Die Expokraten brennen ein Feuerwerk ab, und zwar „Am Ende aller Tage“

Große Vorfreude, große Erwartungen und ein wenig Skepsis ob der vielen offenen Fragen hielten sich im Vorfeld dieses Epochenfinales bei mir die Waage. Die Vorfreude war durchaus berechtigt, die Erwartungen wurden zu großen Teilen erfüllt, allerdings hatte auch meine Skepsis ihre Berechtigung. Aber dazu später mehr.

Worum geht es in „Am Ende aller Tage“?

Der Titel passt hervorragend zu einem Roman, der die Ereignisse von 85 Millionen (Handlungs-) Jahren abschließt, oder? Ich persönlich fand das sehr treffend. Natürlich geht es im Staffel- und Epochenfinale um den Abschluss des großen Feldes um den Konflikt zwischen ANDROS und ES, das Ende des sogenannten Ringens, darum, ob die Menschheit weiter existieren darf oder pulverisiert wird und ein bisschen auch darum, welche Haupt- und Nebenfiguren noch über die Klinge springen müssen. Ganz viel Stoff für ganz knappe 160 Seiten wie ich finde.

Die ausführliche Zusammenfassung findet ihr wir immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Am_Ende_aller_Tage

Wie hat mir „Am Ende aller Tage“ gefallen?

Vorneweg: insgesamt sehr gut! War der Abschluss perfekt? Nein, aus meiner Sicht nicht…aber wer oder was ist schon wirklich perfekt? War der Abschluss spannend, unterhaltend, mitreißend und im Großen und Ganzen rund und gelungen? Aus meiner Sicht definitiv! Unsere Expokraten haben hier ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Um das etwas klarer zu besprechen muss ich (zumindest ein wenig) spoilern:

Dass unser guter, alter Perry irgendwie überlebt war wohl so ziemlich jedem, der in irgendeiner Weise mit der Materie vertraut ist, klar. Wie er das schafft, fand ich persönlich etwas eigen, siehe unten, aber klar war es. Dass Tuire Sitareh über die Klinge springen soll oder muss, wurde vorher oft genug erwähnt. Allerdings bleibt diese Tür – zumindest einen winzigen Spalt breit – offen, denn sein endgültiger Tod wurde nicht erwähnt! Ich glaube zwar nicht daran und es wäre auch schwierig, das glaubhaft zu verkaufen, aber ein wenig hoffe ich noch immer, dass der olle Aulore wieder auftaucht. Ich mochte diese Figur immer sehr gerne.

Insgesamt kommt das Finale mit erstaunlich wenigen – bestätigten – Toten aus, nämlich mit genau einem: Huang Wei, der für ein Täuschungsmanöver von ES in den Tod ging. Alle anderen sind wohlauf.

Die verschiedensten Handlungsfäden wurden von Rüdiger und Rainer in diesem Band zusammengeführt. Angefangen von der Frühzeit von NEO bis hinein in die aktuelle Staffel. Ich finde, dass die beiden das sehr schön gelöst haben und tatsächlich das Spielfeld einmal komplett freigeräumt haben für die neue, kommende Epoche. Mir hat dieser NEO wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich habe ihn „in einem Rutsch“ gelesen, was bei mir eher selten vorkommt. Ein paar kleine ABERs gibt es dann allerdings doch noch:

Was war nicht ganz so gelungen?

Mir fehlten ein paar Dinge in diesem Abschluss. Zunächst einmal: wo zur Hölle sind Eric Leyden, Abha Prajapati und Luan Perparim? Die wurden mit Tro Khon so effektvoll aus der Handlung geschrieben, dass ich mir absolut sicher war, dass sie irgendwie mit einem Knalleffekt im Abschlussband auftauchen. Aber keiner davon, auch nicht Tro Khon. Am Ende dachte ich, ich habe ein paar Seiten ausgelassen. Das hat mich ziemlich irritiert und ich hoffe, dass diese Figuren wieder auftauchen, denn sie stillschweigend zu vergessen würde mich wirklich ärgern. Das macht ihr nicht liebe Expokraten oder? Ihr wollt mich nicht ärgern, oder? 😉

Dann ist da diese Sache mit dem Geschenk von Avandrina di Cardelah auf dem Mars. Da war doch was? Ich dachte auch hier, dass wir noch mehr erfahren, vermute und hoffe aber stark, dass das in NEO 200 erfolgt. Hier kann ich noch ganz gut akzeptieren, wenn das später geklärt wird, beim Leyden-Team bin ich – wie gesagt – mehr irritiert.

