Perry Rhodan NEO-Story 9 – „Allein und verlassen“ von Hermann Ritter

Die neunte NEO-Story erzählt die Geschichte eines in Raumnot geratenen Mannes mit besonderen Fähigkeiten.

Ein in Raumnot geratener Terraner erwacht auf einem Raumschiff. Er erinnert sich nur dunkel daran, was passiert ist, weiß jedoch noch, dass sich sein Geist vom Körper abgespalten hatte und dass das Schiff Probleme gehabt hat. Er erinnert sich daran, dass es sich unkontrolliert um mehrere Achsen drehte, sich sein Raumanzug schloss und er das Bewusstsein verlor.

Während der Bewusstlosigkeit, träumte er von seiner Jugend, in welcher er sich auf sein eigenes Bestreben hin testen ließ. Er täuschte damals epileptische Anfälle vor um von seinem Facharzt sein Gehirn untersuchen lassen zu können. Seine Mutter erklärte ihm nach der Untersuchung mit schlecht versteckter Abscheu, dass er „anders“ sei als sie alle.

Als er das Bewusstsein wiedererlangt, fühlt er sich gerädert, jedoch offenbar nicht schwerer verletzt. Er bemerkt, dass in der Krankenstation ein junger Mannliegt, welcher eine Infusion bekommt und zu schlafen scheint. Bevor er aufbricht, beschließt er noch einmal eine kleine Pause zu machen um seinem geschundenen Körper die Regeneration zu ermöglichen.

Wieder versinkt er in der Vergangenheit. In seiner Jugend bemerkte er irgendwann, dass er technische Geräte beeinflussen und „heilen“ kann. Diese Fähigkeit hielt er vor anderen Menschen so gut wie möglich geheim. Ein Nebeneffekt schien der erhöhte Nahrungsbedarf zu sein, welchen er nur schwer decken konnte. So stellte er sich selbst mechanische Wecker, welche ihn an das Essen erinnerten.

Nach dem kurzen Schlummer war er noch immer müde und fühlte sich körperlich schlecht. Er bekommt Zugriff auf die Schiffssysteme, welche aber auch für seine Fähigkeiten zu sehr beschädigt sind. In der Überwachung Krankenstation stellt er fest, dass sieben der acht Patienten noch zu leben scheinen. Darunter eine hochschwangere Frau. Die Vitalzeichen kann er aufgrund der defekten Geräte nicht prüfen und seine medizinischen Kenntnisse sind gering. Beim Versuch weitere Verbindungen des Schiffes zu reaktivieren, schläft er vor Erschöpfung wieder ein.

Als junger Erwachsener repariert er irreparabel beschädigte Geräte und verdient damit seinen Lebensunterhalt. Als er bemerkt, dass jemand ihn überwacht und scheinbar auf seine Fähigkeiten aufmerksam geworden ist, beschließt er zu verschwinden. Er bricht den Kontakt zu seinen Eltern ab und verlässt seine Wohnung und zieht in eine andere Stadt. Dort lebt er drei Jahre unerkannt, bis er erneut eine Überwachung wahrnimmt. Das Leben wird schwerer, da er sich kaum noch entziehen kann. Die Methoden seiner Gegner werden stetig besser.

Nach Erwachen fühlt er sich noch immer schlecht. Der Kopf schmerzt, sein Arm ist geschwollen und er scheint der einzige Mensch an Bord, der handlungsfähig genug ist um den Kranken in der Medosektion zu helfen. Also zwängt er sich in einen Raumanzug und macht sich auf den Weg.

Die erste Erfahrung, dass technische Geräte mit ihm „sprechen“ hatte er bereits als kleiner Junge und tarnte seine Begabung bereits damals. So konnte er mit einigen Tricks einen Kindergeburtstag „schwänzen“ um in Elektrofachgeschäften seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen.

Er war ursprünglich als eine Art Hausmeister auf einem Schiff von Außerirdischen angestellt, deren Sprache er nicht verstand. Seine Lage wird immer schlechter, Wasser und Nahrung gehen ihm langsam aus, Sauerstoff reicht noch am längsten. Er kundschaftet mit seiner Gabe die Umgebung aus, was zusätzliche Kraft verbraucht. Allerdings weiß er nun, was er zu tun hat.

Er war beim Start der TOSOMA am ersten Januar 2037 an Bord. Als Mutant hatte er den Aufbruch ins All miterlebt und war voller Hoffnung auf ein neues, besseres Leben.

Er macht sich sehr langsam auf den Weg zur Krankenstation, muss sich zu jedem Schritt zwingen. Der linke Arm ist nutzlos geworden und schmerzt bei jeder Bewegung. Das Wasser ist ihm ausgegangen.

Bei der Auswahl der Mannschaft der TOSOMA stellt sich Ralph Sikeron – den Namen hat er sich selbst nach seinem Großvater gegeben – den Prüfungen und schafft es dabei, seine Gabe geheim zu halten. Dazu nutzt er verschiedene Ausreden und Vorwände für seinen Lebenslauf sowie für seine Gehirnmutation.

Mit letzter Kraft schafft Sikeron es, die Krankenstation zu erreichen und mit seiner Gabe zu öffnen. Dort findet er Wasser und einige Nahrungsmittel, welche er gierig in sich hineinstopft.

Beim Absturz der TOSOMA war Sikeron hautnah dabei, war mit seiner Gabe einer der wichtigsten Techniker und kümmerte sich so gut er konnte um Verletzte.

Als er die erste der sieben Zimmertüren öffnet findet er nur noch einen Toten. Dieser hatte versucht bis zur Tür zu kommen, war aber auch dem Weg gestorben. Ein weiterer Raum war leer, im dritten findet sich erneut ein Toter. Zwei Menschen lagen im künstlichen Koma, Sikeron vermutet, dass jede Hilfe zu spät kommt. Die schwangere Frau stellt sich als Arkonidin heraus. Sikeron schafft alle Wasser- und Nahrungsvorräte in ihr Zimmer, hält ihre Hand, stärkt sich und gibt den Maschinen um sie herum einen letzten mächtigen Befehl: Sie sollen machen was sie für richtig halten! Bevor er ohnmächtig zusammenbricht hat er den Eindruck, das heranwachsende Leben im Mutterleib der Arkonidin zu spüren.

Einen Tag später trifft ein Rettungstrupp ein. Der vollkommen ausgezehrte Ralph Sikeron wird genauso gerettet wie die schwangere Arkonidin.

Fazit:

Eine wirklich spannende, aber aufgrund des Aufbaus auch etwas schwerer zu lesende NEO-Story. Für eine Zusammenfassung ist diese fraktale Schreibweise sogar nahezu katastrophal, aber der Qualität der Story hat es trotzdem nicht geschadet. Diese Reise in die Psyche eines Mutanten hatte durchaus seinen Reiz.

Das Bild ist wie immer © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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