Die Expokraten brennen ein Feuerwerk ab, und zwar „Am Ende aller Tage“

Große Vorfreude, große Erwartungen und ein wenig Skepsis ob der vielen offenen Fragen hielten sich im Vorfeld dieses Epochenfinales bei mir die Waage. Die Vorfreude war durchaus berechtigt, die Erwartungen wurden zu großen Teilen erfüllt, allerdings hatte auch meine Skepsis ihre Berechtigung. Aber dazu später mehr.

Worum geht es in „Am Ende aller Tage“?

Der Titel passt hervorragend zu einem Roman, der die Ereignisse von 85 Millionen (Handlungs-) Jahren abschließt, oder? Ich persönlich fand das sehr treffend. Natürlich geht es im Staffel- und Epochenfinale um den Abschluss des großen Feldes um den Konflikt zwischen ANDROS und ES, das Ende des sogenannten Ringens, darum, ob die Menschheit weiter existieren darf oder pulverisiert wird und ein bisschen auch darum, welche Haupt- und Nebenfiguren noch über die Klinge springen müssen. Ganz viel Stoff für ganz knappe 160 Seiten wie ich finde.

Die ausführliche Zusammenfassung findet ihr wir immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Am_Ende_aller_Tage

Wie hat mir „Am Ende aller Tage“ gefallen?

Vorneweg: insgesamt sehr gut! War der Abschluss perfekt? Nein, aus meiner Sicht nicht…aber wer oder was ist schon wirklich perfekt? War der Abschluss spannend, unterhaltend, mitreißend und im Großen und Ganzen rund und gelungen? Aus meiner Sicht definitiv! Unsere Expokraten haben hier ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Um das etwas klarer zu besprechen muss ich (zumindest ein wenig) spoilern:

Dass unser guter, alter Perry irgendwie überlebt war wohl so ziemlich jedem, der in irgendeiner Weise mit der Materie vertraut ist, klar. Wie er das schafft, fand ich persönlich etwas eigen, siehe unten, aber klar war es. Dass Tuire Sitareh über die Klinge springen soll oder muss, wurde vorher oft genug erwähnt. Allerdings bleibt diese Tür – zumindest einen winzigen Spalt breit – offen, denn sein endgültiger Tod wurde nicht erwähnt! Ich glaube zwar nicht daran und es wäre auch schwierig, das glaubhaft zu verkaufen, aber ein wenig hoffe ich noch immer, dass der olle Aulore wieder auftaucht. Ich mochte diese Figur immer sehr gerne.

Insgesamt kommt das Finale mit erstaunlich wenigen – bestätigten – Toten aus, nämlich mit genau einem: Huang Wei, der für ein Täuschungsmanöver von ES in den Tod ging. Alle anderen sind wohlauf.

Die verschiedensten Handlungsfäden wurden von Rüdiger und Rainer in diesem Band zusammengeführt. Angefangen von der Frühzeit von NEO bis hinein in die aktuelle Staffel. Ich finde, dass die beiden das sehr schön gelöst haben und tatsächlich das Spielfeld einmal komplett freigeräumt haben für die neue, kommende Epoche. Mir hat dieser NEO wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich habe ihn „in einem Rutsch“ gelesen, was bei mir eher selten vorkommt. Ein paar kleine ABERs gibt es dann allerdings doch noch:

Was war nicht ganz so gelungen?

Mir fehlten ein paar Dinge in diesem Abschluss. Zunächst einmal: wo zur Hölle sind Eric Leyden, Abha Prajapati und Luan Perparim? Die wurden mit Tro Khon so effektvoll aus der Handlung geschrieben, dass ich mir absolut sicher war, dass sie irgendwie mit einem Knalleffekt im Abschlussband auftauchen. Aber keiner davon, auch nicht Tro Khon. Am Ende dachte ich, ich habe ein paar Seiten ausgelassen. Das hat mich ziemlich irritiert und ich hoffe, dass diese Figuren wieder auftauchen, denn sie stillschweigend zu vergessen würde mich wirklich ärgern. Das macht ihr nicht liebe Expokraten oder? Ihr wollt mich nicht ärgern, oder? 😉

Dann ist da diese Sache mit dem Geschenk von Avandrina di Cardelah auf dem Mars. Da war doch was? Ich dachte auch hier, dass wir noch mehr erfahren, vermute und hoffe aber stark, dass das in NEO 200 erfolgt. Hier kann ich noch ganz gut akzeptieren, wenn das später geklärt wird, beim Leyden-Team bin ich – wie gesagt – mehr irritiert.

Ein weiterer offener Handlungsfaden: dieses komische Artefakt aus NEO 188, welches Icho Tolot damals unter Einsatz seines Lebens und eines seiner Herzen Massmer Tronkh entwendet hat. Danach hat man von dem Ding nie mehr gehört! Dabei schien es in dem Roman so ungemein wichtig und geheimnisvoll. Was war das denn? Da habe ich seitdem drauf gewartet, denke aber, dass ich auch weiter warten werde…und zwar erfolglos. 😦

Zu guter (oder schlechter) Letzt: Rhodans Rettung durch Atlan und Mirona. Ganz ehrlich ist das für mich irgendwie haarsträubend an selbigen herbeigezogen gewesen. Es herrscht das absolute hyperphysikalische Chaos, die Verrytsphäre ist angeblich das einzige Schiff, welches sich Palagola nähern kann und das dabei nicht sofort zerbröselt. Es wird sogar explizit erwähnt, dass auch Schaltschiffe der Meister der Insel Probleme bekommen…und dann, kurz vor Perrys Exitus finden die beiden Turteltauben den Terraner in seinem ultimativen Anti-ANDROS Schiffchen, welches auseinanderfällt und retten ihn per spontan aufgebautem Halbraumtunnel, Millisekunden bevor es tatsächlich pulverisiert wird…