Ein weiterer offener Handlungsfaden: dieses komische Artefakt aus NEO 188, welches Icho Tolot damals unter Einsatz seines Lebens und eines seiner Herzen Massmer Tronkh entwendet hat. Danach hat man von dem Ding nie mehr gehört! Dabei schien es in dem Roman so ungemein wichtig und geheimnisvoll. Was war das denn? Da habe ich seitdem drauf gewartet, denke aber, dass ich auch weiter warten werde…und zwar erfolglos. 😦

Zu guter (oder schlechter) Letzt: Rhodans Rettung durch Atlan und Mirona. Ganz ehrlich ist das für mich irgendwie haarsträubend an selbigen herbeigezogen gewesen. Es herrscht das absolute hyperphysikalische Chaos, die Verrytsphäre ist angeblich das einzige Schiff, welches sich Palagola nähern kann und das dabei nicht sofort zerbröselt. Es wird sogar explizit erwähnt, dass auch Schaltschiffe der Meister der Insel Probleme bekommen…und dann, kurz vor Perrys Exitus finden die beiden Turteltauben den Terraner in seinem ultimativen Anti-ANDROS Schiffchen, welches auseinanderfällt und retten ihn per spontan aufgebautem Halbraumtunnel, Millisekunden bevor es tatsächlich pulverisiert wird…

Mir war das zu viel seltsamer Zufall. Versteht mich nicht falsch, ich weiß selber keine viel bessere Lösung, aber diese war mir zu konstruiert. Allerdings muss ich es auch nicht besser machen, ich bin ja kein Autor, geschweige denn Expokrat. 😉

Fazit:

Bei aller Kritik – ich finde die muss erlaubt sein – hat mich NEO 199 wahnsinnig gut unterhalten und hat die meisten Handlungsfäden zu einem würdigen und sinnvollen Abschluss gebracht. Es gab das nötige Feuerwerk, es gab Pathos, es gab Überraschungsmomente (wenn auch nicht so viele wie ich dachte) und es gab ein happy End. Wie gesagt würde ich nicht von perfekt sprechen, von sehr gut aber allemal. Daher für das Staffel- und Epochenfinale:

8 von 10 Punkten.

Nun ist die Vorfreude auf NEO 200 angesagt…Kolonien, das heißt Siganesen, Plophoser, Epsaler und viele mehr. Dazu Tekener und „der Mann aus Glas“. Was für NEO-Aussichten! 🙂

Kai Hirdt schildert das „Duell der Bestien“

Ich habe bereits am Sonntag den 14.04. die Leseprobe in wenigen Zügen „inhaliert“ und war wie elektrisiert (ja, ich bin ein Poet, das reimt sich 🙂 ). Das Warten auf den gedruckten NEO im Briefkasten war anschließend fast eine Qual, hat sich aber gelohnt.

Worum geht es in „Duell der Bestien“?

Es geht stark Richtung Staffelfinale, ach was sage ich, Richtung Epochenfinale! Icho Tolot, Andromeda, Perry weiter im „Gedächtniskoma“, Thora als besorgte und oft giftige Ehefrau, Mirona Thetin, Masmer Tronkh und vieles mehr in einem Taschenheft. Leute, das war ein Feuerwerk! Hier geht’s zur Handlungszusammenfassung:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Duell_der_Bestien

Wie hat mir „Duell der Bestien“ gefallen?

Dass ich ein Fan von Kai Hirdt bin ist wahrscheinlich inzwischen bekannt. Auch dieser Roman nimmt sich da nicht aus, ich fand ihn großartig. Das Finale der Staffel ist eingeleitet, die Vorarbeit wurde mit Bestnote geleistet, nun wird der Abschlussroman der beiden Exposéautoren zeigen, ob diese Epoche zu einem „runden Ende“ kommt. Aber bleiben wird bei NEO 198: Kai Hirdt nimmt sich in seinem Werk viele Dinge gleichzeitig vor. Er rekapituliert in Kurzform die Ereignisse und bekannten Hintergründe seit (mindestens) METEORA. Er führt ein paar weitere Hintergründe in die Handlung ein, bringt einen Handlungsstrang um Tolot und Tronkh zu Ende und leitet furios und dramaturgisch gekonnt in ANDROS‘ Heimat die finale Auseinandersetzung ein. Ich hatte einen riesigen Spaß beim Lesen, bin hoch erfreut, wie die einzelnen Fäden der letzten 100 Bände langsam zusammenfinden und bin hochgespannt auf NEO 199, in dem hoffentlich auch noch die letzten, großen offenen Fragen dieser Epoche beantwortet werden. Ich erwarte keine Antwort auf jede Kleinigkeit, aber doch auf die vielen großen und mittelgroßen Fragen. 😉

Was war nicht ganz so gelungen?

Da kann ich wenig benennen. Vielleicht könnte man argumentieren, dass durch die hohe Dichte an zu verpackender Themen der Roman etwas „vollgestopft“ wirkt, allerdings habe ich persönlich das nicht als schlimm empfunden. Ja, die Packungsdichte der Informationen war schon hoch, aber genau das erwarte ich ja irgendwie im mit diesem NEO eingeleiteten Staffelfinale. Ergo: diese „Kritik“ ist eigentlich keine…

Fazit:

Was soll ich noch sagen? Kai Hirdt überzeugt mich wie (fast) immer vollständig und es war mir eine Freude diesen NEO zu lesen. Meine Vorfreude auf NEO 199 und danach NEO 200 ist gewaltig, meine Erwartung allerdings ebenso. Kai Hirdt hat die Messlatte auf jeden Fall sehr hoch gelegt.

Das „Semifinale“ der Epoche bekommt von mir 9,5 von 10 Punkte.

