Susan Schwartz und die „Welt der Hoffnungslosen“

Lang hat es dieses Mal gedauert, NEO 213 ist schon halb durch und die Rezension zu 212 folgt erst heute. Warum? Private Gründe, reduzierte Gesundheit (fiese Männergrippe!) und – leider die Lust zu diesem NEO etwas zu schreiben.

Das Titelbild fand ich erstmal sehr schön – dabei blieb es aber leider auch.

Worum geht es in „Welt der Hoffnungslosen“?

Im Großen und Ganzen ist das schnell zusammengefasst: Man findet ein weiteres System mit einem schreienden Stern, beschließt den abzuschalten statt einfach daran vorbeizufliegen und landet erstmal auf dem falschen von zwei Planeten. Dort werden die mit Dunkelleben Infizierten des Kompariats abgeladen und sich selbst überlassen, da das eigentlich halbwegs human gedachte System nicht funktioniert.

Nach Startproblemen kommt es zur Verständigung mit einigen Todgeweihten, die es durch Symbiose mit der hiesigen Natur geschafft haben länger zu überleben und es stellt sich heraus, dass Planet Nummer 2 anzufliegen ist. Außerdem wird ein weiterer Oproner gerettet, dessen Aufgabe es war für Ordnung zu sorgen, der aber stattdessen lieber eine Runde im Tiefschlaf verbracht hat – in der Hoffnung auf bessere Zeiten.

Auf Planet 2 wird der Stein „gemutet“ und weiter geht die Reise.

Wie hat mir „Welt der Hoffnungslosen“ gefallen?

Da ich an dieser Stelle immer die positiven Aspekte beschreibe, fange ich auch damit mal an:

Die Welt der Hoffnungslosen an sich wurde von Susan Schwartz wie gewohnt liebevoll ausgestaltet und plastisch beschrieben. Die Protagonistin auf Seiten der Hoffnungslosen war anfangs durchaus interessant, wurde dann aber lieder ewig nicht erwähnt und am Ende wurde sie mir zu flach.

Was war nicht ganz so gelungen?

In diesem Roman leider so einiges. Ich habe mit der gesamten Handlung nicht viel anfangen können. Die erste Frage die sich mir stellte war, warum fliegen die nicht einfach weiter? Das wurde dann beantwortet mit „wir würden zu lange im Bereich des schreienden Steins bleiben.“ Während der Mission zog sich die FANTASY dann ein Stück aus dem System zurück und dadurch ging es dann. Etwas eigenwillig, aber was solls. Dann schien mir die gesamte Mission irgendwie völlig ungeplant. Rhodan und Co. laufen einfach mal drauflos, sind relativ unbedarft und rennen so natürlich dann doch in eine so gaaaanz überraschende Gefahr. Am Ende ist recht schnell alles Friede, Freude, Eierkuchen und der olle Stein wird von Tekener ausgeschaltet (ja, er musste sich anstrengen, aber so ganz schwierig wars nicht…).

Am meisten stört mich aber aktuell, dass die vorher beschworene Transitionsallergie von Perry plötzlich kaum noch eine Rolle spielt. Bisher wurde es so dargestellt, dass ihn jede Transition umbringen könnte. Plötzlich hüpft die FANTASY aber wieder fröhlich durch das All. Es wird zwar immer mal wieder gesagt, dass das nicht ideal für ihn ist, aber die Dramatik ist dahin.

Fazit:

Leider kann NEO 212 nicht an den sehr guten Vorgänger anschließen. Ich hatte wirklich meine Probleme beim Lesen und auch dabei mich zu diesen Zeilen zu motivieren. Nach der Welt der Hoffnungslosen stirbt aber meine Hoffnung auf Besserung nicht.

Für NEO 212 gibt es aufgrund oben beschriebenen Kritikpunkten leider nur 3 von 10 Punkten.