Mir war das zu viel seltsamer Zufall. Versteht mich nicht falsch, ich weiß selber keine viel bessere Lösung, aber diese war mir zu konstruiert. Allerdings muss ich es auch nicht besser machen, ich bin ja kein Autor, geschweige denn Expokrat. 😉

Fazit:

Bei aller Kritik – ich finde die muss erlaubt sein – hat mich NEO 199 wahnsinnig gut unterhalten und hat die meisten Handlungsfäden zu einem würdigen und sinnvollen Abschluss gebracht. Es gab das nötige Feuerwerk, es gab Pathos, es gab Überraschungsmomente (wenn auch nicht so viele wie ich dachte) und es gab ein happy End. Wie gesagt würde ich nicht von perfekt sprechen, von sehr gut aber allemal. Daher für das Staffel- und Epochenfinale:

8 von 10 Punkten.

Nun ist die Vorfreude auf NEO 200 angesagt…Kolonien, das heißt Siganesen, Plophoser, Epsaler und viele mehr. Dazu Tekener und „der Mann aus Glas“. Was für NEO-Aussichten! 🙂

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Kai Hirdt schildert das „Duell der Bestien“

Ich habe bereits am Sonntag den 14.04. die Leseprobe in wenigen Zügen „inhaliert“ und war wie elektrisiert (ja, ich bin ein Poet, das reimt sich 🙂 ). Das Warten auf den gedruckten NEO im Briefkasten war anschließend fast eine Qual, hat sich aber gelohnt.

Worum geht es in „Duell der Bestien“?

Es geht stark Richtung Staffelfinale, ach was sage ich, Richtung Epochenfinale! Icho Tolot, Andromeda, Perry weiter im „Gedächtniskoma“, Thora als besorgte und oft giftige Ehefrau, Mirona Thetin, Masmer Tronkh und vieles mehr in einem Taschenheft. Leute, das war ein Feuerwerk! Hier geht’s zur Handlungszusammenfassung:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Duell_der_Bestien

Wie hat mir „Duell der Bestien“ gefallen?

Dass ich ein Fan von Kai Hirdt bin ist wahrscheinlich inzwischen bekannt. Auch dieser Roman nimmt sich da nicht aus, ich fand ihn großartig. Das Finale der Staffel ist eingeleitet, die Vorarbeit wurde mit Bestnote geleistet, nun wird der Abschlussroman der beiden Exposéautoren zeigen, ob diese Epoche zu einem „runden Ende“ kommt. Aber bleiben wird bei NEO 198: Kai Hirdt nimmt sich in seinem Werk viele Dinge gleichzeitig vor. Er rekapituliert in Kurzform die Ereignisse und bekannten Hintergründe seit (mindestens) METEORA. Er führt ein paar weitere Hintergründe in die Handlung ein, bringt einen Handlungsstrang um Tolot und Tronkh zu Ende und leitet furios und dramaturgisch gekonnt in ANDROS‘ Heimat die finale Auseinandersetzung ein. Ich hatte einen riesigen Spaß beim Lesen, bin hoch erfreut, wie die einzelnen Fäden der letzten 100 Bände langsam zusammenfinden und bin hochgespannt auf NEO 199, in dem hoffentlich auch noch die letzten, großen offenen Fragen dieser Epoche beantwortet werden. Ich erwarte keine Antwort auf jede Kleinigkeit, aber doch auf die vielen großen und mittelgroßen Fragen. 😉

Was war nicht ganz so gelungen?

Da kann ich wenig benennen. Vielleicht könnte man argumentieren, dass durch die hohe Dichte an zu verpackender Themen der Roman etwas „vollgestopft“ wirkt, allerdings habe ich persönlich das nicht als schlimm empfunden. Ja, die Packungsdichte der Informationen war schon hoch, aber genau das erwarte ich ja irgendwie im mit diesem NEO eingeleiteten Staffelfinale. Ergo: diese „Kritik“ ist eigentlich keine…

Fazit:

Was soll ich noch sagen? Kai Hirdt überzeugt mich wie (fast) immer vollständig und es war mir eine Freude diesen NEO zu lesen. Meine Vorfreude auf NEO 199 und danach NEO 200 ist gewaltig, meine Erwartung allerdings ebenso. Kai Hirdt hat die Messlatte auf jeden Fall sehr hoch gelegt.

Das „Semifinale“ der Epoche bekommt von mir 9,5 von 10 Punkte.

Kai Hirdt gewährt „den letzten Blick auf Sol“

Wenn Kai Hirdt als Autor auf einem Perry Rhodan oder Perry Rhodan NEO Roman steht, sind meine Erwartungen inzwischen ziemlich hoch, denn er versteht es so gut wie jedes Mal ganz großes Kino zu liefern. In diesem Fall liefert er den letzten Blick auf Sol, welcher – so viel vorweg – spektakulär war!

Worum geht es in „Der letzte Blick auf Sol“?

