort gelernt hat, allerdings war sie beim Erscheinen noch nicht im Team. „Voltzen“ kann sie aber trotzdem, auch wenn man das als kleinen Spoiler werten könnte. Ach ja, bevor ich es vergesse…der Name eines Protagonisten erinnert auch ein gaaaaanz kleines bisschen an Perry Rhodan. Ich habe da einen weißhaarigen Kristallprinzen im Kopf. 😉

Spätestens ab der Mitte des Romans ist ein hohes Tempo erreicht, dramatische Wendungen und Intrigen geben sich die Klinke in die Hand und als Leser erlebt man eine ausgesprochen düstere, spannende und leider nicht ganz unrealistische Nahzukunft, welche einem das Grauen in die Hirnwindungen treiben kann.

Wirklich fasziniert hat mich das „Feeling“ beim Lesen. Ich ertappte mich bei den Schilderungen der Unterschicht immer wieder dabei, dass ich eher ein Mittelalterszenario vor Augen hatte als ein dystopisches Zukunftsbild. Wenn dann jemand zum Telefon griff oder die nächste Szene zur Oberschicht wechselte, war das wie ein „Ach jaaaaa…“. Genau das beschreibt aber auch, wie gut die Kluft zwischen den beiden Schichten dargestellt wurde. Ein gesellschaftlicher Unterschied in größtmöglicher Ausprägung und leider – wie gesagt – nicht völlig unrealistisch.

Ich fand den Roman wirklich gelungen und war von meiner eigenen Neugier gezwungen, weiterzulesen, obwohl meine Frau den Fernseher anschmiss und wir eigentlich ein paar sabbernde Beißer ansehen wollten…Das Unglück Mensch war aber eindeutig spannender und besser als eine Wiederholung der 7. Staffel von „The walking Dead“. 🙂

Großartig fand ich übrigens den geschlagenen Bogen von Prolog zu Epilog. Das war für mich am Ende nochmal ein kleiner Wow-Effekt.

Wo klemmt’s?

Wie gesagt, die ersten fünzig, sechzig Seiten waren für mich eher anstrengend. Zwar wurde bereits dort die durchaus gelungene Charakterisierung der Figuren begonnen, aber ich musste schon ein wenig kämpfen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich das Buch, nachdem ich es bereits vor Wochen angefangen und bis etwa Seite 30 gelesen hatte, wieder aus der Hand legte und vor einigen Tagen nochmal von vorn anfing. Im zweiten Anlauf war es trotzdem mit Startschwierigkeiten verbunden, aber das Durchhalten hat sich gelohnt!

Sollte man’s lesen?

Wer Dystopien mit düsterer Stimmung, tollen Figuren und auch ein wenig Brutalität mag sollte unbedingt zugreifen! Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wer dafür ein Faible hat ist mit „Das Unglück Mensch“ absolut gut bedient. Seid aber gewarnt, wenn ihr Teil 1 lest wollt ihr ziemlich sicher auch Teil 2 haben. Wann der rauskommt steht meines Wissens noch nicht fest, aber Madeleine hat bei Twittter vor einigen Wochen versprochen, dass es nicht mehr lang dauert. 🙂

Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!

Wie kriegt man’s?

Den Roman gibt es als Taschenbuch und als eBook:

Format: Taschenbuch, ISBN: 978-1494270339
Format: Kindle, ASIN: B00GW5REAG

Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an Madeleine Puljic für einige Stunden toller Unterhaltung!

Der ColoniaCon 2018

Ich habe es getan – zum allerersten Mal. Also nicht was ihr vielleicht denkt, sondern was ganz anderes: Ich habe nach 27 Jahren Perry Rhodan Leserei zum ersten Mal einen Con besucht.

Warum jetzt erst? Ganz einfach, vorher hatte ich irgendwie nicht das Bedürfnis und es gab keine Notwendigkeit. Das war in diesem Jahr irgendwie anders und ausgelöst durch das hier – meinen zufällig entstandenen Blog. Durch meine Bloggeraktivität habe ich den einen oder anderen Bloggerkollegen kennengelernt – hauptsächlich dank Twitter, welches ich ebenfalls erst in diesem Jahr aktiv für mich entdeckt habe. Daraus ergab sich, wie das nun mal so ist, dass man diese sympatischen Rhodanisten auch mal „in Echt“ kennenlernen möchte.

Speziell mit einem Herrn Heftehaufen fand ich den Austausch spannend. Da ich den 2. BrühlCon leider aus beruflichen Gründen sausen lassen musste – bin immer noch ganz gelb vor Neid wenn ich die Fotos sehe – war der ColoniaCon 2018 natürlich eine gute Alternative. Also ratzfatz angemeldet, vorab bezahlt und mit Vorfreude auf den Termin gewartet.