Michelle Stern, Lucy Guth und „Der schreiende Stein“

Heute gibt es mal kein Video, dafür fehlt mir diese Woche schlicht die Zeit. Über den aktuellen NEO 211 der beiden Autorinnen Michelle Stern und Lucy Guth möchte ich aber trotzdem ein paar Worte verlieren.

Mit der ersten Zusammenarbeit der beiden und damit dem Debütroman von Lucy Guth – bürgerlich Tanja Bruske-Guth – hatte ich damals ja so meine Probleme. Das war dieses Mal anders, was vor allem daran lag, dass der Roman erfrischend „anders“ war. Dazu aber später mehr.

Der schreit so laut, dass „schreiende“ plötzlich groß geschrieben wird… 😉

Worum geht es in „Der schreiende Stein“?

Hui, das geht nicht ohne gleich zu spoilern:

Die Ausgangssituation ist ja bekannt: die FANTASY ist auf halbem Wege nach Lashat – wo Perry Rhodan gerettet werden soll – havariert und treibt hilflos nahe eines unbekannten Sonnensystems herum. Zu allem Übel ist mit Chefingenieur Metscho auch noch ein unfreiwilliger – und unerkannter – Agent Iratio Hondros und Saboteur an Bord.

Während die Reparaturen anlaufen – die überraschenderweise nicht so aussichtslos scheinen wie erst gedacht – wird die ganze Mannschaft plötzlich von schlimmer werdenden Alpträumen geplagt. Merkosh zieht sich in sein Vitron zurück und allen geht es nach und nach schlechter, weil sie keinen erholsamen Schlaf mehr bekommen. Einziger glücklicher Passagier: Ronald Tekener, der plötzlich alptraumfrei ist, statt wie bisher jede Nacht darunter zu leiden.

Es stellt sich heraus, dass die Alpträume von Impulsen ausgelöst werden, die von einem der drei Planeten des Systems ausgehen. Merkosh, der nach einiger Zeit dann doch mal wieder vorbeischaut, erklärt, dass dies ein Abwehrsystem des Compariats sei um Reisende vor den Gefahren des Weiterfluges zu schützen. Natürlich bohren Perry und Co. ein wenig weiter und bekommen heraus, dass das Kompariat großräumig von Dunkelleben befallen ist. Überraschung! 🙂

Natürlich begeben sich Rhodan, Merkosh, Tekener mit seiner unvermeidlichen Schwester Jessica sowie die Bull-Legacy (dieser Name nervt mich! Warum siehe unten…) Zwillinge auf eine Rettungsmission auf den Planeten. Laut Merkosh muss nur der „schreiende Stein“ zerstört werden um die Impulse zu unterbrechen. Das klappt nach einem alptraumhaften Dschungelspaziergang zwar, aber Sophie Bull-Legacy kommt dem Steinchen zu nahe und verliert – wortwörtlich – die Sprache. Sie entwickelt eine Aphasie und kann nicht mehr verbal kommunizieren.

Das Transitionstriebwerk ist unterdessen wieder einsatzbereit und auch wenn es für Rhodan mit großem Risiko verbunden ist, beschließt die Führungscrew den Sprung zu wagen. Es soll weiter Richtung Lashat gehen.

Wie hat mir „Der schreiende Stein“ gefallen?

Ich fand den Roman wie schon gesagt erfrischend anders. Ein Indiz für die Qualität ist in diesem Fall auch, dass ich ihn „am Stück“ weggelesen habe, was schon seit einigen NEOs nicht mehr der Fall war.

Ich persönlich finde, dass das Setting mit den Alpträumen, die alle sehr bildgewaltig geschildert werden, eine tolle Abwechslung war. Die Probleme der Mannschaft und die psychische Belastung sind nahezu greifabr für den Leser und man leidet ein Stück weit mit.

Mir ist bewusst, dass es bei einigen Lesern zu einem Aufschrei kommen wird (und zum Teil schon kam, wenn ich mir Facebook so ansehe), ich persönlich war aber absolut gefesselt und hatte großen Spaß an NEO 211. Die beiden Autorinnen haben hier ein tolles Mischwerk aus Rhodan-SF und ein wenig Horror abgeliefert, was trotz des ungewohnten Settings für mich total stimmig war.