Rüdiger Schäfer erzählt die Geschichte von „Tuire“

Im Laufe der Zeit hat sich Tuire Sitareh, der mysteriöse Aulore ohne Gedächtnis, aber dafür mit einem geistigen Begleiter der Sorte „Extrasinn – aber irgendwie anders“, zu einem meiner Lieblingscharaktere bei NEO entwickelt. Immer irgendwie geheimnisumwittert und sich selbst nicht geheuer, hat er mir immer viel Spaß gemacht. Nun heißt der aktuelle NEO „Tuire“, es war also klar um wen es gehen wird. Die Vorfreude war bei mir persönlich riesig , zumal mit Rüdiger Schäfer auch noch einer meiner liebsten NEO-Autoren auf dem Cover steht. Gute Voraussetzungen!

Worum geht es in „Tuire“?

Das geht – glaube ich – durch ohne als Spoiler zu gelten: es geht um die Lebensgeschichte von Tuire Sitareh. Dieses Mal die vollständige Lebensgeschichte. Bruchstücke haben wir nach und nach ja immer mal wieder bekommen, aber hier liegt sie nun offen vor uns: die Story des mysteriösen Auloren. Wir erfahren heuer sogar was ein „Aulore“ eigentlich ist. Das fand ich ja beim Lesen irgendwie grandios gelöst. 🙂

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Tuire

Wie hat mir „Tuire“ gefallen?

Ehrlich gesagt bin ich beim Schreiben dieser Zeilen noch minimal unschlüssig. An sich würde ich sagen, das war ein sehr starker NEO den Rüdiger da (mal wieder) abgeliefert hat. Die Story hat mich fast durchgehend gefesselt, Tuire Sitareh ist – sagte ich das schon? – ein cooler Charakter, wir werden durch Höhen und gaaaanz tiefe Tiefen seines Lebens geführt und am Ende ist sein Mysterium für den Leser gelöst.

Tuire bekommt in diesem Roman noch mehr Tiefe als er ohnehin schon hatte, flüchtige Bilder seiner Vergangenheit aus vorigen Romanen bekommen einen sinnvollen Kontext – das hat Spaß gemacht.

Was war nicht ganz so gelungen?

Ich fand die Entwicklung des Charakters schon grundsätzlich toll beschrieben, an zwei oder drei Stellen aber irgendwie für meinen Geschmack zu „sprunghaft“…mir fällt kein besseres Wort dafür ein.

Dazu folgender, kleiner SPOILER:

Tuire durchlebt mindestens zwei Mal von jetzt auf gleich sehr gegensätzliche Emotionen wie „Ich bin ein schlimmer Loser“ zu „Ich nehme mein kosmisches Schicksal an, schaka wir schaffen das!“.

Auch wenn sowohl Ernst Ellert als auch Avandrina di Cardelah sicherlich so ihre eigenen, ganz speziellen Möglichkeiten haben, schien mir das doch „per Handauflegen“ irgendwie sehr abrupt.

Dann das Ende des Romans…

Auch hier SPOILERWARNUNG: Ich muss gestehen, dass ich das Ende nur bedingt verstanden habe. ES gesteht Thora, dass er bzw. sie eigentlich gekommen ist um der Arkonidin „persönlich“ zu sagen, dass Tuire und Perry sterben müssen, damit ANDROS besiegt werden kann. Okay…das kann er ja machen, aber warum erzählt er vorher die ausführliche Lebensgeschichte von Tuire Sitareh? Das erschließt sich mir irgendwie nicht zu 100%, aber wer bin ich, dass ich ES verstehen will? 😉

Fazit:

Insgesamt, den Schluss vielleicht mal etwas ausgeklammert, ein wirklich guter NEO. Vielleicht nicht ganz so grandios wie der Vorgänger, aber trotzdem weiter auf dem sehr hohen Niveau der Bestien-Staffel. Rüdiger Schäfer kriegt von mir für „Tuire“ daher

8,5 von 10 Punkten.

Rainer Schorm schickt uns in die „Abgründe der Zeit“

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, hat inzwischen mitbekommen, dass ich mit Romanen von Rainer Schorm häufiger so meine Mühe habe. In diesem Fall war das aber komplett anders. Aus meiner persönlichen Sicht der beste NEO aus seiner Feder – Chapeau!

Worum geht es in „Abgründe der Zeit“?

Ohne groß zu spoilern: Haluter und Bestien! Hach war das ein großartig. Ich liebe diese riesigen, brutalen, vierarmigen Biester und ihre kleinen sanftmütigen Schwestern. 😉 Außerdem geht natürlich Perrys Mission weiter und wir erfahren was „zuhause“ im Sol-System so vorgeht. Da sitzen ja schließlich auch noch einige wichtige Handlungsträger wie Thora, ihre Kinder oder NATHAN rum. Der Teil um ANDROS und NATHAN ist allerdings schnell abgefrühstückt und stattdessen gibt es die faszinierende Geschichte der Haluter serviert.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Abgr%C3%BCnde_der_Zeit

Wie hat mir „Abgründe der Zeit“ gefallen?

