Perry Rhodan NEO-Story 3 – „Rhodans Geschenk“ von Kai Hirdt

Noch immer bewegen sich die NEO-Storys – passend zu den Platin-Editionen natürlich – in den Anfangszeiten nach der Mondlandung. Genauer gesagt in diesem Fall kurz nach der Befreiung von Crest und der Rückeroberung der Korvette.

Bei dieser Rückeroberung wurde General Joshua de Soto vom US Marinecorp gefangen genommen. Im Gespräch mit Rhodan, welchen er für einen Vaterlandsverräter hält, wird er mit seiner Freilassung überrascht. Außerdem gibt Rhodan ihm einen Diskus mit. Arkonidische Erste-Hilfe-Technik. Rhodan überlässt es de Soto, ob er diese Technik dem Präsidenten der Vereinigten Staaten übergeben oder damit seien im Koma liegenden Sohn retten will.

Zurück in den USA bekommt de Soto mit, dass die Fantan überall auf der Erde Chaos anrichten. Der Präsident, ein alter Freund von de Soto, befiehlt ihn so schnell wie möglich nach Los Angeles in den Einsatz. De Soto erbittet sich jedoch einige Stunden Zeit um seinen Sohn Philip zu besuchen, der in LA im Krankenhaus liegt.

Dort angekommen zögert er nur kurz, bis er das arkonidische Gerät zum Einsatz bringt. In der Tat wird sein Sohn in Rekordzeit geheilt und erwacht aus dem Koma. Auf dem Weg zur nächsten Air-Base entdecken die beiden eine „Fantanflunder“, eines der Beiboote der Extraterrestrier. Sie nehmen die Verfolgung auf, können den Fantan aber trotz Luftunterstützung nicht stoppen. Also hängen sich beide an einen vom Fantan aus dem Boden gerissenen Stern des „Walk of Fame“ und werden mit diesem an Bord des Schiffes gezogen. Der Fantan beachtet sie nicht und ist genau wie sein Schiff durch einen Energieschirm geschützt. In einem Moment der Verzweiflung versucht de Soto Rhodan zu erreichen um ihn um Rat zu fragen, dieser antwortet jedoch nicht. Kurz darauf spricht er über seinen Pod mit dem Präsidenten, welcher befiehlt, dass das Schiff entweder erobert oder vernichtet werden muss, egal was es kostet – ein Selbstmordbefehl.

Die beiden fangen an, Gegenstände in den begrenzenden Schutzschirm zu werfen und schaffen es so, den Fantan auf sich aufmerksam zu machen. Dieser fordert sie auf, das Besun in Ruhe zu lassen. Als sie nicht aufhören, droht er beide zu töten und kommt auf sie zu. Dabei lässt er den Schirm zur Steuerkonsole fallen. De Soto reagiert am schnellsten, zerstört sie und fordert ihn zur Übergabe des Fluggerätes auf. Der Fantan demonstriert, wie er sie mithilfe der Translatoren, die inzwischen auf ihrer Brust haften, töten kann. Aufgrund der ausweglosen Situation und der Angst seinen Sohn zu verlieren, beschließt de Soto den Befehl des Präsidenten zu verweigern, wird dabei aber von seinem Sohn niedergeschlagen. Als dieser den Befehl an die Apaches geben will zu feuern, tötet der Fantan ihn. Anschließend lässt der Fantan sich – in Angst um das Besun – darauf ein, die Flugscheibe zu übergeben und sich selbst zu opfern. De Soto erschießt ihn und die „Flunder“ landet.

Bei der Beerdigung seines Sohnes spricht de Soto mit Präsident Drummond über die vermeintlich erbeutete Flugscheibe. Drummond teilt ihm mit, dass diese sofort automatisch gestartet sei, als alle Soldaten sie verlassen hatten. Auch die Leiche des Fantan sei damit verloren. Trotzdem sei das Opfer seines Sohnes nicht umsonst gewesen, da nun die Nation wieder hinter der Regierung stünde.

De Soto beschließt in diesem Moment, dass er sich auf Rhodans Seite stellen wird und bietet Drummond zum Schein seine totale Loyalität an – um im richtigen Moment eingreifen zu können. Er sieht sich als Terraner.

Fazit:

Erneut finden wir einen Nebenschauplatz vor. Hier nimmt Perry Rhodan das erste Mal in einer NEO-Story direkt Einfluss. Der harte Hund de Soto gerät durch Rhodans Handeln und die harten, kalten Entscheidungen seines Präsidenten ins Grübeln und wechselt gedanklich die Seiten. Auch hier werden wieder Beweggründe erklärt, kleine Bausteine fügen sich in das große Gesamtbild. Sehr schön zu lesen, auch wenn die zugehörigen Romane bei mir schon etwas zurückliegen.

Wie immer ist das Bild:

© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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