Ohne zu spoilern: den letzten Blick auf Sol bekommt eine Person, die zumindest für mich, an dieser Stelle absolut unerwartet in die Handlung platzte. Prinzipiell spitzt sich die Situation im Solsystem weiter zu, die wichtigen Handlungsträger versammeln sich nach und nach in der Heimat der Terraner und es ist inzwischen deutlich zu spüren, dass wir auf den Höhepunkt der letzten einhundert Bände zusteuern.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Der_letzte_Blick_auf_Sol

Wie hat mir „Der letzte Blick auf Sol“ gefallen?

Bis auf eine winzige Kleinigkeit (siehe unten) war dieser Roman hervorragend! Unerwartet auftauchende Akteure, Action vom Feinsten und das angekündigte Zusammenführen von Handlungsfäden beginnt ganz deutlich. Viele Puzzleteile bewegen sich in Kais Roman schon deutlich aufeinander zu, ohne schon das komplette Gesamtbild zu enthüllen. Das ist großartig und lässt mich schmachtend zwei Wochen warten, bis es weiter geht. Nachdem ich mit der letzten Staffel ein wenig gehadert habe, gefällt mir die Bestien-Staffel bisher wirklich gut. Ich denke, das wird ein großes Feuerwerk und die nächste Epoche kann von „Altlasten gereinigt“ ganz neu durchstarten. Auch darauf werden schon erste kleine Hinweise eingestreut wie mir scheint, denn Kai erwähnt (Achtung Minispoiler!) dass inzwischen Menschen beginnen bzw. mit dem Gedanken spielen, mithilfe von genetischen Anpassungen Welten zu kolonisieren, die eher ungünstige Lebensbedingungen vorhalten. Ich will NEO-Ertruser, NEO-Siganesen und ähnliche Völker! Hihi. 🙂

Was war nicht ganz so gelungen?

Achtung (Mini-)Spoiler:

Das Verhalten von Icho Tolot ist für mich zunächst nicht ganz nachvollziehbar. In NEO 191 ist er derjenige, der das Leyden-Team auffordert ihn auf eine wichtige Mission zu begleiten, hier lässt er sie nun zurück um Orcus allein anzufliegen und die Menschen vor der Bestie zu schützen. Das passt leider mal wieder nicht so recht zusammen. Auch wenn sein seltsames Verhalten später verständlich wird, hätte er sie dann doch gar nicht erst mitnehmen sollen oder? Ansonsten habe ich wirklich nichts zu mosern und das ist auch zugegeben etwas kleinlich. 😉

Fazit:

FINALEEEE, OHOHOHOOOOO! So fühlt es sich inzwischen wirklich an und ich freue mich auf die restlichen sieben Teile dieses Finales. Das wird – da bin ich ganz sicher – großartig! Ich hoffe nebenbei, dass Kai Hirdt noch einen weiteren Roman zur Bestienstaffel beitragen darf. Nichts gegen die anderen Autoren, das soll keineswegs abwertend klingen, aber ich liebe seine Romane. Ist natürlich ein wenig persönlicher Geschmack. 🙂

Für diesen großartigen NEO vergebe ich großartige 9,5 von 10 Punkten.

Bye, Bye Andromeda! Ich bin weg, so schön es auch war…

Nun ist es soweit, ich bin bei der aktuellen Staffel angekommen und kümmere mich grade um den „Brennpunkt Eastside“. Bevor ich aber hier im Blog thematisch wirklich bei den Jülziish durchstarten kann, muss ich mich abschließend um Andromeda und die liebe Mirona kümmern.

Zunächst einige Zeilen zu Rüdiger Schäfer’s Abschlussroman „Abschied von Andromeda“. Der Roman brachte uns neue Erkenntnisse bezüglich Kreell, Crea und dem Creaversum…und das meines Erachtens nicht zu knapp. Was sich zuvor bereits angedeutet hatte wurde von Rüdiger bestätigt: die Crea sind nicht die mies gelaunten Invasoren, denen es Spaß macht, Völker in einem anderen Universum (oder einer anderen Dimension…so klar ist das Stand NEO 170 noch nicht) zu überfallen, zu töten und einen Lebensraum zu erobern, mit dem sie letztlich nicht viel anfangen können. Viel mehr reagieren die Crea genau so, wie die Meister der Insel auf die Bedrohung, die durch den Aufriss entstanden ist. Auch im Creaversum kommt es zu Redrifts, welche verheerende Auswirkungen haben. Genau wie die Meister der Insel nehmen die Crea die Gegenseite als Aggressor wahr und scheinen sich für einen Krieg gerüstet zu haben.

Schau an, schau an…die aus der ganz frühen EA bekannte Schwarz-Weiß-Sicht auf die Dinge bröselt in NEO immer mehr. Die Meister der Insel sind nicht die skrupellosen Despoten, die man als Altleser im Kopf hatte und nun sind auch noch die von Mirona Thetin, bzw. ANDROS, als ultimativer Feind hochstilisierten Crea eine Spezies, mit denen eine Verständigung möglich ist.

Gut so, denn so trivial funktioniert das Universum ja leider nicht wirklich.

Was ich an Rüdigers Roman wirklich schön fand, ist die Tatsache, dass er mit einem Knalleffekt, sprich einer ordentlichen Raumschlacht, startet, jedoch mit unerwartet klarer Verständigung endet. Als Leser gerät man zu Beginn tatsächlich ins Zweifeln, ob die angedeutete Verständigung zwischen Crea und Perry Rhodan doch nur eine Momentaufnahme war, welche sich später als Seifenblase entpuppt. Für einige Seiten hatte ich das Gefühl, dass Andromeda und damit auch die Milchstraße wirklich auf einen Krieg zusteuern. Am Ende des Romans und damit der Mirona-Staffel relativiert sich dieser Eindruck dann doch stark.