Ich schrieb es bereits, das war meiner Meinung nach der bisher beste Roman von Rainer Schorm. Die Geschichte der Haluter als solche war faszinierend. Eingebettet in der Form, die er hier gewählt hat war es der Hammer! Ich bin restlos zufrieden und freue mich immer noch, dass die Bestienstaffel insgesamt bisher so viel Spaß macht. Großes Kino. Ich würde hier ja gern noch mehr lobhudeln, aber zum einen würde ich dann ins spoilern abgleiten und zum anderen muss ich jetzt Andreas Eschbachs „Perry Rhodan – Das größte Abenteuer“ weiterlesen. 😉

Was war nicht ganz so gelungen?

Eigentlich habe ich hier nix zu schreiben…ist das schlimm? Ich denke nicht. Die Winzigkeiten, die es vielleicht gab spare ich mir an der Stelle einfach mal. 🙂

Fazit:

Geile Nummer, die (noch mehr) Lust auf den Rest der Staffel macht. Rainer Schorm, den ich schon häufiger kritisiert habe, liefert hier richtig ab und der Roman verdient sich

9,5 von 10 Punkten.

Kai Hirdt gewährt „den letzten Blick auf Sol“

Wenn Kai Hirdt als Autor auf einem Perry Rhodan oder Perry Rhodan NEO Roman steht, sind meine Erwartungen inzwischen ziemlich hoch, denn er versteht es so gut wie jedes Mal ganz großes Kino zu liefern. In diesem Fall liefert er den letzten Blick auf Sol, welcher – so viel vorweg – spektakulär war!

Worum geht es in „Der letzte Blick auf Sol“?

Ohne zu spoilern: den letzten Blick auf Sol bekommt eine Person, die zumindest für mich, an dieser Stelle absolut unerwartet in die Handlung platzte. Prinzipiell spitzt sich die Situation im Solsystem weiter zu, die wichtigen Handlungsträger versammeln sich nach und nach in der Heimat der Terraner und es ist inzwischen deutlich zu spüren, dass wir auf den Höhepunkt der letzten einhundert Bände zusteuern.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Der_letzte_Blick_auf_Sol

Wie hat mir „Der letzte Blick auf Sol“ gefallen?

Bis auf eine winzige Kleinigkeit (siehe unten) war dieser Roman hervorragend! Unerwartet auftauchende Akteure, Action vom Feinsten und das angekündigte Zusammenführen von Handlungsfäden beginnt ganz deutlich. Viele Puzzleteile bewegen sich in Kais Roman schon deutlich aufeinander zu, ohne schon das komplette Gesamtbild zu enthüllen. Das ist großartig und lässt mich schmachtend zwei Wochen warten, bis es weiter geht. Nachdem ich mit der letzten Staffel ein wenig gehadert habe, gefällt mir die Bestien-Staffel bisher wirklich gut. Ich denke, das wird ein großes Feuerwerk und die nächste Epoche kann von „Altlasten gereinigt“ ganz neu durchstarten. Auch darauf werden schon erste kleine Hinweise eingestreut wie mir scheint, denn Kai erwähnt (Achtung Minispoiler!) dass inzwischen Menschen beginnen bzw. mit dem Gedanken spielen, mithilfe von genetischen Anpassungen Welten zu kolonisieren, die eher ungünstige Lebensbedingungen vorhalten. Ich will NEO-Ertruser, NEO-Siganesen und ähnliche Völker! Hihi. 🙂

Was war nicht ganz so gelungen?

Achtung (Mini-)Spoiler:

Das Verhalten von Icho Tolot ist für mich zunächst nicht ganz nachvollziehbar. In NEO 191 ist er derjenige, der das Leyden-Team auffordert ihn auf eine wichtige Mission zu begleiten, hier lässt er sie nun zurück um Orcus allein anzufliegen und die Menschen vor der Bestie zu schützen. Das passt leider mal wieder nicht so recht zusammen. Auch wenn sein seltsames Verhalten später verständlich wird, hätte er sie dann doch gar nicht erst mitnehmen sollen oder? Ansonsten habe ich wirklich nichts zu mosern und das ist auch zugegeben etwas kleinlich. 😉

Fazit:

FINALEEEE, OHOHOHOOOOO! So fühlt es sich inzwischen wirklich an und ich freue mich auf die restlichen sieben Teile dieses Finales. Das wird – da bin ich ganz sicher – großartig! Ich hoffe nebenbei, dass Kai Hirdt noch einen weiteren Roman zur Bestienstaffel beitragen darf. Nichts gegen die anderen Autoren, das soll keineswegs abwertend klingen, aber ich liebe seine Romane. Ist natürlich ein wenig persönlicher Geschmack. 🙂

Für diesen großartigen NEO vergebe ich großartige 9,5 von 10 Punkten.

Rüdiger Schäfer weiß was passierte „Als ANDROS kam …“

Zunächst einmal: durch die ollen Feiertage habe ich NEO 190 leider erst mit einer Woche Verspätung erhalten, daher auch die sehr späte Rezension…aber was soll’s. 🙂

Also startete ich verspätet aber trotzdem sehr gespannt in das Staffelfinale…stand ja einiges auf dem Programm.

Worum geht es in „Als ANDROS kam …“?

