Perry Rhodan NEO-Story 11 – „Der Held von Siron“ von Rüdiger Schäfer

Die elfte NEO-Story beschreibt, was hätte passieren können, wenn Perry Rhodan nach dem Kontakt mit den Arkoniden unverhofft gestorben wäre oder aus einem anderen Grund weniger Zeit zur Verfügung gehabt hätte.

Angech Anatarawan ergibt sich unter starken Schmerzen nach der Begegnung mit Perry Rhodan und Atlan sowie der Entdeckung eines arkonidischen Depots auf seinem Heimatplaneten in sein Schicksal. Vier Wochen hatte er gekämpft um seine Heimatwelt zu vereinen und den drohenden Atomkrieg abzuwenden. Nun kann er nur noch hoffen, dass seine Mitsironer zur Besinnung kommen.

Vier Wochen zuvor hatte er eine Funkbotschaft an alle Sironer gesendet. Diese konnte von keiner offiziellen Stelle gestoppt werden, da er arkonidische Technik nutzt. Er teilt ihnen mit, dass er und seine Freund das Depot unter dem Heiligtum – einem alten Arkonidenraumer – gefunden haben, unglaubliche Technik vorfanden und dass die Arkoniden ihre Vorfahren sind. Er kündigt in zwei Tagen eine Demonstration der technischen Möglichkeiten auf dem bleichen Meer an. Er selbst fühlt sich bei der Ansprache unwohl, ist eigentlich nicht der Typ für große Auftritte.

Einen Tag später versuchen Spezialkommandos das Depot zu stürmen, scheitern aber am Energieschirm vor dem Eingang. Der zweite Zugang ist durch die von Rhodan und seine Leute verursachte Zerstörung des alten Arkonidenraumers verschüttet und kann nicht innerhalb der kurzen Zeit freigelegt werden.

In den Stunden vor dem Beginn der Demonstration auf dem von Plastikmüll völlig verdreckten bleichen Meer, leidet Angech an Schwindel und Übelkeit. Auch einer seiner Freunde muss sich mehrfach übergeben. Sie vermuten die Ursache im ungewohnten arkonidischen Essen.

In einer Großaktion mit Drohnen, schaffen es Angech und seine Freunde – unter Zuhilfenahme der Depotpositronik – den einzigen Ozean des Planeten vom Plastikmüll zu reinigen und die Wasserqualität mit chemischer Hilfe erheblich zu verbessern. Die Medien und so ziemlich alle wichtigen Politiker des Planeten sind euphorisch und sprechen von einem Wunder.

Vierzehn Stunden nach der Vorführung meldet er sich erneut über öffentliche Kanäle. Er kündigt an, dass die Säuberung des Meeres erst der Anfang war und nahezu grenzenlose weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Er wird das Depot nach und nach für alle Sironer zur Verfügung stellen und fordert als einzige Bedingung, dass sich innerhalb von vier Wochen ein Gremium mit Vertretern von mindestens Dreivierteln der Staaten bildet. Dieses Gremium soll über die Anwendung der Technologien zum Wohle aller Sironer entscheiden. Sollte diese Bedingung nicht eingehalten oder weiter ein gewaltsamer Versuch unternommen werden in das Depot einzudringen, würde er es zerstören.

Nach dem Ende seiner Ansprache fällt er auf die Knie und übergibt sich. Er beschließt, auch weil inzwischen ein weiterer seiner Freunde ähnliche Symptome zeigt, dass sie sich alle von der Positronik durchchecken lassen.

Während sich vor dem Zugang zum Depot die ersten Vertreter der sironischen Staaten versammeln, erfährt Angech die Diagnose von der Positronik. Er und seine drei Freunde leiden an der Strahlenkrankheit, welche sie sich an Bord des altarkonidischen Raumers zugezogen haben müssen. Dort muss es Strahlungslecks gegeben haben. Die Positronik berichtet, dass es durchaus Wege der Therapie gäbe, dass diese ihr aber nicht zur Verfügung stünden. Er unterrichtet seine Freunde über ihr bevorstehendes Schicksal: sie haben noch drei bis fünf Wochen zu leben!

Während es den vier Sironern im Depot von Tag zu Tag schlechter geht, kommen die Vertreter der Stasten in ihren Verhandlungen nicht weiter. Einige Vertreter reisen wieder ab, die anderen kommen zu keiner Einigung. Nach zwei Wochen scheint es fast aussichtslos, dass alle an einem Strang ziehen. Angech und seine Freunde diskutieren darüber, ob alles umsonst gewesen sei und ob es nicht besser wäre das Depot zu zerstören.

Einen Tag vor Ablauf des Ultimatums sind bereits zwei der vier Sironer verstorben, während die Verhandlungen vor dem Depot quasi gescheitert sind. Angech beobachtet die Nachrichtensender und bekommt unter anderem mit, dass die Universität, an welcher er studiert hatte, ihn mit einer Gedenktafel ehrt. Dann stirbt auch Ghard, sein letzter verbliebener Gefährte.

Angech Anatarawan nutzt einen Schutzanzug um das Depot zu verlassen. Dabei beginnt die Positronik einen Countdown von einer Stunde um sich danach selbst zu vernichten. In der verbleibenden Stunde sendet sie wissenschaftliche Daten, welche sich nicht zur Waffenherstellung nutzen lassen auf allen offenen Frequenzen aus. In einer letzten Ansprache appelliert Angech an die Sironer, diese Daten sinnvoll und zum Vorteil aller zu nutzen. Dann erfüllt er sich seinen letzten Wunsch und fliegt in den Weltraum um einmal die Sterne und seinen Heimatplaneten ungetrübt zu sehen.

Fazit:

Diese bewegende Kurzgeschichte über einen Sironer, der versucht mit fremder, überlegener Technik das Schicksal seiner Welt zu ändern und diese zu retten, dabei aber sein Leben verliert, zeigt auf emotionale Weise, dass Perry Rhodans Reise sehr schnell hätte zu Ende gehen können und dass manchmal Details wie ein Strahlungsleck über einen ganzen Planeten bestimmen können. Letztlich finden sich aber auch sehr viele gesellschaftskritische Anspielungen auf unsere echte Welt wieder. Die Verschmutzung der Ozeane, die Uneinigkeit der Staaten untereinander und das Bestreben, die eigene Macht um jeden Preis zu erhalten spiegeln leider den Zeitgeist wieder. In diesem Sinne lässt die Story mich nachdenklich und etwas bedrückt zurück…

Auch hier ist das Bild © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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