Was war nicht ganz so gelungen?

Da gibt es nur wenig, was mir nicht gefallen hat. Eine Sache hat mich aber tatsächlich ein wenig genervt: „Bull-Legacy“!

Während bei allen anderen Protagonisten der Name in gewohnter Weise genutzt wurde (mal nur der Vorname, mal nur der Nachname, mal der volle Name), war bei den Zwillingen auffällig, dass sie fast immer mit vollem Namen genannt wurden. Den SInn habe ich nicht verstanden, aber das macht „Bull-Legacy“ vermutlich zum meistgelesenen Namen des Romans und ging mir an der einen oder anderen Stelle schon auf den Keks. Wenn gegen Ende des Romans im ersten Satz der volle Name einer Schwester steht, muss im zweiten Satz die andere nicht auch mit vollem Namen erwähnt werden. Zu dem Zeitpunkt hat man als Leser schon begriffen, dass die den gleichen Doppelnamen tragen. 😉

Das ist vielleicht etwas kleinlich, aber mich hat es im Lesefluss das eine oder andere Mal gestört.

Fazit:

Ein NEO, der so ganz anders war als so ziemlich alle 210 Stück zuvor, der mir ganz persönlich aber sehr viel Spaß gemacht hat. Mir ist bewusst, dass viele meine Meinung nicht teilen werden, aber so ist das halt mit dem Geschmack. 😉

Zum Staffelstart gibt Oliver Plaschka das Motto „Rettet Rhodan!“ aus

Neue Staffel, neues Raumschiff oder so. Auch hierzu gibt es das Gespoilere über YouTube. Die Beleuchtung ist dieses Mal irgendwie extas seltsam, was mir bei der Aufnahme aber nicht aufgefallen ist. Trotzdem viel Spaß 😉

Ich werde langsam noch zum waschechten YouTuber, das ist schon mein viertes Video…

BrühlCon 3 – ich war dabei!

Wie schon mehrmals versprochen, heute mein Youtube-Beitrag zum BrühlCon. Sogar mit Katze auf dem Schoß! Muahahahahaha! 😉

Der BrühlCon ist zwar schon ein paar Tage her, aber versprochen ist versprochen und dafür gibt es ein ziemlich lang gewordenes Video. Ich hoffe sehr, damit niemanden zu langweilen, aber ich hatte meinen Spaß beim Dreh, vor allem weil ich nochmal die vielen schönen Erinnerungen revue passieren lassen konnte.

Lange Rede, kurzer Sinn: hier ist das Video. Viel Spaß. 🙂

Erst beim Bearbeiten des Videos habe ich gemerkt, wie viel ich da eigentlich gequatscht habe…

Rüdiger Schäfer berichtet über den „Krieg in meinem Kopf“

Ich bleibe aktuell beim YouTube-Format. Habe da irgendwie meinen Spaß dran. Hier findet ihr, was ich zum Staffelfinale zu erzählen habe. DIeses Mal mit einer ausdrücklichen SPOILERWARNUNG! Ich fasse in dem Video die Handlung grob zusammen. Wer ihn also noch nicht gelesen hat, sollte vielleicht den mittleren Teil auslassen. 😉

Trotz mehr Licht bleibt der Bond-Bösewicht-Eindruck irgendwie erhalten. Naja, ich habe es versucht…

Geschreibsel in eigener Sache…

Vielleicht hat es der eine oder andere bereits gemerkt, meine Blogeinträge zu den aktuellen NEOs kommen immer ein wenig später. Das hat einen Grund: dadurch dass ich seit NEO 180 jede Handlungszusammenfassung für die Perrypedia geschrieben habe, artet das NEO-Lesen ein wenig in Arbeit aus und es entstand für mich eine Art „Lesezwang“, wobei der Zwang natürlich trotzdem ein angenehmer bleibt.

