Bernd Perplies entfacht den „Zorn der Shafakk“

Hui, was habe ich diesem NEO dieses Mal entgegengefiebert! Der Cliffhanger am Ende von 213 war ja doch etwas fies. Umso fieser der erneute Cliffhanger am Ende von 214 mit dem Hinweis, dass der im nächsten nicht aufgelöst wird. *grummel* Aber ich greife vor…

Wie ein gewisser Entenfreund auf Twitter sagte: „Nein, das ist NICHT Gucky!“ 😉

Worum geht es in „Der Zorn der Shafakk“?

Fröhliches Gespoilere ab hier:

Zur Erinnerung, Gucky, Kosum, Tekener und ein paar Techniker waren auf der wracken KORRWAK unterwegs, welche in eine Doppelsonne zu stürzen drohte. Sie retteten einen Überlebenden und trafen am Ende auf einen Shafakk – einen Angehörigen der Militär-Elitetruppe des Compariats. Gucky konnte seine Tarnung mit einem EMP stören und war anschließend verstört. – CLIFFHANGER –

Es stellt sich nun heraus, dass der Shafakk ein zu groß geratener Mausbiber in schwarzer Optik ist! Er gebärdet sich jedoch weiterhin so aggressiv und wild, dass Gucky ihm telekinetisch den Hals umdrehen muss um seine Mitstreiter zu retten – wortwörtlich den Hals umdrehen…

Wieder auf der FANTASY, wird das Schiff von drei Shafakk-Raumern aufgebracht. Der Protektor tut seinen Job und beschützt seine Mannschaft, indem er den richtigen Schluss zieht und den Angreifern mit Stärke und Unbeugsamkeit sowie einer Drohung begegnet. Die Shafakk haben aber offensichtlich auch großes Interesse am Linearantrieb und Rhodan handelt aus, dass er dem Ober-Shafakk technische Details in Aussicht stellen würde, wenn dieser freies Geleit garantiert.

Er verschafft sich soweit Respekt, dass die Fantasy nicht aus dem Raum gepustet, sondern in ein nahes System abgeschleppt wird. Dort werden die Terraner in eine riesige Raumstation gebracht, welche von rund 14.000 Shafakk bevölkert wird. Die Mannschaft muss das Schiff verlassen und wird in Zellen gesperrt, Shafakktechniker rücken an um die FANTASY – angeblich – zu dekontaminieren. In Wirklichkeit wollen sie natürlich dem Antrieb auf die Pelle rücken.

Gucky bleibt als stille Reserve an Bord, kann die Shafakk aber nur kurz aufhalten und teleportiert fluchtartig aus dem Schiff, als er erkennt, dass er auf verlorenem Posten steht. Er materialisiert direkt vor den Füßen eines ILT, was bei den Shafakk als Schimpfwort gilt und übersetzt Missgeburt bedeutet. Der Ilt ist etwas kleiner als die Shafakk, allerdings noch immer größer als Gucky.

Nach kurzen Missverständnissen schließt sich der Ilt Gucky an, da seinesgleichen von den Shafakk wie sozialer Abfall behandelt werden. Die Shafakk sind ein ausgesprochen kriegerisches, aggressives und streng hierarchisches Volk.

Gucky teleportiert zu Rhodan und Co., sie planen die Flucht, da sich keiner weiter um die Terraner zu kümmern scheint. Also bricht Gucky mit Rhodan, dem Ilt, Mentro Kosum und einem Techniker auf um die Fesselfelder um die FANTASY zu lösen. Dabei finden sie heraus, dass die Shafakk Klone aus Brutwaben sind. Der Ilt erklärt aber, dass sie nicht fremdgesteuert, sondern selber auf der Suche nach ständiger Optimierung sind.

Letztlich finden sie nach vielen Hindernissen und Problemen einen Weg in einen Kontrollraum. Dort erwartet Gucky und seine Mitstreiter die nächste Überraschung: ein Kreellblock in dem vier Gestalten eingeschlossen sind. Eric Leyden, Abha Prajapati, Luan Perparim und Erics Katze Hermes!

Wie hat mir „ Der Zorn der Shafakk “ gefallen?

Ganz ehrlich, ich fühle mich durch diesen NEO und seinen Vorgänger für vieles entschädigt, was mir in der letzten Zeit nicht so gut gefallen hat. Der Zorn der Shafakk hatte für mich so ziemlich alles, was ein guter NEO braucht: eine gut durchdachte Story, Handlungsfäden, die weitergesponnen werden, überraschende Elemente und ein gutes Stück „Sense of Wonder“ – auch wenn der in NEO etwas anders funktioniert als in der EA.

Alles in allem ein großartiger Beitrag von Bernd Perplies, auch schriftstellerisch hat mich der Roman wirklich überzeugt. Ich habe ihn am Stück weg und ohne das Gefühl von Längen gelesen. Für mich der beste Roman der Staffel, auch noch stärker als der Vorgänger von Rainer Schorm. Großes Kino und ein Höhepunkt seit NEO 200!

Was war nicht ganz so gelungen?

Fehlanzeige, ich kann, will und darf hier und heute nicht meckern! 🙂

Fazit:

Eigentlich habe ich oben schon alles gesagt. Es war mir ein Genuß!

9,5 von 10 Punkten. Top!

3 Gedanken zu “Bernd Perplies entfacht den „Zorn der Shafakk“

  1. KDR Dezember 14, 2019 / 9:46 pm

    Ich kann dem Urteil zu dieser Ausgabe nur zustimmen.
    Mein persönliches Highlight als Ergänzung (da es mir wirklich bis heute ein kleines Grinsen ins Gesicht zaubert) ist aber die Hommage an Douglas Adams (auf S. 92) mit dem zweiundvierzigtsen Shiire „Der Sinn des Lebens liegt am Ende des Universums. Danken wir für den Fisch.“ Herrlich eingeflochten … 🙂

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    • fessinho Dezember 14, 2019 / 9:53 pm

      Stimmt, die Anspielungen auf Bücher und Filme waren insgesamt großartig. Auch Star Wars und Der Schuh des Manitu hatte ich irgendwo ausgelesen. 😁

      Gefällt 1 Person

      • KDR Dezember 14, 2019 / 10:06 pm

        Ja. Das war wirklich rundum großes Kino 😉

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