Was nehme ich noch mit? John Marshall bleibt als terranischer Botschafter in Andromeda, die Meister der Insel sind eine Art Zwangsverbündete, das komische Hin- und Her zwischen Tani Hanafe und Tim Schablonski findet (endlich) ein Ende und wo Tuire Sitareh steckt wissen wir noch immer nicht. Ich denke aber der taucht bald wieder irgendwo auf, wo man ihn am wenigsten vermutet. 🙂

Noch zwei Sätze zu Hanafe und Schablonski: Grundsätzlich ganz nett eingebaut, aber mein persönlicher Geschmack war dieser Teil der Story nicht. Speziell Tani’s zickiges Gebahren hat mich ziemlich genervt…deshalb das „endlich“.

Die Mirona-Staffel hatte meiner Meinung nach deutliche Höhen und kleinere Tiefen. Insgesamt hat mich Andromeda in seiner neuen Fassung durchaus gefesselt und die Darstellung der Meister der Insel fand ich absolut spitze. Egal welcher der Meister im Fokus stand, waren die Charakterdarstellungen gelungen. Ich fand Trinar Molat großartig, da er mir tatsächlich wie ein aus der EA entlaufener Meister vorkam. Aber auch Mirona Thetin, welche eine große Tiefe bekommen hat oder Proht Meyhet wurden als faszinierende und sehr facettenreiche Personen dargestellt. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Überhaupt finde ich die Charakterdarstellungen in der Mirona-Staffel sehr gelungen. Bis in die kleineren „Nebenrollen“ war das stimmig. Ich denke zum Beispiel an den kleinen, naiven Ingenieurslehrling Alexander Kapescu oder an Baar Lun. Das hat mir großen Spaß gemacht.

Die Crea-Idee finde ich sehr spannend. Ein wenig erinnert mich das Konzept natürlich an die Druuf aus der EA, allerdings schon deutlich verändert und moderner. Anteilig hat mich die Stimmung an „Alien“ denken lassen, war halt schon düster.

Grandios fand ich übrigens auch Hak Gekkoor. Der hat mich, man möge es mir verzeihen, in Kombination mit Faktor II irgendwie an Star Wars erinnert…die beiden waren ein wenig wie der Imperator und Darth Vader. So wunderbar fiese Bösewichte braucht es dann eben doch! Die Lösung, mit der Faktor II „entsorgt“ wurde war dabei der krönende Abschluss. Ich bin sehr gespannt ob man von Gekkoor nochmal was hört, ich hoffe es sehr.

Was mich ein wenig, aber wirklich nur ein wenig störte, war die scheinbar endlose Hetzjagd auf die MAGELLAN. Das Spielchen „Gegner findet MAGELLAN, MAGELLAN entkommt mit größter Mühe“ wurde mir etwas zu oft gespielt. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau! Auch diese Anteile waren insgesamt trotzdem gut zu lesen. Mehr „Gemeckere“ habe ich im großen Rahmen auch gar nicht.

Ich war abschließend gesagt, überrascht, wie viele ethische und moralische Überlegungen in dieser Staffel angestellt wurden. Wie ich schon sagte, geht NEO hier ganz bewusst vom Kozept gut/böse weg und beschreibt auch die Antagonistern sehr ambivalent. Bemerkenswert finde ich dazu folgenden Ausspruch von Mirona Thetin in NEO 170, Seite 142:

>>Wollen Sie mir mir über philosophische Prinzipien diskutieren?<<, fragte Thetin. >>Wir alle schaffen uns unsere Tatsachen. Zu mehr ist dieser winzige Klumpen aus Nervenzellen, den wir in unserem Schädel mit uns herumschleppen, gar nicht fähig. Das Leben ist einfach – erst die Intelligenz macht es kompliziert. Wenn Sie das einmal begriffen haben, gibt es keine Geheimnisse mehr.<<

Da liegt tatsächlich viel Wahrheit drin…

Unser lieber „Beuteterraner“ Atlan zitiert auch in diesem NEO immer wieder gern altarkonidische Weißheiten. Im Gedächtnis geblieben (vermutlich weil er sie gebetsmühlenartig wiederholte) ist mir folgende:

>>Gestern Abend starb die Vergangenheit. Heute Morgen wurde die Zukunft geboren.<<

Hach, wie poetisch! 🙂 Aber ich finde dieses Zitat ist ein perfekter Schlusssatz, denn das trifft in etwas angepasster Form für mich auf die Mirona-Staffel und die Blues-Staffel zu.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf die Jülziish und werde natürlich fleißig weiter schreibseln! Man liest sich.

Für diesen Abschluss: 8,5 / 10 Punkten.

PS: Ich versuche mich ja aktuell an einer NEO-Fortsetzungsgeschichte. Wer mag findet sie oben im Menü unter „Eine galaktische Odysee“. 🙂

Halbfinale in Andromeda – NEO 169 Dunkle Welt Modul

Allgemeines:

So langsam geht es Richtung Finale in der Mirona-Staffel und damit nähere ich mich in großen Schritten den aktuellen Themen in Perry Rhodan NEO.