Nichtsdestotrotz schadet das aktuell meiner Motivation NEO zu lesen, den aktuellen habe ich bisher noch nichtmal angefangen, obwohl er Donnerstag schon im Briefkasten lag (brave Post!). Daher habe ich beschlossen, vorerst die Handlungszusammenfassungen für die PP nicht mehr zu schreiben.

Ich hoffe aber inständig, dass sich irgendein anderer NEO-Leser und PP-Nutzer erbarmt und dass trotzdem die kommenden NEOs eine ordentliche Handlungszusammenfassung erhalten. (An alle die das lesen: nehmt es gern als Aufruf! 😉 )

Ich würde es schade finden, wenn das gar nicht mehr passiert. Mich ärgern ja schon die paar Lücken, die es so um NEO 100 gibt. Allerdings ist mir die Lesefreude an NEO persönlich jetzt erstmal wichtiger und neben Perry Rhodan muss ich ja dummerweise auch noch arbeiten…Ehefrau und zwei Kinder welche ihren Anteil an mir verlangen mal ganz außen vor. 😉

Ich werde aber natürlich an dieser Stelle weiter über NEO berichten und durch die dann nicht mehr von mir verfassten Zusammenfassungen – mit entsprechender Warnung – hier wieder etwas mehr spoilern als es zuletzt meine Art war.

Susan Schwartz schickt zwei Geschwisterpaare in den „Einsatz auf Ertrus“

Ertrus! Ick freu mir! Irgendwie mochte ich die riesigen Kolonisten von der Hochschwerkraftwelt schon immer gern, da ist es mir eine besondere Freude, dass sie in NEO nun auch endlich eine Rolle spielen. Dementsprechend groß war auch die Spannung und die Vorfreude auf den neuen NEO von Susan Schwartz.

Ronald der alte Zocker…auf Ertrus macht er weiter. Das Titelbild finde ich mal wieder sehr gelungen.

Worum geht es in „Einsatz auf Ertrus“?

Der Titel verrät ja grundsätzlich schon so einiges und viele weitere Dinge kann man sich als fleißiger NEO-Leser selbst zusammenreimen. Unserem Perry fehlen Hyperkristalle, damit er mit einem mysteriösen neuen Schiffchen einmal quer durch die Milchstraße düsen kann, um seine fiese Mischung aus Lashatviren, Dunkelleben und stotterndem Zellaktivator in den Griff zu bekommen. Was liegt also näher, als dem bösen Geminga-Kartell ein paar Gemingakristalle abjagen zu lassen? Und wer wäre dazu besser geeignet als die Agenten 007 und…ach ne, Thomas und Farouq Rhodan da Zoltral – die sollten sich auch Nummern geben lassen, die Namen sind sperrig, speziell für die Handlungszusammenfassungen bei der #Perrypedia…

Da sich ein gewisser Ronald Tekener – seines Zeichens Spieler, Alkoholiker, Kleinkrimineller und Hondrohasser – auch ganz gut in diesen Kreisen auskennt, aber nicht ohne seine Schwester losziehen will, werden es also zwei Geschwisterpaare die in den Einsatz gehen. Der Grundstein ist gelegt, auf ins Abenteuer nach Ertrus. Was da dann genau passiert erfahrt ihr wie immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Einsatz_auf_Ertrus

Wie hat mir „Einsatz auf Ertrus“ gefallen?

Als erstes einmal ein riesengroßes Lob an Uschi Zietsch aka Susan Schwartz für die detaillierte Beschreibung des Kreitsystems sowie von Ertrus an sich inklusive der Besonderheiten von Flora und Fauna des Planeten. Auch die Vorbereitung auf den Einsatz mit langsamer Steigerung des Atmosphärendrucks und der Schilderung der Schutzausrüstung fand ich spitze. Das hat der Kolonie einfach noch viel mehr fremdartigen Charme gegeben und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dazu fängt Ronald Tekener an, mir als (NEO-)Figur immer mehr Spaß zu machen. In der EA war er nie so ganz „mein“ Charakter, aber hier macht er echt Freude. Seine Schwester finde ich immer noch doof, aber das ist völlig okay, denn es muss auch Figuren geben, die man als Leser mal nicht mag. 😉

Kleiner Spoiler: Die ertrusischen „Kampfratten“ haben mir irgendwie auch gefallen. Zwar nicht sonderlich originell, aber die Vorstellung war trotzdem spannend.

