Perry Rhodan NEO-Story 10 – „Der Traum von Chittagong“ von Michael Marcus Thurner

Die zehnte NEO-Story berichtet über die Ereignisse um André Noir, bevor er auf Perry Rhodan trifft und welche Ziele er ursprünglich verfolgte.

André Noir, ein Mutant mit der Fähigkeit, Personen mit ihren Ebenbildern aus anderen Dimensionen auszutauschen, plant mit seiner engsten Vertrauten Moon Gupta einen Angriff auf ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff – die ALLURE – um dort sein neues Hauptquartier zu errichten. Die ALLURE liegt im Hafen von Chittagong um dort ausgeschlachtet zu werden. Die Ärmsten der Armen werden zu diesen Arbeiten vom organisierten Verbrechen benutzt.

Mit einem Trupp angeheuerter Männer fliegt Gupta unter Zuhilfenahme von sogenannten Tutguts – Minihelikoptern für den Kampfeinsatz – zur ALLURE. Die Eroberung verläuft erstaunlich glatt und mit wenigen Verlusten.

Einige festgesetzte Angehörige der vorherrschenden Verbrecherclans werden von ihr verhört. Da das menschenverachtende Gebaren ihr missfällt, gibt sie den Kampf-Tutguts den Befehl die Männer und Frauen zu töten.

Der Ausbau des Schiffes schreitet gut voran, allerdings gehen die Meinungen von Noir und Gupta dabei immer mehr auseinander. Gupta schafft auf Deck fünfzehn ein Biotop um die Menschen an die Natur zu erinnern, während sich Noir immer mehr auf Deck dreizehn verschanzt. Er denkt nur noch an die Revolution, welche er für die gesamte Menschheit anstrebt. Er möchte Gerechtigkeit und Bildung für alle.

Eines Tages erfolgt ein Attentat als Racheakt der Banden. Der Attentäter zündet eine Bombe, Gupta wird verletzt und erwacht erst wieder auf der Krankenstation. André Noir, welcher bei der Explosion direkt neben ihr stand, ist zu ihrer Überraschung und Freude wohlauf und hat nur wenige Kratzer abbekommen.

Noir erklärt ihr, dass sie und der vor beiden stehende Tutgut die Wucht der Explosion abgefangen und ihn geschützt hätten. Als sie kurz darauf ihren Körper überblicken kann, bemerkt sie, dass ihre Beine und ein Arm fehlen. Der Anblick ihres Gesichtes lässt Übelkeit in ihr aufsteigen.

Als sie mit Noir in ihr Biotop zurückkehrt bemerkt sie, dass sich kaum jemand darum gekümmert hat während sie im Tiefschlaf lag. Allerdings hat sich die Einstellung von André Noir geändert. Er hat erkannt, dass er die Revolution nicht allein steuern und die Menschen nicht gut erreichen kann. Sie dagegen sei eine Heldin und dafür prädestiniert. Nach erstem Zögern aufgrund ihrer Verstümmelung stimmt sie zu ihm dabei zu helfen, den Stützpunkt wieder aufzubauen und die Menschen, welche sie verlassen hatten zu überzeugen, zurückzukommen.

Sie sprechen darüber, wie der Weg weitergehen soll. Noir zweifelt daran, dass sie es schaffen ihre Ziele zu erreichen, aber Gupta stützt ihn und macht ihm Mut. Noir findet den Weg Perry Rhodans grundsätzlich gut, fürchtet aber, dass er die Armen und Ärmsten der Welt vergisst. Er weiß noch nicht, wie er mit vermutlich bald auftauchenden Vertrauten von Rhodan umgehen soll.

In der folgenden Nacht kommt Noir in Guptas Zimmer. Er berichtet ihr von seiner Angst vor der eigenen Fähigkeit. Er fürchtet, dass er bei der Anwendung seiner Macht Fehler begeht und keiner ihn davor warnen kann. Dann eröffnet er Gupta, dass er sie aus einer fremden Realität geholt hatte. Einer Realität, die viel besser ist als seine eigene und dass er sie benutzt hat, weil sie ihm so ähnlich war. Nun wolle er sie dorthin zurückschicken, damit sie das Leben führen kann, das sie verdient. Bevor sie wiedersprechen kann, löst sich André Noir vor ihren Augen auf und es bleibt nicht mehr als eine vage Erinnerung.

Fazit:

Eine tolle Story um das Verhalten, das Gewissen und die Motive von André Noir, welcher in der NEO-Serie ja eine etwas andere Rolle spielt als in der klassischen EA. Die Story war sehr flüssig und gut zu lesen und hat mir großen Spaß gemacht.

Das Bild ist wie immer © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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