Kurz zusammengefasst passiert das, was sich im vergangenen Roman bereits andeutete: ANDROS und seine kleinen, süßen Bestien erscheinen im Solsystem und sorgen für ein wenig Chaos.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Als_ANDROS_kam_…

Wie hat mir „Als ANDROS kam …“ gefallen?

Alles in allem würde ich hier sagen „gut“. Der Roman war spannend, hatte ein paar nette Wendungen, wenn auch keine vollkommen überraschenden und war flüssig zu lesen. Mir hat besonders die Perspektive des kleinen Mädchens aus Frankfurt gefallen, welche Rüdiger wirklich glaubhaft und gut schilderte. Das war „nice“ wie mein Neffe sagen würde.

Es wurden auch einige Dinge zusammengefasst, die sich in den letzten Romanen gesammelt hatten und teilweise wurden sie auch etwas weiterentwickelt. Abgeschlossen wurde dagegen aber irgendwie nicht ganz so viel.

Was war nicht ganz so gelungen?

Damit wären wir auch gleich beim springenden Punkt. Der Roman fühlt sich nicht wie ein Staffelfinale an. Es wird wenig bis gar nichts abgeschlossen, der Roman zeigt sich wie der Rest der Staffel: grundsätzlich mit guten Ansätzen, aber irgendwie etwas „zerfahren“. Die ganze Allianz-Staffel war für mich zum Teil etwas zusammenhanglos und wirr. Dazu kamen – speziell über die letzten drei Romane – wirklich eklatante Logikfehler, die mich genervt haben. Aus meiner Sicht wird das Konstrukt durch NEO 190 zwar etwas, aber nicht wesentlich besser und es bleibt einfach sehr vieles offen und unklar.

Fazit:

Das oben beschriebene Szenario ergibt meines Erachtens allerdings auch eine Chance für die folgende Bestien-Staffel. Denn hier können die Autoren jetzt endlich – wie ja angekündigt – alle Fäden zusammenführen und den großen Block um die Allianz und das Creaversum komplett abschließen. Ich hoffe sehr, dass das gelingt und weniger holprig anmutet als die Allianz-Staffel, welche ich persönlich als die schwächste seit den Meistern der Sonne empfand…und die komischen Sitarakh haben mich damals dermaßen genervt…aber lassen wir das. 🙂

Ich glaube man hätte gut daran getan, in diesem Fall von der festgelegten Staffelgröße von zehn Romanen abzuweichen und eine große 19er Abschlussstaffel daraus zu machen. Das hätte zumindest die Erwatungen in NEO 190 nicht so hoch angesetzt. Meine Erwartungen konnten dadurch bedingt nämlich nur teilweise erfüllt werden.

Schwamm drüber, jetzt geht’s in die Bestien-Staffel und da wird alles viel besser, oder? 🙂

Rüdiger Schäfers Roman war einzeln betrachtet für mich ein sehr ordentlicher, für ein Staffelfinale fehlte mir aber ein bisschen was. Daher gibt es für „Als ANDROS kam …“ 6/10 Punkte.

Rainer Schorm berichtet über „Die Leiden des Androiden“

Wenn ich anfange zu schreiben, möchte ich nebenbei weinen! Nicht, weil der Roman schlecht war oder weil irgendeine, mir ans Herz gewachsene Figur draufgegangen wäre…nein, sondern weil ich nicht genau weiß, wie ich diesen Roman adäquat beschreibensoll!

Zum einen hat der Roman als solcher mir ausgesprochen gut gefallen, zum anderen habe ich aber – mal wieder – ein Problem mit der Kontinuität der Serie. Dazu aber unten mehr.

Worum geht es in „Die Leiden des Androiden“?

Nun, der Titel gibt da tatsächlich einen guten Hinweis. Allerdings wird auch die eigentliche Handlung um die Bestien und den Bau dieses recht großen, unheimlichen Gebildes nahe des Nexus weitergetrieben…

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr – wie immer – hier:

Perrypedia

Wie hat mir „Die Leiden des Androiden“ gefallen?

Der Einzelroman „Die Leiden des Androiden“ fand ich sehr gelungen. Kurzweilig, actiongeladen und voll von Hintergrundinformationen und Informationsschnipseln. Dazu gleich mehrere Personen, mit denen ich an dieser Stelle nicht gerechnet habe, deren Erscheinen aber eine zusätzliche Würze gab. Außerdem versteht Rainer Schorm es wirklich exzellent, den Androiden Seka Ow zu charakterisieren. Seine teilweise abstrakten und abstrusen Überlegungen haben mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Das war großes NEO-Kino. Auch der „Kalauer“, den er Gucky in den Mund legt, war meiner Meinung wirklich gelungen:

„Guten Appetit!“ kommentierte Gucky laut.“Du fängst an Großer, ich nehme mir noch eine kurze schöpferische Pause. Und mindestens zwei Großpackungen NEO-Aspirin!“

Perry Rhodan NEO 189 – Die Leiden des Androiden von Rainer Schorm

Ich musste über das NEO-Aspirin doch etwas lachen. 🙂

Also insgesamt ein wirklich großartiger NEO, oder?

Was war nicht ganz so gelungen?