Insgesamt hatte ich während des gesamten Romans wirklich viel Lesespaß, ausgesprochen sehr wenige bis gar keine Längen und eine spannende, gut choreografierte Handlung, die an Ende mit einer Wende daherkommt, die ich tatsächlich so nicht erwartet habe. Für mich ein wirklich toller NEO!

Was war nicht ganz so gelungen?

Da fällt mir eigentlich nur eines ein: ich persönlich hätte mir mehr direkt handelnde Ertruser gewünscht. Diese spannenden Riesenbabys waren leider nur eine Randnotiz und durften am Ende ein bisschen rumballern. Das wäre aber hier nur das Tüpfelchen auf dem i gewesen und fällt nicht so serh ins Gewicht.

Fazit:

Ein wirklich gelungener NEO von Susan Schwartz. Es geht langsam aber sicher auf das Staffelfinale zu und ich freue mich drauf!

Susan verdient sich dafür spektakuläre 9 von 10 Punkten. 🙂

Für Arno Endler ist die „Letzte Hoffnung Mimas“

Arno Endlers Beiträge zu Perry Rhodan NEO hatten mich bisher noch nicht so vom Sockel gehauen. Dieses Mal war das – bis auf ein paar kleinere Schönheitsfehler – anders!

Das Titelbild gefiel mir ausnahmsweise so gar nicht – normalerweise liebe ich die Bilder von Dirk Schulz. Irgendwie entspricht Sud nicht ansatzweise meiner Vorstellung…aber so ist das manchmal. 🙂

Worum geht es in „Letzte Hoffnung Mimas“?

Unser aller Perry klappt nach einer Transition einfach zusammen und zeigt seltsame Symptome. Die Ärzte sind ratlos und schaffen ihn nach Mimas, wo aber aufgrund anderer Umstände grade Chaos herrscht. Da ist guter Rat teuer, bzw. die passende Therapie schwierig. Wer es nicht abwarten kann ohne den Roman selbst zu lesen erfährt hier mehr:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Letzte_Hoffnung_Mimas

Wie hat mir „Letzte Hoffnung Mimas“ gefallen?

Der Roman schließt für mich qualitativ an den hervorragenden 205er NEO von Rüdiger Schäfer an. Hochspannender, Medizin-Thriller mit Wendungen, Irrungen und Wirrungen. Neue Informationen, ein kleiner Cliffhanger am Ende und wirklich tollen Charakteren mitsamt ihren Geschichten. Mir haben hier vor allem die „kleinen Charaktere“ Spaß gemacht, welche eine Rolle abseits des ganz großen Geschehens hatten, wie der Imarter Segue, der wie ein Verrückter für seine Kolonialbrüder kämpft und in Gewissenskonflikte gebracht wird. Wirklich toll beschrieben. Auch Der Chefarzt der CREST II, Dr. Drogan Steflov, hat einiges an Profil gewonnen und ist ein spannender Protagonist geworden.

Insgesamt also wirklich großer Lesespaß und dank des Cliffhangers große Vorfreude auf NEO 207!

Was war nicht ganz so gelungen?

