Perry Rhodan NEO-Story 5 – „Whistlers Vision“ von Marc A. Herren

Die vierte NEO-Story erzählt die Vorgeschichte von Allister T. Whistler, welcher später als „Scaramanca“ von sich reden macht.

Der junge Kybernetiker Allister T. Whistler wird vom philippinischen Kamao-Syndikat unterstützt indem er sowohl Gelder als auch technische Gerätschaften bekommt. Zunächst ohne Gegenleistung und obwohl er um deren Gefährlichkeit weiß, nimmt er die Hilfe dankend an, denn sein Vater unterstützt seine Forschungen nicht.

Als er eines Tages vom Oberhaupt des Syndikates – Ghalib Janjalani – mit Nachdruck überredet wird, dessen Bewusstsein auf den von ihm entwickelten Chip zu transferieren, obwohl dieser noch nicht ausgereift ist, geschieht was geschehen musste. Beim Transfer geht etwas schief, der Syndikatschef stirbt als der Transfer zu 67% abgeschlossen ist. Whistler hatte sich darauf vorbereitet, zündet im Labor mehrere Bomben und tötet den Leibwächter sowie einen der beiden Söhne von Janjalani. Er entkommt.

Auf der Hochzeitsfeier seines jüngeren Bruders nimmt das Syndikat, jetzt vom verbliebenen Sohn geführt, Rache an ihm und vergiftet seine komplette Familie. Da auch die Kommunikationswege gestört wurden, hat er keine Chance Hilfe zu holen und entschließt sich, die Bewusstseinsinhalte von neun Personen – unter anderem seiner Mutter und seines Bruders – auf neun inzwischen weiterentwickelte Chips zu transferieren. Als die Polizei und der Geheimdienst eintreffen, wird er verhaftet, da sie davon ausgehen, dass er alle Menschen bei einem Experiment getötet habe.

Einige Zeit später bittet er, nach der Flucht aus dem Sanatorium in welches er gebracht wurde mithilfe einer selbst gebastelten Roboterratte, in Terrania um Asyl. Er wird jedoch von Homer G. Adams mit Verweis auf seinen Vater abgewiesen. Daraufhin reist er erneut nach Manila.

Mit den Bewusstseinsfragmenten des alten Janjalani gelingt es ihm, gemeinsam mit zwei ehemaligen, von ihm angeheuerten Polizisten, in das Hauptquartier des Syndikates einzudringen. Er gelangt in den Arbeitsraum, kann die Gelder des Syndikates transferieren und sich einen der Bunker in Südamerika als neues, eigenes Hauptquartier aussuchen. Als der zweite Sohn und neue Syndikatschef auftaucht, überwältigt er ihn, indem er ihn mit den Bewusstseinsresten seines Vaters konfrontiert. Er eröffnet ihm, dass er das Syndikat übernehmen wird und dass das bisherige Oberhaupt sein Statthalter in Manila werden solle. Allerdings benötige er dazu keinen Körper und werde wie sein Vater auf einen Chip transferiert.

Die neun Bewusstseinschips seiner Verwandten plant er in die überall herumstehenden Schaufensterpuppen zu integrieren. Sich selbst nennt er aufgrund der langen Narbe am Unterarm, welche er beim Attentat auf seine Familie davongetragen hatte, Scaramaca.

Fazit:

Auch die fünfte Kurzgeschichte im NEOversum überzeugt mit schlüssigen Hintergrundinformationen über eine Nebenfigur. Scaramanca treffen wir als Leser in NEO 19 wieder, wo er ein Gegenspieler der Mutanten ist. Die Ereignisse spiegeln auf der einen Seite seine charakterlichen Schwächen, auf der anderen Seite aber auch seinen „Werdegang“ vom ambitionierten Wissenschaftler zum Syndikatsboss wieder. Erneut eine faszinierende Geschichte, die sich perfekt in das NEOversum einreiht.

Auch hier © Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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