Für NEO 169 „Dunkle Welt Modul“ habe ich relativ lang gebraucht, was zum einen an beruflichen und privaten Verpflichtungen, zum anderen am Roman selbst lag. Nicht, dass er schlecht gewesen wäre, aber irgendwie hatte ich zeitweise das Gefühl, dass das Lesen in diesem Fall wie das Waten durch sumpfigen Untergrund war…relativ zäh. Wie gesagt, der Roman von Rainer Schorm war ganz sicher alles andere als schlecht und das zähe Gefühl war vermutlich auch dem Umstand geschuldet, dass ich irgendwie nicht „in eins weg“ lesen konnte.

Zum Inhalt:

Der Verbund aus PE-hilfreich und MAGELLAN fliegt in die Ödnis ein um Modul zu erreichen, die FERNAO fliegt wiedermal fröhlich voraus. Die hyperphysikalischen Verhältnisse erschweren die Reise kräftig (das war ja zu erwarten) und auf Modul selbst finden sich gleich zwei Meister der Insel, ein katastrophal verheerter Planet und eine Bestie, welche zunächst in Kreel eingeschlossen ist.

Die Verhandlungen mit Faktor III, der zur Verstärkung Faktor VII mitbringt, stehen im Mittelpunkt, werden gefühlt aber von besagten Faktoren dazu genutzt um Rhodan und Co. vor Augen zu führen, dass nicht alle Meister als Monster ohne Gewissen durchgehen. Das gelingt auch tatsächlich recht gut und die beiden Meister erscheinen in einem anderen Licht. Das habe ich aus der EA ganz anders in Erinnerung, da waren meines Erachtens so gut wie alle Meister relativ skrupellose und verachtenswerte Gesellen…ist aber schon einige Jahre her bei mir. 🙂

Zu den Verhandlungen oder besser den Umständen muss ich an dieser Stelle Eric Leyden zitieren nachdem die Bestie Agor Phuurk sich nach mutmaßlichen Jahrhunderten aus dem Kreelblock befreit hat und das Leyden-Team nur knapp seinem Zorn entkam:

Nachdem sie alle wieder in der Kaverne standen, sagte Eric Leyden leise: >>Es würde mich nicht wundern, wenn er unter diesen Umständen wahnsinnig geworden wäre.<< Er hustete. >>Wir müssen den anderen Bescheid geben. Hier läuft eine durchgedrehte Bestie durch die Gegend, auf der Suche nach etwas, woran sie sich abreagieren kann. Perry Rhodan wird begeistert sein. Das ist genau die richtige Umgebung für schwierige Verhandlungen.<<

Letztlich bedarf es auch eines Haluters, zweier Meister der Insel und eines Posbi sowie der Tatsache, dass Agor Phuurk körperlich durch den Aufenthalt im Kreel stark angeschlagen war, die Bestie zu bezwingen. Bestien sind wirklich unfreundliche Gesellen.

Interessant ist, dass laut Proht Meyhet ANDROS die Bestien wohl gezüchtet hat um als Krieger in das Creaversum vorzustoßen. Somit scheint die Seite des Einsteinuniversums der Aggressor zu sein…das wird noch hochinteressant! Was will ANDROS im oder aus dem Creaversum?

Perry Rhodan erfährt außerdem von den Vorgängen auf dem irdischen Mond und beschließt, nachdem ihm Faktor III versichert, keine Ahnung vom Verbleib der Menschheit zu haben, mit der MAGELLAN schnellstmöglich in die Milchstraße zurückzukehren.

Gegen Ende des Romans spitzen sich die Ereignisse noch einmal deutlich zu. Atlan und Mirona Thetin erscheinen auf der Bildfläche als es Tolot und Leyden gerade gelingt, ein stabiles Tor in das Creaversum zu öffnen. Als der erste Funkkontakt erfolgt und Rhodan sowie Atlan Verhandlungen beginnen, erscheint ein fremdes Objekt im Übergang zur Fremddimension. Jetzt können die Verhandlungen in alle Richtungen wirklich Fahrt aufnehmen…

Fazit:

Ich hatte wie gesagt meine Probleme damit, diesen Roman zügig zu lesen. Das bedeutet aber nicht, auch wenn ich mich wiederhole, dass er schlecht war. Wir erfahren viele Hintergründe, auch über den Untergang der Moduls zum Beispiel, der nicht ganz so ablief, wie von Baar Lun angenommen. Der Spannungsbogen wird zum Ende nochmal kräftig angehoben, so dass nun eine echte Vorfreude auf das Staffelfinale bei mir besteht.

Direkt danach freue ich mich fast noch mehr auf die Blues! 🙂

7/10 Punkte für einen für mich anstrengenden aber trotzdem guten NEO

Sherlock-Schablonski und die MAGELLAN-Morde

Ich zitiere an dieser Stelle mal Kai Hirdt’s Kommentar unter meinen Tweet, dass NEO 168 – Die MAGELLAN-Morde ansteht: „Ah, der Sherlock-Schablonski-Roman. 🙂 Viel Spaß, der ist recht wohlgeraten!“

Nachdem ich ihn nun in relativ kurzer Zeit verschlungen habe, kann ich mich guten Gewissens Kai’s Einschätzung anschließen. Durchaus wohlgeraten. 🙂

Mir gefiel ja bereits im vorherigen NEO die tolle Beschreibung der Gaids durch Madeleine Puljic, welche Kai Hirdt hier weiterführt. Das seltsame Gleichgewicht zwischen Friedfertigkeit und überspitztem Gerechtigkeitssinn werden überdeutlich ausgeführt und sind aus menschlicher Sicht sicherlich paradox. Aber: Gaids sind eben keine Menschen!