Achtung Spoiler:

Die Logikfehler, bzw. Logikbrüche in Verbindung mit den Vorromanen machen mich als Leser ehrlichgesagt wirklich unzufrieden. Kleinere Logikfehler, so what, das passiert halt mal…aber was in letzter Zeit bei NEO immer wieder auftritt sind aus meiner Sicht große Logikbrüche! In NEO 188 erbeutet Icho Tolot unter Einsatz seines Lebens einen Datenspeicher. Unter anderem lässt er sich dafür die eigene Haut per Thermostrahler entfernen und dafür Bestienhaut implantieren. In NEO 189 reißt er sich die Bestienhaut an einer Stelle runter und die schwarze Haluterhaut kommt zum Vorschein…klar.

Diesen Datenträger übergibt er Rhodan, kann ihm aber nicht mitteilen, was das Ding überhaupt ist. Der Datenspeicher wird in NEO 189 nicht mehr mit einem Wort erwähnt. Weder von Rhodan, der ja mööööglicherweise neugierig sein könnte, noch von Tolot, der dafür fast sein Leben gelassen hat. Apropos Leben gelassen: in NEO 188 wird Tolot eines seiner Herzen von Masmer Tronkh auf nicht ganz so nette Art entfernt – wovon dieser in NEO189 scheinbar nichts mehr weiß und Tolot der Feigheit bezichtigt, an der Mission der Bestien teilzunehmen. Tolot kann in NEO 188 gerade noch so von Taravat und der DOLAN gerettet werden. Von einer Beeinflussung ist da nix zu lesen. Gucky verausgabt sich und seine Paragaben massiv und steht ebenfalls kurz vor dem Exitus. Er würde aber am liebsten noch Tolot per Teleportation retten und erst Taravat kann ihn davon abhalten als er Gucky paralysiert.

In NEO 189 sind die beiden komatös – das wäre ja noch erklärbar – jedoch nicht weil ihnen Herzen rausgerissen wurden oder sie sich völlig verausgabt haben – das wird gar nicht mehr erwähnt. Nein, plötzlich ist der Grund, dass eine fremde, hyperphysikalische Matrix sich in ihr Hirn gebrannt hat. Das mag ja sogar hintergründig passiert sein, aber von der Art, wie es in NEO 188 beschrieben wurde, passt es einfach nicht zueinander. Außerdem läßt sich zumindest das herausgerissene Herz kaum wegschweigen… Entweder hat Kai Hirdt das Exposé nicht so genau genommen und den Fakt der Beeinflussung unter den Tisch gekehrt, Rainer Schorm hat seiner Fantasie etwas zu freien Lauf gelassen oder die beiden Exposés passten einfach nicht zueinander. Eins von diesen drei Varianten muss es ja wohl sein. Für den Fortlauf der Geschichte ist das im ersten Moment nicht mal wirklich tragisch, aber es nervt mich persönlich als Leser doch deutlich muss ich leider sagen. Schade…vor allem weil es einem wirklich, wirklich guten NEO einen faden Beigeschmack gibt. 😦

Fazit:

Tja…wie soll ich hier werten? Der Roman einzeln betrachtet hat eine hohe Punktzahl verdient. Dafür würde ich wirklich hervorragende 9/10 Punkte vergeben. Aber da ist die Sache mit den Logikbrüchen, die mich wirklich genervt hat und die dazu führte, dass ich zweimal den NEO zugehauen und zur Seite gelegt habe. Dafür muss ich Punkte abziehen, also zusätzlich eine Wertung für die Einordnung in den Gesamtkontext…

Grundsätzlich war da ja schon einiges, was auch gepasst hat und was die Handlung deutlich weitergebracht hat. Nichtsdestotrotz haben mich beschriebene Dinge sehr gestört. Dafür gibt es 4/10Punkten.

Somit kommen 6,5/10 Punkte für einen NEO raus, der als Einzelroman sehr viel mehr verdient gehabt hätte. Wirklich schade…

Kai Hirdt gibt Einblick in „Die Bestie in mir“

Kai Hirdt, Bestien und Icho Tolot auf dem Cover. Das weckt hohe Erwartungen! Das wohl! Ach stop…anderes Universum. 🙂

Aber auch die Leseprobe, welche es vorab gab, hat meine Hoffnung bestärkt, dass nach einem schwachen und einem inhaltlich mittelstarken NEO nun wieder ein richtig guter folgen könnte. Die hohen Erwartungen, ich nehme es hier mal vorweg, konnte der Roman zu großen Teilen, aber nicht komplett halten.

Worum geht es in „Die Bestie in mir“?

Ohne zu viel zu verraten, es geht zu einem nicht unwesentlichen Teil um den inneren Kampf von Icho Tolot, der auf eine für ihn ganz besondere Mission gehen muss. Außerdem erfahren wir was auf Layl vorgeht und – zumindest anteilig – was die Bestien vorhaben. Dass wir in diesem Roman auf Bestien treffen geht vermutlich nicht mehr als Spoiler durch. 🙂

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

Perrypedia

Wie hat mir „Die Bestie in mir“ gefallen?