Da ich aus dem tiefsten Niedersachsen stamme, zeitlich nur den Samstag einplanen konnte und mit der parallel stattfindenden Messe in Köln die Hotelzimmer galaktisch hohe Preise verlangten, entschied ich mich, per Auto morgens an und abends wieder abzureisen. Was für eine bescheuerte Idee…

Zu tiefschlafender Nacht brach ich auf um Rhodanisten, Expokraten, potentielle Guckymörder und andere gestör… äh nette Menschen zu treffen. Bis Köln ging das auch verhältnismäßig gut, die Autobahnen waren relativ frei, ich musste nicht im Stau rumdümpeln und hatte Zeit mir Susan Schwartz‘ Perry Rhodan 2969 „Tag des Grimms“ als Hörbuch reinzuschrauben. Alles alles prima…und dann kam Köln und ein gewisser türkischer Politiker! Köln holte alles an Stau nach, was die A2, A1 und A3 mir verwehrt hatte. Super geil…NICHT! Aber da ich geschickterweise ja früh genug losgefahren war, kam ich tatsächlich kurz vor der Eröffnungsrede an, erhielt mein Namensschild von einem gewissen Robert Corvus (auch bekannt als der Ilt-Schlächter). Davon wurde sogar ein Foto geschossen welches man hier findet. Anschließend schwang ich mich schnell auf einen der harten Holzstühle im Hauptraum. Erwartungsvoll auf den ersten Beitrag wartend wurde ich erstmal etwas enttäuscht, denn neben technischen Problemchen, war der Beitrag von Dr. Bettina Wurche leider nur ein YouTube-Video. Das hatte ich entweder überlesen oder irgendein Schelm hat es geändert, während ich gegen Erdogan’s Stau kämpfte…

Naja, Schwamm drüber, danach wurde es besser. „Raumschiff Promet“ kannte ich zwar vorher nur dem Namen nach, das Panel war aber interessant und kurz kam mir der Gedanke „da könntest du ja mal reinlesen“. Habe ich verworfen, dazu fehlt leider die Zeit bei Vollzeitjob, Perry Rhodan NEO, Silberbänden, zwei Kindern, einer Ehefrau, Erstauflage per Hörbuch und anderer Literatur, die ich mir gelegentlich auch noch gönne. By the way, ich lese als Abwechslung zu Perry aktuell Madeleine Puljic’s „Das Unglück Mensch“. Nach den ersten Seiten wirklich vielversprechend!

Danach war Mittagspause, welche ich für meinen Magen nicht brauchte (bei intermittierendem Fasten und Mahlzeiten ab frühestens 16 Uhr, bietet sich die Pause um 20180929_104500.png13 Uhr dazu einfach nicht an) aber ganz dringend für meinen Hintern – die fiesen, harten Holzstühle erwähnte ich bereits? – lernte ich dann endlich ein paar der Twitter-Rhodanisten persönlich kennen. Nachdem Volker Hoff mich zuerst entdeckte, schlichen sich auch Martin Ingenhoven (das ist der verrückte „Ich lese Perry Rhodan von ganz vorne einmal komplett durch!“-Kerl vom Heftehaufen 🙂 ) und Markus Regler an mich an. Nette Gespräche bei wirklich tollem Wetter! Dieses Foto mit drei bescheuert guckenden Typen entstand bei dieser Gelegenheit. Robert Corvus gesellte sich auch dazu und wollte ausnahmsweise keine Mausbiber töten, sondern fragte die Anwesenden nach ihren Lieblingsbüchern aus. Mein Antwort war Quatsch, mir fiel nur nichts Gescheiteres ein. Hatte ich mir auch irgendwie noch nie echte Gedanken zu gemacht und es kämen mehrere Bücher in Frage. „Der Widersacher“ von Hohlbein wäre es retrospektiv betrachtet doch eher nicht…