Der Roman ähnelt im Großen und Ganzen einem Krimi-Thriller mit SciFi-Mantel, was aber der Qualität in keiner Weise abträglich ist. Der Chefingenieur der MAGELLAN, Tim Schablonski versucht sich als Ermittler, um seiner unter Mordverdacht gefallenen (Ex-)Freundin zu helfen. Dass das nicht komplett glatt läuft ist dem Umstand geschuldet, dass er eben Ingenieur ist und kein Detektiv.

Außerdem erfahren wir einige neue Details zum Thema Crea und Kreel, die diese extradimensionalen Phänomene noch unheimlicher erscheinen lassen. Altleser der EA werden aber langsam einen Verdacht entwickeln, wohin die Reise geht. Das geht zumindest mir so…

Ich persönlich habe ja ein wenig darauf gewartet, dass einer der Protagonisten mal auf die Idee kommt, den Gedankeninhalt der Verdächtigen durch Gucky prüfen zu lassen, allerdings hätte das dem Roman natürlich den Boden weggezogen. Daher verstehe ich durchaus, dass er nicht zum Einsatz kam…wäre ich Schablonski, hätte ich den Ilt aber einfach mal angerufen. 🙂

Dass ganz am Ende noch eine nicht ganz unwichtige Figur der Staffel den Löffel abgibt, hat mich tatsächlich ein wenig überrascht, auch wenn grundsätzlich damit zu rechnen war, dass das passiert. Nur die Art und Weise sowie der Zeitpunkt haben mich kalt erwischt. Das war das Sahnehäubchen auf den Erdbeerroman. 😀

Fazit zu den MAGELLAN-Morden:

Wieder einmal hat mich ein NEO wunderbar unterhalten. Kai Hirdt gehört ohnehin zu meinen Lieblingsautoren im Rhodan-Team (NEO wie EA) und hat auch dieses Mal einen Roman geliefert, der flüssig und ohne Längen eine spannende Story erzählt hat. Danke dafür!

Nun geht es scheinbar wirklich weiter Richtung Ödnis und Faktor III. Ich freue mich!

Hier gibt es sehr gute 7,5/10 Punkten!

NEO 167 – „Die Grenzwächter“ oder das possierliche Paarungsverhalten der Gaids

„Weiter, immer weiter!“ sagen sie beim FC Bayern München und das gilt natürlich auch für meine Aufholjagd…möchte ja irgendwann mal über aktuellere NEO-Themen schreiben. 🙂

Madeleine Puljic hat da ein wirklich interessantes und faszinierendes Stückchen NEO abgeliefert! Die Beschreibung der über alle Maßen friedfertigen Zivilisation der Gaids, welche sich trotz Drohungen des Sternenreiches von Andrumidia vor einen Haufen ihnen unbekannte Flüchtlinge stellen und sie schützen (Na? Einfluss aktueller, politischer Themen? 🙂 ) und dabei so hohe moralische Ansprüche an sich selbst haben, dass sogar unserem Perry ganz schwindelig wird, war schon ziemlich gut!

Auch die Charakterschilderung des jungen Musterschülers Alexander Kapescu hat mir riesigen Spaß gemacht. Wie dieser sicherlich kluge und hochbegabte, gleichzeitig aber auch herzerfrischend naive und trottelige „Junge“ durch den Außeneinsatz stolpert war schon recht amüsant. Besonders die subjektiv gefärbten Schilderungen aus seiner Perspektive waren großes Kino.

Das Highlight des Romans war für mich aber zweifellos die Beschreibung des Paarungsverhaltens der Gaids. Zur Vorgeschichte: Rhodan und Co. haben in einem Restaurant von einem sogenannten „Paarungsbruder“ gehört und wollen von ihrem Stadtführer wissen, was es damit und mit den beobachteten, öffentlichen „Gruppenaktivitäten“ in Sandgruben auf sich hat…

Hierzu muss ich einfach zitieren:

„Jequooi [Anmerkung: besagter Stadtführer, seines Zeichens ein Gaid] … >>Ganz genau. Eine Fortpflanzungsgruppe besteht normalerweise aus bis zu sechs Gaids beiderlei Geschlechts<< […]

Pelok [ein Paddler] prustete los […] >>Wie?<< fragte er >>Also so … alle auf einmal?<< […]

Jequooi >>Dazu kann es gelegentlich kommen, ja.<<„

Dann erzählt er ein wenig darüber, dass es ziemlich unhöflich ist, die Schwester eines Paarungsbruders mitzubringen, ohne denjenigen vorher um Erlaubnis zu fragen und schwadroniert weiter:

„>>Möglicherweise kannte er die Schwester seines Paarungsbruders noch nicht und wusste nicht, wen er da in die Gruppe holte. Und falls der Bruder zu dem Zeitpunkt gerade beschäftigt oder ohnmächtig war…<<

>>Was? Wieso denn ohnmächtig?<< Rhodan bereute seine Frage sofort. Zu viele Details.

Aber nun war sie gestellt und Jequooi beantwortete sie […] >>Nun, wenn ein Gaid einen Höhepunkt erfährt, verliert er das Bewusstsein.<<

>>Das klingt ja furchtbar.<< Pelok schüttelte sich.