Haluter, Bestien, Action ohne Ende und all das von Kai Hirdt in Szene gesetzt. Was soll ich mehr schreiben, das ist eine explosive Mischung. Wir erfahren auch endlich mal wieder wichtige und für die Kontexthandlung relevante Dinge, was ja in letzter Zeit seltener war. Der Roman schildert außerdem ungewohnt drastisch Gewaltausbrüche. Das ist vielleicht nicht jedermanns Ding, trägt aber in Verbindung mit den Bestien sehr zu Atmosphäre bei. Schließlich sind das schon ziemlich üble Gesellen.

Was war nicht ganz so gelungen?

Achtung kleiner Spoiler:

Gegen Mitte des Romans kam ich mir ein wenig vor wie in einem Actionrollenspiel ála Diablo 3: vier Roboter greifen an – Gucky zerstört sie mit Telekinese – vierundzwanzig Roboter greifen an – Gucky haut die mit super-special-Telekinese auch weg. Eine Bestie greift an – Tolot gesiegt sie per Trick – zwei Bestien greifen an…usw. Das war natürlich actiongeladen, aber irgendwie einen Hauch to much. 😉

Dann ist da noch die Sache mit dem dunklen Schrein. Das zieht sich inzwischen auch ein wenig: zweiter Einsatz auf Layl und die Erkenntnisse halten sich erneut in Grenzen. Mal sehen, ob der Einsatz sich überhaupt gelohnt hat. Ich denke das erfahren wir im nächsten NEO.

Fazit:

Bei all der Kritik in den letzten Wochen – speziell an NEO 186 – möchte und muss ich dieses Mal doch wieder positiver werten. NEO 188 war gut. Das lag nicht nur am Autor, der wie gewohnt eine wirklich gute Leistung erbrachte, sondern in diesem Fall auch am Exposé. Der Roman war insgesamt rund und eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Deus ex machina der letzten beiden NEOs. Dass der Einsatz eher schwierig verlief und das Team auch ordentlich was abbekommt macht es viel realistischer und die bedrohliche Atmosphäre war für mich wirklich spürbar. In der Hoffnung, dass es mit beginnendem Staffelfinale in zwei Wochen so weitergeht, freue ich mich schon jetzt auf NEO 189.

Dieser wirklich gelungene NEO bekommt gute 8,5/10 Punkte.

Ruben Wickenhäuser entfesselt die „Schwarzschild-Flut“

Der Erstling von Ruben Wickenhäuser hatte mir damals wirklich gut gefallen, glänzte vor allem mit tollen und detaillierten Charakteren. Daher hatte ich schon eine gewisse Erwartungshaltung. Das Titelbild schlug im Vorfeld ein paar Wellen, einige fühlten sich an die Backstreet Boys erinnert, einige vermuteten Eric Leyden auf dem Cover, andere eine Mischung aus verschiedenen Hollywoodgrößen, so ganz warm wurden – was ich bei Facebook mitbekommen habe – die Wenigsten damit. Ich persönlich fand das Titelbild eigentlich ganz gut und bin relativ sicher, dass es wohl Thomas Rhodan da Zoltral sein soll. Ich hatte nur immer im Kopf, dass er die roten Augen seiner Mutter geerbt hat. Vielleicht trügt mich da aber auch mein Gedächtnis…

Worum geht es in „Schwarzschild-Flut“?

Tja, der Roman ist in Sachen Inhalt – sagen wir mal – vielseitig. Die Story von Thomas und Farouq Rhodan wird – nach einem Roman Pause – fortgesetzt, die Erde erfährt eine neue Bedrohung und auch direkt in einem terranischen Land ereignen sich erschreckende Dinge, welche durch das Aufheizen der Sonne ausgelöst werden. Außerdem steht mal wieder der nach wie vor mysteriöse NATHAN im Mittelpunkt des Geschehens.

Eine ausführliche Zusammenfassung findet ihr, wie immer, hier:

Perrypedia

Wie hat mir „ Schwarzschild-Flut“ gefallen?

Zunächst einmal hat mir der Schreibstil von Ruben Wickenhäuser auch in seinem zweiten Roman sehr gut gefallen. Die Charaktere sind toll beschrieben, wirken authentisch und plastisch. Die Handlung um die Rhodan-Bengel kommt (endlich!) zu einem Ergebnis und die unseligen Prüfungen haben ein Ende. Auch das finde ich wirklich gut, da dieser Handlungsstrang begann mich zu nerven. Der Roman liest sich insgesamt spannend und flüssig, die Gesamthandlung im Sol-System wird etwas vorangetrieben und es gab sogar nette, wenn auch kurze Action. Spaß hatte ich durchaus beim Lesen.

Was war nicht ganz so gelungen?