Zwei Dinge: Ferronen schwitzen nicht, sie spucken! Also können sie auch schwerlich nach Schweiß riechen…das hat die Pilotin der ALEXANDER FLEMING aber in diesem Roman gleich zweimal hinbekommen. 😉

Schlimmer fand ich persönlich den Namen des Chefarztes. Das hat mich wirklich genervt, weil ich zwischendurch schon dachte ich bin selber vielleicht zu blöd es mir korrekt zu merken: der Gute heißt Drogan, nicht Dragon, oder? Aber egal wie, es wurde ständig im Wechsel verwendet. Das hat den Lesefluss bei mir echt gestört und ist etwas, das eigentlich hätte auffallen müssen. Wenn es einmal passiert…okay. Zweimal…naja, Schwamm drüber. Aber ein Wechsel bei fast jeder Erwähnung des Vornamens? Das ist nicht so angenehm zu lesen.

Fazit:

Bis auf die formalen Fehler war das ein toller Medizin-SF-Thriller und der beste NEO, den ich bisher aus der Feder von Arno Endler gelesen habe. Danke für die tolle Unterhaltung! 🙂

Ich gebe dafür 8,5 von 10 Punkten. 🙂

Rüdiger Schäfer und „Der Geminga-Zwischenfall“

Der „Abspann“ von „Der Schaltmeister von Rumal“ hat in mir die Hoffnung geweckt, dass tatsächlich mal wieder etwas abseits einer Kolonie passiert und dass Handlungsträger wie Perry Rhodan, Thora, Gucky und wie sie alle heißen mal wieder eine Rolle spielen dürfen. Das fehlte mir persönlich in den letzten NEOs ein wenig. Das Ende des Vorgängers und auch das Titelbild deuteten aber bereits deutlich darauf hin.

Ein wie ich finde grandioses Titelbild von Dirk Schulz!
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Worum geht es in „Der Geminga-Zwischenfall“?

Ohne große Spoiler: um eine wendungsreiche Auseinandersetzung zwischen dem großen Pro- und dem aktuellen Antagonisten. Das Ganze auf einer spannenden Bühne und in actiongeladener und nervenzerreißender Art und Weise.

Echte Spoiler wie immer hier:

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Der_Geminga-Zwischenfall

Wie hat mir „Der Geminga-Zwischenfall“ gefallen?

Hervorragend! Meiner bescheidenen Meinung war das der bisherige Höhepunkt der aktuellen Staffel. Im Gegensatz zu einigen anderen NEO-Lesern war ich bis hierher noch nicht wirklich von der Handlung seit NEO 200 überzeugt und habe mich bei einigen wirklich etwas „durchgequält“. Nicht, dass die Einzelromane wirklich schlecht waren – mal abgesehen von einem vielleicht – aber der große Handlungsbogen hat mich noch nicht eingefangen gehabt. Das ändert sich so langsam, auch wenn ich Iratio Hondro wohl als Bösewicht nicht mehr liebgewinnen werde. Trotzdem muss ich anerkennen, dass er immer mehr Profil gewinnt, einen mysteriösen Hintergrund verpasst bekommen hat, dessen Auflösung mich nun langsam doch interessiert und der von allen beteiligten Autorinnen und Autoren bisher wirklich gut charakterisiert wurde.

Der Geminga-Zwischenfall als Einzelroman war ein wahrer Lesegenuss für mich. Ich habe schon lange keinen NEO mehr in so kurzer Zeit und so gierig „weggelesen“ wie diesen, da die Spannung wirklich grandios war. Mit der einen oder anderen Wendung habe ich nicht gerechnet und genau das macht dann richtig Spaß. Am Ende wird es dramatisch und ich habe ernsthaft mitgefiebert, ob nicht der eine oder andere große Name über die Klinge springt. Ob das der Fall war, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Alles in allem ein rundum gelungener, an einem perfekten NEO kratzender Roman. Lieber Rüdiger, vielen Dank für die spannenden Lesestunden! J

Was war nicht ganz so gelungen?

Mir fällt dieses Mal beim besten Willen nichts ein…nicht mal am ollen Hondro kann ich rummosern. 😉

Fazit:

Kurz und knapp: bisher der beste NEO der Staffel und nah an Perfektion, daher 9,5 von 10 Punkten für „Der Geminga-Zwischenfall“.