>>Im Gegenteil, das ist überaus angenehm! Und schmeichelhaft für den Partner. Ich selbst falle mehrmals am Tag in Ohnmacht …<<

Pelok steckte sich die Hände in die Ohren. Nach Paddlerart, sodass sie bis zum Handgelenk in seinem Schädel verschwanden, damit er sich direkt das Trommelfell zuhalten konnte. Rhodan beneidete ihn.“

Ich schwöre, ich habe laaaange nicht so sehr gelacht, während ich im Bett liegend las! Meine Frau hat mich schon angesehen, als hätte ich einige Vurguzz zuviel gehabt. 🙂

Die Beschreibung der Interaktion zwischen drei Wesen von drei verschiedenen Sternenvölkern mit komplett unterschiedlichem kulturellem Hintergrund ist schlich köstlich! Danke Madeleine! 😀

Handlungstechnisch bringt uns der Band wenig, aber immerhin etwas vorwärts. Die MAGELLAN nähert sich nun langsam doch noch dem Treffpunkt mit Faktor III, auf dem Planeten der Gaids werden in Bezug auf die Crea beunruhigende Entdeckungen gemacht und Mirona Thetin sowie Atlan treten mal wieder, wenn auch nur kurz, in Erscheinung.

Mein Fazit: Auch wenn die Handlung etwas verlangsamt erscheint (nicht speziell in diesem Band, sondern insgesamt in der Mirona-Staffel), möchte ich den Roman von Frau Puljic nicht missen, da er mich wunderbar unterhalten hat und das ist schließlich der Grund warum ich den alten Perry lese! 🙂

Fazit:

Aufgrund der großen Spaßes den ich hatte: 8,5/10 Punkten!

Beute und Jäger – NEO 166 war irgendwie wie Achterbahn fahren…

Nach berufsbedingter Lesepause habe ich das Wochenende (neben der Befriedung  meiner kreischenden Töchtern durch einen Ausflug an den See) zur Vollendung von NEO 166 – Beute und Jäger genutzt. Dieser NEO hat es mir nicht so ganz leicht gemacht und ich hatte während des Konsums mehrfach das Gefühl in einer Achterbahn zu sitzen.

Die ersten hundert Seiten als langweilig zu bezeichnen wäre sicher ziemlich unfair, wirklich langweilig waren sie auch nicht. Allerdings war das Lesen für mich mühsamer als seit langer Zeit bei NEO gewohnt. Aber dann! ABER DANN! Dann war Herr Endler der Meinung, den zuvor etwas langsamen Bummelzug auf mindestens Mach 4 beschleunigen zu müssen!

Die sich natürlich auf den ersten einhundert Seiten anbahnende Raumschlacht zwischen dem Hetzgeschwader von Faktor II, der PE-hilfreich und der MAGELLAN sowie der im letzten Moment dazustoßenden FERNAO und der DOLAN (ja, das Schiff von Icho Tolot heißt DOLAN und ist laut Beschreibung auch noch genau DAS! Geile Sache oder? 🙂 ) war ein unglaubliches Feuerwerk! Wie Arno Endler die Facetten der Schlacht aus vielen verschiedenen Perspektiven in teilweise sehr kurzen und immer wieder wechselnden Abschnitten schildert war knallermäßig. Da wechselt der Blickwinkel vom Piloten einer Dragonfly im direkten Kampf mit einem Schiff des Hetzgeschwaders, der Rettungsaktion hunderter Paddlerkinder durch Autum Legacy (diese Schreibweise hat sich inzwischen scheinbar etabliert), dem Kampf um die Stabilität des Libraschirms von Tim Schablonski, den Paddlern und Tani Hanafe und der Kamikaze-Rettungsaktion eines Korvettenkommandanten namens „Schmidti“ und seiner LITTLE SCHMIDT CORVETTE zu den „Klängen“ von „Ring of Fire“! Wahnsinn!

Merkt man, dass mich diese Raumschlacht irgendwie begeistert hat? 🙂 Bei aller Überschwenglichkeit sei aber auch gesagt, dass der komplette Roman die Gesamthandlung nur marginal weitergebracht hat und somit durchaus unter den Schmähruf des „Lückenfüllers“ fallen könnte. Die Situation vor und nach diesem Roman hat sich nur insofern entwickelt, dass die FERNAO und die MAGELLAN wieder vereint sind, Tolot mit seiner DOLAN zur Unterstützung eilte und sowohl die Paddler, als auch die MAGELLAN (mal wieder) angeschlagen sind. Außerdem sind vom Hetzgeschwader erneut einige Schiffe entkommen, so dass wir möglicherweise ein weiteres Mal von Hak Gekkoor hören werden. Dessen Perspektive hat mir auf den letzten Seiten übrigens gefehlt, da er zuvor penibel aufgebaut wurde. Schade, aber vielleicht fehlten da einfach die nötigen Seiten…

Was ich in der Tat nicht ganz nachvollziehen konnte, war Rhodans Versuch am Ende Tolot zu bändigen, der in seinem Mutterinstinkt ein Schiff des Hetzgeschwaders nach dem anderen aus dem All pustete. Humanität hin oder her, aber die wollten schlicht alle Terraner und Paddler auslöschen und ohne den rücksichtslos kämpfenden Tolot wäre das wohl auch gelungen.

Dann wäre da abschließend noch die Sache mit Strahltimansturmderphotonen. Dieser Name…wer hat sich den nur ausgedacht? Würde mich wirklich interessieren, war das Herr Endler selbst oder stand das Ding SO im Exposé? 🙂 Ich hatte da irgendwie ein Ende mit größerem Knalleffekt erwartet, aber letztlich war das trotzdem eine nette Nebenhandlung.

Ich finde die beste Zusammenfassung für diesen insgesamt großartigen „Lückenfüller“ ist:

I fell into a burning ring of fire,

I went down, down, down

and the flames went higher.