Tja, was soll ich sagen? Die ganze Staffel ist, nach starkem Start, irgendwie nicht so ganz mein Fall. Besonders die Rhodan-Sprosse und ihre wirklich ausführlich beschriebenen Mondprüfungen begannen mir auf die Nerven zu gehen. Hier folgte eine weitere davon…in einem Szenario, dessen Genre mal so gar nicht meins ist. Das ist sicher Geschmackssache, aber da stockte der Lesefluss dann doch etwas bei mir. ES sei Dank hat das ja jetzt ein Ende…

Dann wäre da noch (Achtung kleiner Spoiler!) die Sache mit den Maahks und deren „Entsorgung“. Natürlich trägt die Lösung zur Storyentwicklung um NATHAN bei… Natürlich ist die Lösung irgendwie nachvollziehbar… Aber trotzdem fühlt es sich als Leser erneut nach „Deus ex machina“ an. Ich kann mir nicht helfen, aber diese existenzbedrohenden Gefahren, welche innerhalb eines Romans ausgeräumt werden sind für mich unbefriedigend. Allerdings ist die Idee dieser neuen Waffe ziemlich cool…das muss ich zugeben. 😉

Fazit:

Insgesamt war der Roman von Seite des Autors ein ganz starker wie ich finde. Ich habe stilistisch und im Rahmen der Charakterbeschreibungen oder auch der Umsetzung der Handlung eigentlich nichts zu meckern, das hat Spaß gemacht und ich hoffe Ruben Wickenhäuser bleibt dem Team noch lange erhalten und darf noch viele Beiträge zu Perry Rhodan NEO (und vielleicht irgendwann auch zur EA) verfassen!

Inhaltlich hat mich der Roman nur anteilig überzeugt. Schön war die Darstellung des intriganten und jede Möglichkeit nutzenden „Drecksacks“ Sdelo Willem. Die Rhodan-Bengel haben jetzt endlich eine klare Funktion bekommen, auch das ist positiv. Die Action war wirklich nett, aber wie oben beschrieben für meinen Geschmack zu ultimativ gelöst. Sicher kein schlechter NEO, aber aufgrund genannter Schwächen auch kein überragender.

Daher bekommt Ruben Wickenhäuser für NEO 187 von mir 7/10 Punkte! (Wobei ich ihm für seine Autorenleistung eher deutlich mehr geben wollen würde).

Susan Schwartz mitten im „Aufstand der Goldenen“

Ich bin bei diesem Roman etwas hin-und hergerissen. Der Titel hat mich erstmal etwas verwirrt. Aufstand der Goldenen? Waren die nicht vor kurzem alle draufgegangen? Naja, vielleicht ja ein Rückblick dachte ich mir, also schauen wir mal. Dazu Susan Schwartz als Autorin, was für mich immer ein wenig wie ein Überraschungsei ist. Das kann sehr gut werden, muss es aber nicht. Außerdem war meine Motivation in diesem Fall ohnehin etwas geringer, da ich parallel die Phileasonsaga lese und da iregndwie mit Feuer und Flamme dabei bin. Diese musste ich nun unterbrechen, auch wenn es für NEO war. Deshalb bin ich auch verhältnismäßig spät dran damit, hier etwas in die Tasten zu hauen.

Worum geht es beim „Aufstand der Goldenen“?

Achtung Mini-Spoiler: Überraschenderweise handelt es sich nicht um einen Rückblick! Susan Schwartz beschreibt in ihrem Roman den Versuch von nicht ganz so perfekten Goldenen, ihrem Schicksal zu entgehen und bringt außerdem Licht ins Dunkeln in Bezug auf die Entstehung der Kunstwesen.

Die Handlungszusammenfassung findet ihr wie immer hier:

Perrypedia

Wie hat mir „Aufstand der Goldenen“ gefallen?

Auch hier Achtung Mini-Spoiler: Wenn ich ganz ehrlich mit mir selbst bin nicht ganz so gut. Die ersten achtzig bis einhundert Seiten fühlten sich nach berühmt-berüchtigtem Füllroman an. Danach bricht die Hölle los und am Ende kommt Tolot mit einer Deus ex machina daher und beendet die Bedrohung. Die Herkunft und Entstehungsgeschichte  der Goldenen ist sicher „nice to know“, aber ansonsten hätte man sich den Roman irgendwie sparen können. Das bedeutet nicht, dass er schlecht geschrieben war oder dass die Autorin viel falsch gemacht hätte, aber irgendwie war das nicht so meins. Insgesamt eine nette Geschichte über ein seltsam konditioniertes Volk, welches maßgeblich an der Entstehung der Goldenen beteiligt war und nun, kurz vor ihrem Untergang durch die Entartung der eigenen Sonne, plötzlich doch nochmal Probleme mit den Goldmännlein bekommen. Die Lösung ist zwar plausibel, mutet aber trotzdem etwas „ultimativ“ an.

Was war nicht ganz so gelungen?

Naja, das habe ich jetzt irgendwie vorweg genommen…vielleicht noch ein Satz: Luan Perparim will erst nicht an der Expedition teilnehmen, später wird erwähnt, dass das Team um Eric Leyden mit Perparim auf dem Planeten unterwegs ist um sie danach nie wieder zu erwähnen. Ich weiß, dass ist kleinlich, aber ich mag solche Logikfehler einfach nicht.

Fazit:

Der „Aufstand der Goldenen“ war nicht meins. Gefühlt ein Roman zwischen Füllroman und zwanghafter Erklärung der ganzen „Goldene-Geschichte“. Ich persönlich freue mich auf den nächsten NEO und hoffe auf Besserung. Hierfür gibt es leider nur 4/10 Pünktchen. 😦