Rainer Schorm und „Die Winde von Epsal“ oder – FessisNEOBlog goes YouTube

Heute aus Schreibfaulheit mal ohne viele Zeilen, dafür mit einem Video. Seid nicht zu streng mit mir, ist mein erster Versuch als „YouTuber“ ;-P

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Susan Schwartz schickt zwei Geschwisterpaare in den „Einsatz auf Ertrus“

Ertrus! Ick freu mir! Irgendwie mochte ich die riesigen Kolonisten von der Hochschwerkraftwelt schon immer gern, da ist es mir eine besondere Freude, dass sie in NEO nun auch endlich eine Rolle spielen. Dementsprechend groß war auch die Spannung und die Vorfreude auf den neuen NEO von Susan Schwartz.

Ronald der alte Zocker…auf Ertrus macht er weiter. Das Titelbild finde ich mal wieder sehr gelungen.

Worum geht es in „Einsatz auf Ertrus“?

Der Titel verrät ja grundsätzlich schon so einiges und viele weitere Dinge kann man sich als fleißiger NEO-Leser selbst zusammenreimen. Unserem Perry fehlen Hyperkristalle, damit er mit einem mysteriösen neuen Schiffchen einmal quer durch die Milchstraße düsen kann, um seine fiese Mischung aus Lashatviren, Dunkelleben und stotterndem Zellaktivator in den Griff zu bekommen. Was liegt also näher, als dem bösen Geminga-Kartell ein paar Gemingakristalle abjagen zu lassen? Und wer wäre dazu besser geeignet als die Agenten 007 und…ach ne, Thomas und Farouq Rhodan da Zoltral – die sollten sich auch Nummern geben lassen, die Namen sind sperrig, speziell für die Handlungszusammenfassungen bei der #Perrypedia…

Da sich ein gewisser Ronald Tekener – seines Zeichens Spieler, Alkoholiker, Kleinkrimineller und Hondrohasser – auch ganz gut in diesen Kreisen auskennt, aber nicht ohne seine Schwester losziehen will, werden es also zwei Geschwisterpaare die in den Einsatz gehen. Der Grundstein ist gelegt, auf ins Abenteuer nach Ertrus. Was da dann genau passiert erfahrt ihr wie immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Einsatz_auf_Ertrus

Wie hat mir „Einsatz auf Ertrus“ gefallen?

Als erstes einmal ein riesengroßes Lob an Uschi Zietsch aka Susan Schwartz für die detaillierte Beschreibung des Kreitsystems sowie von Ertrus an sich inklusive der Besonderheiten von Flora und Fauna des Planeten. Auch die Vorbereitung auf den Einsatz mit langsamer Steigerung des Atmosphärendrucks und der Schilderung der Schutzausrüstung fand ich spitze. Das hat der Kolonie einfach noch viel mehr fremdartigen Charme gegeben und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dazu fängt Ronald Tekener an, mir als (NEO-)Figur immer mehr Spaß zu machen. In der EA war er nie so ganz „mein“ Charakter, aber hier macht er echt Freude. Seine Schwester finde ich immer noch doof, aber das ist völlig okay, denn es muss auch Figuren geben, die man als Leser mal nicht mag. 😉

Kleiner Spoiler: Die ertrusischen „Kampfratten“ haben mir irgendwie auch gefallen. Zwar nicht sonderlich originell, aber die Vorstellung war trotzdem spannend.

Insgesamt hatte ich während des gesamten Romans wirklich viel Lesespaß, ausgesprochen sehr wenige bis gar keine Längen und eine spannende, gut choreografierte Handlung, die an Ende mit einer Wende daherkommt, die ich tatsächlich so nicht erwartet habe. Für mich ein wirklich toller NEO!

Was war nicht ganz so gelungen?

Da fällt mir eigentlich nur eines ein: ich persönlich hätte mir mehr direkt handelnde Ertruser gewünscht. Diese spannenden Riesenbabys waren leider nur eine Randnotiz und durften am Ende ein bisschen rumballern. Das wäre aber hier nur das Tüpfelchen auf dem i gewesen und fällt nicht so serh ins Gewicht.

Fazit:

Ein wirklich gelungener NEO von Susan Schwartz. Es geht langsam aber sicher auf das Staffelfinale zu und ich freue mich drauf!

Susan verdient sich dafür spektakuläre 9 von 10 Punkten. 🙂

Für Arno Endler ist die „Letzte Hoffnung Mimas“

Arno Endlers Beiträge zu Perry Rhodan NEO hatten mich bisher noch nicht so vom Sockel gehauen. Dieses Mal war das – bis auf ein paar kleinere Schönheitsfehler – anders!

Das Titelbild gefiel mir ausnahmsweise so gar nicht – normalerweise liebe ich die Bilder von Dirk Schulz. Irgendwie entspricht Sud nicht ansatzweise meiner Vorstellung…aber so ist das manchmal. 🙂

Worum geht es in „Letzte Hoffnung Mimas“?

Unser aller Perry klappt nach einer Transition einfach zusammen und zeigt seltsame Symptome. Die Ärzte sind ratlos und schaffen ihn nach Mimas, wo aber aufgrund anderer Umstände grade Chaos herrscht. Da ist guter Rat teuer, bzw. die passende Therapie schwierig. Wer es nicht abwarten kann ohne den Roman selbst zu lesen erfährt hier mehr:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Letzte_Hoffnung_Mimas

Wie hat mir „Letzte Hoffnung Mimas“ gefallen?

Der Roman schließt für mich qualitativ an den hervorragenden 205er NEO von Rüdiger Schäfer an. Hochspannender, Medizin-Thriller mit Wendungen, Irrungen und Wirrungen. Neue Informationen, ein kleiner Cliffhanger am Ende und wirklich tollen Charakteren mitsamt ihren Geschichten. Mir haben hier vor allem die „kleinen Charaktere“ Spaß gemacht, welche eine Rolle abseits des ganz großen Geschehens hatten, wie der Imarter Segue, der wie ein Verrückter für seine Kolonialbrüder kämpft und in Gewissenskonflikte gebracht wird. Wirklich toll beschrieben. Auch Der Chefarzt der CREST II, Dr. Drogan Steflov, hat einiges an Profil gewonnen und ist ein spannender Protagonist geworden.

Insgesamt also wirklich großer Lesespaß und dank des Cliffhangers große Vorfreude auf NEO 207!

Was war nicht ganz so gelungen?

Zwei Dinge: Ferronen schwitzen nicht, sie spucken! Also können sie auch schwerlich nach Schweiß riechen…das hat die Pilotin der ALEXANDER FLEMING aber in diesem Roman gleich zweimal hinbekommen. 😉

Schlimmer fand ich persönlich den Namen des Chefarztes. Das hat mich wirklich genervt, weil ich zwischendurch schon dachte ich bin selber vielleicht zu blöd es mir korrekt zu merken: der Gute heißt Drogan, nicht Dragon, oder? Aber egal wie, es wurde ständig im Wechsel verwendet. Das hat den Lesefluss bei mir echt gestört und ist etwas, das eigentlich hätte auffallen müssen. Wenn es einmal passiert…okay. Zweimal…naja, Schwamm drüber. Aber ein Wechsel bei fast jeder Erwähnung des Vornamens? Das ist nicht so angenehm zu lesen.

Fazit:

Bis auf die formalen Fehler war das ein toller Medizin-SF-Thriller und der beste NEO, den ich bisher aus der Feder von Arno Endler gelesen habe. Danke für die tolle Unterhaltung! 🙂

Ich gebe dafür 8,5 von 10 Punkten. 🙂