And it burns, burns, burns,

the ring of fire,

the ring of fire.

In diesem Sinne auf zu NEO 167 und dann hoffentlich inhaltlich neuen Enthüllungen!

Fazit:

Insgesamt: achterbahnartige 7/10 Punkten

Tolotos rockt!

Willkommen zu Fessi’s NEO-Blog!

Da ist er nun, mein erster Blog-Eintrag. Jetzt könnte ich ausschweifend erzählen, wie ich zu diesem Blog gekommen bin, aber um es kurz zu machen: durch reinen Zufall!

Ich bin bei meinem Arbeitgeber unter anderem für die Pflege und aktuell für die Neugestaltung der Webpräsenz zuständig. Um WordPress zu testen, habe ich eine private Seite erstellt…und was sagt man nun, dann will ich sie auch nutzen.

Grundsätzlich habe ich keinerlei Erfahrungen als Blogger und werde da auch sicher kein Profi werden, das ist nicht meine Zielsetzung. Allerdings liebe ich Perry Rhodan. Ich liebe Perry Rhodan seit ich ein kleiner, bartloser, zwölfjähriger Kerl war und alte, etwas versiffte Hefte meines bereits damals verstorbenen Onkel’s im vor sich hingammelnden Schuppen im Garten meiner Oma gefunden habe. Kompliziert, aber genau so war es. Da war dieser Karton mit lauter bunten Heftchen, die alle ein wenig nach Muff rochen und völlig vergilbt aussahen. Trotzdem war ich sofort fasziniert und gleichzeitig erschrocken, als IN den Heftchen (fast) gar keine Bilder zu finden waren! Ich war damals Comics gewohnt, hauptsächlich Disney’s Lustiges Taschenbuch…

Nun ja, trotz dieses Kulturschocks beschloss ich, die Dinger zu sortieren und ein wenig darin zu stöbern. Schnell waren die ersten Hefte verschlungen und vermutlich aufgrund meines jungen Alters war es schlicht kritikloser Lesegenuss vom Feinsten!

Die Heftchen waren nach ca. 50 Exemplaren bald „weg“ und ich entdeckte voll größter Verzückung, dass es die Silberbände gibt. Die haben zwar nicht so wunderbar nach Muff gerochen, was durchaus ein zusätzliches, zugegebenermaßen seltsames, Leseerlebnis auslöste, dafür waren sie optisch natürlich ein Highlight.

Nun, was soll ich sagen…bis heute bin ich dem alten Perry treu geblieben. Die Silberbände blieben jahrelang meine Begleiter, die Lücken zur aktuellen Serienhandlung schloß ich so gut als möglich mit der Perrypedia und seit Heft 2000 verfolge ich die Serie mal haptisch mit echten Heften, mal per Hörbuch auf langen Autofahrten, aber immer durchgängig.

Warum heißt mein Blog nun Fessi’s NEO-Blog?

Ganz einfach, „normale“ Perry Rhodan Blogs gibt es schon einige, direkt und ausschließlich über NEO bloggt kaum jemand, was ich sehr schade finde. Denn die Serie ist meines Erachtens der Hammer! Also war mein Gedanke: Ich hab durch Zufall ne Homepage / nen Blog, also schreibe ich doch mal was zu PR NEO, zumal ich nach ein wenig Lesepause grade eine selbstausgerufene „Aufholjagd“ starte!

Ich bin NEO-Leser der ersten Stunde, habe die ersten Romane 2011 im Urlaub auf Mallorca verschlungen und komme nicht mehr davon los.

Ende 2017 gab es dann ein kleines „Lese-Tief“, was dazu führte, dass ich irgendwann in der Mitte der Staffel „Die zweite Insel“ eine monatelange Pause einlegte und sich ein immer höher wachsender Stapel an NEOs bildete. Diesen gilt es nun aufzuholen und zuletzt war Perry Rhodan NEO Nummer 165 mit dem erwartungweckenden Titel „Tolotos“ dran (Altleser verstehen mich!)…und der Roman war großartig!

Generell bietet die Mirona-Staffel viele Wendungen und Überraschungen, speziell für Leser, die den klassischen „Meister der Insel“-Zyklus aus der EA kennen. Tolotos war aber nicht nur „anders“ und überraschend sondern gleichzeitig herzerfrischend ähnlich. Einfach nur „Tolotos“ eben.

Ich möchte hier gar nicht viel spoilern, lediglich einen groben atmosphärischen Überblick geben. Der Roman spielt auf dem Kontrollplaneten eines nicht ganz unwichtigen Sonnentransmitters, zu welchem Rhodan und seine MAGELLAN von Proht Meyhet, dem Faktor III der Meister der Insel eingeladen wurden. Dort hat Icho Tolot (dass dieser „Herr“ eine Rolle spielt ist vermutlich kein Spoiler…) eine Forschungseinrichtung aufgebaut, in welcher er einen ganz besonderen Gast beherbergt und erforscht. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen, das keines ist, mehreren Beinahe-Katastrophen und zu vielen Szenen, die mich in Erinnerungen an alte EA-Romane schwelgen ließ. Zusammenfassend ein rundum gelungener NEO-Roman, der Spaß gemacht hat.

Ich freue mich auf die Fortsetzung in Band 166 – „Beute und Jäger“

Für Tolotos verteile ich gleich zu Beginn meiner Blog-Reise 9,5 / 10 Punkten auf meiner Bewertungsskala! 🙂