Nach der Pause wurde es wirklich interessant. „Perry Rhodan NEO – Kurs 200 und weiter…“ stand auf dem Plan. 20180929_140217Mit Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm waren beide Expokraten auf der Bühne, Verstärkung gab es durch Uschi Zietsch und den externen Cheflektor von NEO, Dieter Schmidt.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • NEO geht über Band 200 hinaus weiter! Sehr geil, ich bin schwer begeistert. Damit das auch nach 250 so weitergeht: LEST ALLE NEO!!! Ich hoffe das war laut genug geschrien. 🙂
  • NEO 200 wird den größten Zeitsprung der bisherigen Seriengeschichte angehen und einige „alte Zöpfe“ abschneiden. Das ist gut so.
  • Da uns Thora und Mirona erhalten bleiben (das haben die Autoren versprochen, wenn nicht gibt’s Ärger beim nächsten Con!), könnte man bei der arkonidischen Adelsdame darüber spekulieren, ob sie dann eine ältere und etwas klapprige Rolle einnimmt oder ob die ollen Liduuri endlich ihr Versprechen einlösen und es Zellduschen für alle gibt (oder zumindest für Thora). Schauen wir mal, die Aussage war, „es darf spekuliert werden“.
  • Die 10er-Staffeln werden beibehalten.
  • Die Menschheit bricht in größerem Maßstab auf als es bisher in NEO der Fall war. Nicht wie in der EA mit dem solaren Imperium, aber stärker als bisher…lassen wir uns mal überraschen.
  • Durch den größeren Zeitsprung werden auch komplett neue Handlungsfelder eröffnet. Die „alten“, noch aus der Borsch-Ära stammenden Themen werden noch vor NEO 200 abgeschlossen.

Ich für meinen Teil bin begeistert und schwer gespannt. Ach, was mir da noch enfällt: Gucky hat eine Überlebensgarantie bekommen…sorry Robert Corvus. 🙂 Natürlich musste ich mir von den anwesenden NEO-Autoren auch entsprechende NEOs signieren lassen. Ich muss da mal eine Lanze für die Herren der Schöpfung brechen: während Rüdiger und Rainer sehr ansehnliche Unterschriften auf die von ihnen verfassten Bände brachten, sieht die von Uschi aus, als hätte meine Tochter die gefährliche Kombination aus einem Kugelschreiber und einem meiner NEOs in den Händen gehabt! (Bitte nicht böse sein liebe Uschi, habe mich trotzdem darüber gefreut!) 🙂

Im Anschluß gab es ein Panel zu STELLARIS. Das war wirklich interessant. Als Hörbuch-EA-Verfolger geht STELLARIS ja bisher komplett an mir vorbei. Das ist schade und ich werde mal schauen, dass ich die Geschichten irgendwie zu greifen kriege. Die Dinger muss ich lesen!

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Beim STALLARIS-Panel plauderten auch gleich fünf Autoren aus dem Nähkästchen: Gerhard Huber, Dieter Bohn, Hermann Ritter, Dietmar Schmidt und Roman Schleifer machten mir diese Serie in der Serie durchaus schmackhaft.

Nach STELLARIS durfte Uschi Zietsch als Ehrengast im Dialog mit Roman Schleifer einiges zu ihrer Arbeit – auch außerhalb von Perry Rhodan – erzählen. Hier gab es spannende Einblicke in das Leben einer Vollzeit-Autorin. Auch wenn sich bei ihren Perrys die Geister scheiden – einige Leser lieben Romane von „Susan Schwartz“, einige stöhnen ein wenig auf wenn ihr Name auf dem Cover steht – Uschi Zietsch als Mensch ist einfach grundsympathisch! Auch dieser Beitrag hat mir Spaß gemacht.

In (meinem persönlichen) Abschlusspanel ging es laut Ankündigung um „Rhodan – Ausblicke auf die nächsten Jahre“. Wenn wir alle ehrlich sind, gab es eigentlich gar keine 20180929_170609(0)Ausblicke, trotzdem war es höchst unterhaltsam und amüsant. Robert Corvus, Uwe Anton und Uschi Zietsch (zum dritten Mal an diesem Tage) brachten uns unter der Moderation von Rüdiger Schäfer mehrfach zum Grölen. Wer es noch nicht wusste: Perry Rhodan Band 3000 heißt „Das Imperium der Mausbiber“ und wird geschrieben von Robert Corvus…oder war es „Das Imperium der brennenden Mausbiber“? Ich komme schon ganz durcheinander.

Aufgrund der noch bevorstehenden drei bis vier Stunden Autofahrt nach Hause, brach ich im Anschluss meine Zelte ab, ohne dem Thorwaler-Chor unter Roberts Leitung zu lauschen. Vielleicht habe ich beim nächsten Mal ja das Vergnügen. 🙂

Mal schauen, welches Ziel ich als nächstes ansteuern werde. Der 3. BrühlCon 2019 ist jedenfalls Pflichtprogramm! Ich freu mich drauf.

PS: Mir tut heute noch der Hintern weh! Diese Stühle…Folterinstrumente sind das!